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Politik    Westafrika News 2020

Burkina Faso 22.01.2020

36 Tote bei Massaker in 2 Orten

Eine Gruppe bewaffneter Terroristen hatte nach Regierungsangaben am Montag einen Markt in Nagraogo in der zentralen Provinz Sanmatenga angegriffen und 32 Menschen getötet. Daraufhin hätten die Angreifer den Markt niedergebrannt und auf dem Rückzug im nahe liegenden Dorf Alamou weitere vier Menschen getötet. Drei Menschen wurden demnach verletzt. Nach diesem Terrorangriff mit mindestens 36 Toten hat die Regierung des westafrikanischen Landes zwei Trauertage ausgerufen. Diese begannen am Mittwoch. Die Regierung drücke den Familien der Opfer ihr Beileid aus und ermahne die Bevölkerung, wachsam zu bleiben, sagte Kommunikationsminister Remis Fulgance Dandjinou. Wer für die Tat verantwortlich war, war zunächst unklar. In den Staaten der Sahelzone, einem Gebiet das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt, sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen "Islamischer Staat" oder Al-Kaida die Treue geschworen.


Togo 24.02.2020

Präsident Gnassingbe gewinnt Präsidentschaftswahl

Der amtierende Präsident Gnassingbe gewinnt die Präsidentschaftswahl mit 72 Prozent der Stimmen, das ergab das vorläufige Ergebnis der Wahlkommission. Sein stärkster Herausforderer, der frühere Ministerpräsident Kodjo, kam demnach nur auf nur 18 Prozent. Gnassingbe ist seit 15 Jahren in Togo an der Macht und setzt die jahrzehntelange Herrschaft seiner Familien fort, die mit der Machtübernahme seines Vaters durch einen Putsch im Jahr 1967 begonnen hatte. In den jahren 2017 und 2018 gab es grosse Proteste gegen Gnassingbe und dessen Familie welche das verarmte Land seit mehr als einem halben Jahrhundert regiert. Im vergangenen Jahr setzte Gnassingbe dann eine Verfassungsänderung durch, die es ihm prinzipiell ermöglicht, bis 2030 an der Macht zu bleiben. Im westafrikanischen Togo lebt ein Grossteil der rund acht Millionen Menschen in bitterer Armut. Nach Angaben der Weltbank lebt in Togo mehr als die Hälfte der Bevölkerung von weniger als umgerechnet 1,76 Euro am Tag. Die Opposition hatte deshalb einen strikten Reformkurs angekündigt und Massenproteste gegen Gnassingbe organisiert, um ihn zum Rücktritt zu zwingen. Die Gegner des Präsidenten verteilen sich auf zahlreiche politische Lager und konnten bei der Wahl keine einheitliche Gegenkandidatur in Position bringen.