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Politik    Westafrika News 2021

Niger 02.01.2021

Stichwahl um Präsidentenamt

Im westafrikanischen Niger kommt es nach der Präsidentenwahl vom 27. Dezember zu einer Stichwahl, weil keiner der 30 Kandidaten die notwendige Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen erreichte. Der Kandidat der Regierungspartei, Mohamed Bazoum, bekam laut vorläufigem Ergebnis vom Samstag 39,33 Prozent der gültigen Stimmen, der frühere Präsident von der Opposition, Mahamane Ousmane, 16,99 Prozent. Die Stichwahl ist für den 21. Februar geplant. Bazoum ist ein früherer Minister und Vertrauter von Präsident Mahamadou Issoufou (68), der nach zwei Amtszeiten nicht mehr angetreten war. Der Oppositionskandidat Ousmane war 1993 bereits als erster demokratisch gewählter Präsident an die Macht gekommen, 1996 jedoch vom Militär gestürzt worden. Die Wahlen sollen den ersten demokratischen Machtwechsel in der Geschichte des Landes einläuten. Die Wahlbeteiligung beim ersten Wahlgang lag laut Wahlkommission vom Samstag bei 69,67 Prozent. Rund 7,4 Millionen Bürger hatten sich registrieren lassen. Der erste Wahlgang verlief trotz Terrordrohungen weitgehend friedlich.


Niger 03.01.2021

Mehr als 70 Tote bei Anschlag

In Niger haben bewaffnete Angreifer mindestens 70 Menschen getötet. Die genauen Umstände sind noch unklar. In dem westafrikanischen Land kommt es immer wieder zu Anschlägen. Im westafrikanischen Niger haben Bewaffnete mindestens 70 Menschen getötet und 20 weitere verletzt. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich auf eine Mitteilung des nigrischen Innenministers Alkache Alhada. Demnach soll die Attacke auf zwei Dörfer in Grenznähe zum Nachbarstaat Mali stattgefunden haben. Die genauen Umstände sind noch unklar. Im Niger und den anderen Ländern dieser Region sind etliche Terrorgruppen aktiv, die Al-Kaida oder dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen haben. Zusammen mit Mali, Mauretanien, dem Tschad und Burkina Faso ist der Niger Teil der G5-Sahel-Gruppe. Die Vereinigung will die Terrorgruppen bekämpfen. Die Regierung in Niger hat in den Regionen ausserhalb der Städte aber wenig Kontrolle. Das nutzen neben dschihadistischen Gruppen auch kriminelle Netzwerke aus.Erst Mitte Dezember hatte die Terrormiliz Boko Haram ein einem Dorf in Niger hunderte Häuser in Brand gesetzt und mehrere Menschen getötet.


Senegal 05.03.2021

Ausschreitungen erschüttern Senegal

Die Festnahme des Oppositionsführers Ousmane Sonko in Senegal hat den zweiten Tag in Folge zu Ausschreitungen in dem westafrikanischen Land geführt. In der Hauptstadt Dakar lieferten sich am Freitag hunderte junge Menschen Strassenkämpfe mit Polizisten. Sie errichteten Barrikaden aus brennenden Reifen und schleuderten unter anderem Steine gegen die Einsatzkräfte, die Tränengas einsetzten. Am Freitagabend rief UN-Generalsekretär António Guterres zur Deeskalation auf. Er sei "sehr besorgt". Ein Gericht hatte am Freitag entschieden, dass Sonko wegen Störung der öffentlichen Ordnung in Gewahrsam bleiben müsse. Sonko, dritter bei der Präsidentenwahl 2019, war am Mittwoch auf dem Weg zum Gericht festgenommen worden, wo er zu Vergewaltigungsvorwürfen Stellung nehmen sollte. Daraufhin kam es in der Hauptstadt und in anderen Städten des Landes zu Plünderungen und Ausschreitungen, bei denen Berichten zufolge mehrere Menschen starben. Am frühen Freitag soll das Internet zwischenzeitlich abgestellt worden sein. Wie "africanews" zudem berichtete, schalteten die Behörden zwei lokale Fernsehsender ab, weil sie sich "zu sehr auf den gewalttätigen Protest konzentriert hätten". "Ich glaube nicht, dass es sich beruhigen wird. Die Menschen werden aufbegehren", zitiert die "Deutsche Welle" einen Senegalesen. Der besonders bei jungen Menschen beliebte Sonko gilt als Widersacher von Präsident Macky Sall. Sonko ist 46 Jahre alt, Muslim und Chef der oppositionellen Pastef-Partei. Im vergangenen Monat hatte eine Angestellte einer Praxis, in der er nach eigenen Angaben wegen Rückenbeschwerden behandelt wurde, Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn erhoben. Sonko weist dies als Versuch Salls zurück, ihn politisch diskreditieren zu wollen. In der Vergangenheit wurden schon andere Gegner, wie der frühere Bürgermeister von Dakar, mit Tatvorwürfen in Verbindung gebracht und konnten später nicht mehr bei der Präsidentschaftswahl antreten. Senegal galt bislang als Vorbild für Stabilität in Westafrika. Es gab drei friedliche Machtwechsel in den Jahren 2000, 2012 und 2019. Ein Putsch blieb dem Land erspart. Ausserdem blieb das mehrheitlich muslimische Land von islamistischen Anschlägen weitgehend verschont.


Cote d'Ivoire 11.03.2021

Premierminister der Cote d'Ivoire in Freiburger Klinik gestorben

Der Premierminister der westafrikanischen Cote d'Ivoire, Hamad Bakayoko, ist tot. Bakayoko starb am späten Mittwochabend in einer Freiburger Klinik an den Folgen einer Krebserkrankung, hiess es in einer Erklärung im nationalen Fernsehen der Cote d'Ivoire. Der 56-Jährige galt als möglicher Nachfolger von Präsident Alassane Ouattara. Dieser bezeichnete Bakayoko in der Erklärung als "meinen Sohn" und engen Mitarbeiter, der zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde. Das Land sei in Trauer, teilte Ouattara auf Twitter mit. Er hatte zuvor Patrick Achi zum vorübergehenden Regierungschef ernannt. Bakayoko war erst im Juli vergangenen Jahres zum Nachfolger des an einer Herzerkrankung gestorbenen Regierungschefs Amadou Coulibaly bestimmt worden. Bakayoko war laut der Nachrichtenagentur Reuters Mitte Februar zunächst zu medizinischen Untersuchungen nach Frankreich geflogen worden, später wurde er nach Freiburg verlegt.


Niger 17.03.2021

Mindestens 58 Tote bei Angriff auf Markthändler im Niger

Im Niger sind mindestens 58 Menschen bei einem Massaker ums Leben gekommen. Laut einer im Staatsfernsehen verlesenen Regierungserklärung wurde für Mittwoch eine Staatstrauer angeordnet. Die Attacke hatte sich bereits am Montag in der Tillabéri-Region an der Grenze zu Mali ereignet. Sie richtete sich gegen Händler, die von einem nahe gelegenen Markt zurückkehrten. Über die Hintergründe wurde zunächst nichts bekannt. Bisher habe sich keine Terrorgruppe zu dem Angriff bekannt. In den Ländern der Sahelregion sind Terrorgruppen aktiv, die Al-Kaida oder dem "Islamischen Staat" (IS) die Treue geschworen haben. Die Regierung hat in den Wüstengebieten ausserhalb der Städte wenig Kontrolle, was nicht nur jihadistische Gruppen, sondern auch kriminelle Netzwerke ausnutzen. Vor allem in der Grenzregion zu Mali kommt es immer wieder zu schweren Attacken. Anfang des Jahres kamen bei den Dörfern Tchombangou und Zaroumdareye mehr als 100 Menschen ums Leben.


Mali 17.03.2021

Angriff auf Militärlager mit mindestens 53 Toten

Bei einem Angriff auf ein Militärlager im westafrikanischen Mali sind nach Angaben der Streitkräfte mindestens 53 Menschen getötet worden. Zu dem Angriff sei es am Montag in Tessit in der Region Gao im Osten des Landes gekommen, teilte das Militär am Mittwoch mit. Dabei waren 33 Soldaten und 20 Angreifer getötet worden. Zudem wurden 14 Soldaten verletzt. Das Militär sprach von einem Terrorangriff, machte aber keine Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckte. In Mali und den umliegenden Ländern sind seit Jahren mehrere Terrorgruppen aktiv, einige haben Al-Kaida oder dem "Islamischen Staat" die Treue geschworen. In dem Staat sind UN- und EU-Missionen aktiv, an denen sich auch die deutsche Bundeswehr beteiligt.