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Wirtschaft    Wirtschaftsnews 2015

Wirtschaftsnews Westafrika 2015


Benin 19.06.2015

Energie/Politik: Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft will gemeinsamen Elektrizitätsmarkt

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich darauf verständigt, einen gemeinsamen Elektrizitätsmarkt zu gründen, teilte die Nachrichtenagentur Reuters mit. Der gemeinsame Markt solle durch eine Überlandleitung durch das Gebiet von Côte d’Ivoire, Guinea, Liberia und Sierra Leone über eine Strecke von 1300 Kilometern verbunden werden. Die Kosten von US-$ 374.43 Millionen für dieses Projekt sollen nach dieser Meldung von einem inernationalen Bankenkonsortium getragen werden. Momentan beständen 10,000 Megawatt und 4,000 Kilometern von Übertragungsleitungen in der Region. Es würden aber tatsächlich 26,000 Megawatts und 16,000 Kilometer Verbindungsleitungen benötigt. Mit weiteren Investitionen sei entsprechend zu rechnen. Die Europäische Union stellt €30 Millionen für ein Koordinierungszentrum in Benin zur Verfügung, hiess es weiter in der Meldung.


Benin 03.04.2015

Transport / Logistik: Cotonou verzeichnet Zuwächse bei Schiffslandungen und Mengenumschlag

Nach einem Bericht von Jeunes Afrique sind 2014 2040 Schiffe in den Hafen von Contonou eingelaufen, 2013 waren es noch 1400 gewesen. Dies entspricht einer Steigerung von 45,7 Prozent, wobei Contonou für die Staaten Niger, Mali, Tschad und Burkina Faso der Hafen und damit die wichtigste Transportverbindung ist. Zwei Drittel der 9 Mio. Tonen, die im Hafen umgeschlagen wurden, gingen aus Benin wieder raus. Die Menge umgeschlagener Tonen wuchs um 15,4 Prozent von 2013 auf 2014.



Burkina Faso 07.03.2015

Bau: HeidelberCement eröffnet neues Zementwerk

HeidelbergCement hat Anfang März sein neues Zementwerk in Burkina Faso eingeweiht. Das Werk soll jährlich 700.000 Tonnen Zement produzieren. Das Unternehmen hat vor Ort 50 Mio. US-Dollar investiert. Insgesamt produziert HeidelbergCement mehr als 10 Mio. Tonnen Zement auf dem Kontinent. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die Produktionskapazität auf dem Kontinent um 2,9 Mio. Tonnen erhöht, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.



Côte d’Ivoire 22.05.2015

Telekommunikation/IT: Nigerianischer Milliardär will ivoirisches Mobiltelekommunikationsunternehmen kaufen

Der nigerianische Milliardär Mike Adenuga hat nach einem Bericht der Zeitung Vanguard (Nigeria) ein Angebot für das ivoirischen Unternehmen Comium Côte d’Ivoire abgegeben. Nach dem Bericht bietet Adenuga US-$ 600 Millionen für das Unternehmen, das in der Vergangenheit häufiger in Zahlungsproblemen steckte. Durch diesen Kauf würde Adenuga sein Mobilfunkimperium stärker nach Westafrika aus-dehnen. Comium habe momentan 900.000 Abonnenten und könne nach Experteneinschätzung mit einer besseren Kapitalausstattung durch Adenuga erhebliche schneller wachsen. Comium gehöre zur Comium Gruppe, das der libanesischen Milliardär Nizar Dalloul besitze. Es wurde bekannt, dass Comium in Côte d’Ivoire US-$ 25 Mio. Schulden hat und ein Insolvenzverfahren bevorstand.



Ghana 19.06.2015

Verkehr/Schifffahrt: APM Terminals und Bolloré Afrika wollen US-$ 1,5 Mrd. in Tema investieren

APM Terminals und Bolloré Afrika Logistics wollen US-$ 1,5 Mrd. in den Hafen von Tema investieren, berichtet die Zeitschrift Jeunes Afrique. Meridian Port Services (MPS) will nach diesem Bericht ebenfalls US-$ 1,5 Mrd. in den Ausbau des Hafens investieren. Tema ist mit 70 Prozent Anteil der wichtigste Seehafen Ghanas und verzeichnete 2014 800.000 Container. Mit dem Ausbau des Hafens sei ab 2016 zu rechnen, während Bolloré und APM bereits im Juni mit konkreten Arbeiten begonnen hätten. Zudem Projekt gehöre auch der Bau einer sechsspurigen Strasse von Tema nach Accra, um den Abtransport der Güter zu beschleunigen.


Ghana 17.06.2015

Finanzen/Infrastruktur/Politik: Ghana benötigt US-$ 15 Mrd. Um seine Infrastrukturlücke zu schliessen

Ghana benötigt US-$ 15 Mrd. um seine Infrastrukturlücke zu schliessen, erklärte der Vizepräsident Kwesi Amissah-Arthur im Juni. Jährlich müsse Ghana US-$ 1,5 Mrd. in seine Infrastruktur investieren, erklärte der Politiker auf einer Tagung, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist eine gewaltige Herausforderung, weil der öffentliche Sektor gar nicht in der Lage ist, eine solche Summe zu generieren und diese Lücke zu schliessen, deswegen brauchen wir die Hilfe des privaten Sektors, daher betonen wir die Bedeutung von Private-Public-Partnerships (PPP - öffentlich-private Partnerschaft)", sagte Amissah-Arthur.



Kap Verde 02.06.2015

Politik/Fischerei: Greenpeace bezichtigt staatliches chinesisches Fischereiunternehmen der illegalen Fischerei

Das Staatsunternehmen China National Fisheries Corporation (CNFC) wird von der Umweltschutzorganisation Greenpeace der illegalen Fischerei vor den Küsten Westafrikas bezichtigt. Wie die Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP) berichtete, habe Greenpeace 114 Fälle registriert, in denen chinesische Schiffe illegal gefischt hätten. In 60 der Fälle seien Schiffe der staatlichen CNFC beteiligt gewesen. Nach Angaben der Umweltorganisation hätten die chinesischen Schiffe falsche Angaben über ihre Position oder ihre Fangmenge gemacht. Dabei hätten die chinesischen Fischereinunternehmen versucht, Gebühren zu umgehen und sich Zugang zu geschützten Fischereigebieten erschlichen. Die Schiffe würden ihre Position falsch angeben, so habe das Greenpeace Schiff Esperanza Schiffe identifizieren können, die nach ihren Koordinaten vor Mexiko hätten sein sollen, tatsächlich jedoch in Westafrika gefischt hätten. Bei 16 illegalen Fischereizügen in den Gewässern Guineas habe die Umweltorganisation 11 Mal Boote unter chinesischer Flagge ausmachen können. Obgleich China Afrika seine Freundschaft anbiete, würden chinesische Fischereiunternehmen die schwache Ausstattung der westafrikanischen Küstenwachen nutzen, um dort illegal zu fischen, hiess es weiter in dem Bericht.


Kap Verde 07.03.2015

Tourismus: Touristenzahl geht leicht zurück

Die Anzahl der Touristen ist 2014 in Kap Verde um 2,3 Prozent auf 540.000 Touristen zurückgegangen. Nach Angaben des nationalen Statistikamts kamen die meisten Touristen (18 Prozent) aus Grossbritannien. Sie verbrachten durchschnittlich 8,6 Tage auf den Inseln. Die deutschen Touristen bildeten mit einem Anteil von 12,8 Prozent die zweitgrösste Gruppe vor den Franzosen (11,5 Prozent) und den Portugiesen (11,1 Prozent). Die Insel mit den meisten Touristen ist Sal (41,5 Prozent) vor Boa Vista (32,9 Prozent) und Santiago (13,2 Prozent).



Liberia 04.06.2015

Bergbau: Erstmals Gold in der New Liberty Mine durch Aureus Mining gefördert

Die in Kanada an der Börse gehandelte Aureus Mining Minengesellschaft hat erstmals Gold in ihrer liberischen Aureus Mine gefördert, berichtet Reuters Anfang Juni. Die im Nordwesten gelegene Miene New Liberty solle acht Jahre Erträge von 119.000 Unzen Gold pro Jahr erbringen. Ab dem dritten Quartal rechnet die Minengesellschaft mit der vollen Auslastung der Miene. Aureus halte gegenwärtig drei Rechte in Liberia und eine für Kamerun. Das Projekt sei unter grossen Schwierigkeiten zustande gekommen, da Liberia stark von der Ebola-Epedemie betroffen gewesen sei, jedoch hätten die Vereinten Nationen das Land im letzten Monat für ebolafrei erklärt.



Mauretanien 03.04.2015

Energie: Mauretanien verkauft Mali Strom

Nach Angaben von Agence France Press (AFP) hat Mauretanien Anfang März eine Vereinbarung mit Mali über die Lieferung von Strom in Nouakchott erzielt. Ab 2015 sollen in einem Gaskraftwerk zunächst 180 Megawatt, später dann 320 Megawatt produziert werden. Mauretanien hat bereits mit dem Senegal eine ähnliche Vereinbarung unterzeichnet.



Nigeria 19.06.2015

Energie: Dangote will Lagos mit Strom versorgen

Der nigerianische Unternehmer und Milliardär Aliko Dangote hat in einem Gespräch mit dem Gouverneur von Lagos, Akinwunmi Ambode, den Bau einer Pipeline von Bonny (River State) nach Lagos angekündigt. Nach Abschluss des Baus der Pipeline solle Lagos über eine dauerhafte Stromversorgung verfügen, kündigte Dangote an.


Nigeria 22.05.2015

Finanzen/Volkswirtschaft: Währungsreserven Nigerias steigen um 1,05 Prozent im Mai an

Nachdem Nigeria mehrere Monate eine Abnahme seiner Währungsreserven zu verzeichnen hatte, stiegen diese im Mai um 1,05 Prozent erstmals wieder an, wie Reuters berichtete. Der Bestand erhöhte sich nach Angaben der Zentralbank auf US-$ 29,80 Mrd. am 15. Mai von US-$ 29,49 Mrd. einen Monat zuvor. Gleichzeitig habe allerdings der nigerianische Naira 7,5 Prozent seines Werts verloren. Hierfür werde der internationale Öl-Preisverfall als Ursache angesehen. Im Einjahresvergleich seien die Reserven allerdings von US-$ 37,54 Mrd. auf 29,8 Mrd., um 20,6 Prozent, gefallen, heisst es weiter in der Meldung.


Nigeria 08.05.2015

Gesundheit: Weltbank bewilligt 500 Mio. US-Dollar für Gesundheit von Müttern und Kindern

Die Weltbank stellt der nigerianischen Regierung 500 Mio. US-Dollar für die Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern zur Verfügung. Die Gelder sollen die Initiative „Saving One Million Lives“ unterstützen, die vom nigerianischen Gesundheitsministerium im Oktober 2012 gestartet wurde. Die Gelder sollen unmittelbar an die Bundesregierung und einzelne Bundesstaaten fliessen. Derzeit sterben nach Angaben des Ministeriums rund 900.000 Mütter oder Kinder durch vermeidbare Gründe. Der Anteil Nigerias an den Todesfällen von Müttern in Folge einer Geburt liegt bei 14 Prozent. Lediglich das deutlich bevölkerungsreichere Indien hat mit 17 Prozent einen noch höheren Anteil. Auch bei der Sterblichkeit von Kindern vor ihrem fünften Lebensjahr liegt Nigeria mit einem Anteil von 13 Prozent auf Platz zwei.





Quelle: Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V








Wirtschaftsticker 2015


27.11.2015

Illegaler Holzhandel: 240 Festnahmen in Westafrika und Amerika

Im Kampf gegen illegalen Holzhandel hat die Polizei in mehreren Ländern Westafrikas sowie Zentral- und Südamerikas 240 Menschen festgenommen. Insgesamt seien seit Ende vergangenen Jahres Waren im Wert von 260 Millionen Dollar (245 Millionen Euro) beschlagnahmt worden, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol mit Sitz in Lyon mit. Die Ermittlungserfolge zeigten, dass bessere Grenzkontrollen in diesem Bereich notwendig seien.

Zwischen Juli und September griff die Polizei demnach in insgesamt neun afrikanischen Ländern zu, darunter Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Senegal und Togo. Dabei fanden die Ermittler illegal geschlagenes Rosenholz und anderes Material mit einem Schwarzmarktwert von 216 Millionen Dollar. Das äusserst kostbare Rosenholz war dabei offenbar vor allem für Märkte in Asien bestimmt. 44 an dem illegalen Holzhandel Beteiligte wurden festgenommen. Bei den Polizeiaktionen legten die Ermittler ausserdem Verbindungen zwischen dem Holzhandel und anderen kriminellen Aktivitäten wie Waffenhandel und Korruption bei Urkundenfälschung offen.


03.09.2015

Yingli Solar und Namene wollen gemeinsam Photovoltaik-Projekte in Westafrika entwickeln

Die Yingli Green Energy Holding Company Limited (Yingli Solar”, Baoding, China) berichtete, dass ihr Tochterunternehmen Yingli Green Energy Europe GmbH mit dem auf Westafrika spezialisierten Erneuerbare-Energien-Unter-nehmen Namene Energy International Limited (Victoria, Seychellen) das Gemeinschafts-Unternehmen Yingli Namene West Africa Limited gegründet habe.

Ziel ist die Entwicklung von Photovoltaik-Projekten mit insgesamt 100 Megawatt und gewerblichen Dachanlagen mit bis zu 50 MW in Ghana und den benachbarten Staaten in den kommenden Jahren. Dabei soll Yingli Europe der bevorzugte Solarmodul-Lieferant sein.

Yingli Europe und Namene halten je 50 % des Joint Ventures. Alle Genehmigungsverfahren während der Projektentwicklung werden von den beiden Gesellschaftern selbst finanziert. Yingli Namene West Africa Limited hat seinen Sitz in Accra, Ghana. Erste Grossprojekte sind bereits in der Entwicklung. Der Bau soll 2017 beginnen, berichten die Partner.


02.09.2015

China fischt mit riesiger Flotte vor der Küste Westafrikas

Chinesische Boote fischen nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace in geschützten Gewässern vor der Küste Westafrikas. Eine zweijährige Untersuchung der Umweltorganisation hatte im Frühjahr 2015 ergeben, dass mindestens 74 Schiffe von vier grossen chinesischen Fischfangunternehmen beteiligt waren. Die chinesischen Schiffe nutzen die schwache Aufsicht durch afrikanische und chinesische Behörden aus. Das schädige örtliche Fischer und die Umwelt.  Am meisten waren es zerstörerische Schleppnetzfischer. Dabei werden Netze über den Meeresboden geschleift, die dabei ganze Ökosysteme wie Korallenriffe zerstören können. In den vergangenen 15 Jahren hat Greenpeace bereits illegale und schädliche Fischereipraktiken europäischer, koreanischer und russischer Schiffe vor der westafrikanischen Küste aufgedeckt. Die China National Fisheries Corporation war laut Greenpeace in jedem dritten Fall von Piratenfischerei vor der Küste Westafrikas beteiligt.

Die Bohai Bucht im Gelben Meer zwischen Korea und China hat im chinesischen Volksmund einen tragischen Namen: "Leeres Meer". Durch Überfischung sind die Fischereigründe in der Bucht und im gesamten Gelben Meer kollabiert. Die chinesische Flotte fischt nun in ausländischen Gewässern, vor allem auch vor Westafrika. Dieser Fisch wird zum Teil zu Fischmehl für die chinesischen Aquakulturen verarbeitet.

Auf See ist China mittlerweile sogar Nummer eins der Volkswirtschaften. Das Land betreibt mit Abstand die grösste Flotte der Welt. Allein zwischen 2011 und 2013 wuchs sie nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace um mehr als zwölf Prozent pro Jahr. Abseits der chinesischen Heimat fischen mindestens 2.100 Hochseeschiffe. Die Schiffe sind teilweise wie schwimmenden Fabriken, auf denen der Fisch gleich filetiert und tiefgefroren wird.


Liberia 23.07.2015

Palmölkonzerne gegen Bevölkerung

Liberia erholt sich nur langsam vom Ebola-Ausbruch, der im vergangenen Jahr das öffentliche Leben in dem westafrikanischen Staat fast völlig zum Erliegen gebracht hat. Nun kehren Hilfsorganisationen in die Dörfer zurück und decken die Machenschaften internationaler Grosskonzerne auf, die die Krise für sich zu nutzen wussten.

Palmöl ist heute ein Milliardengeschäft. Durch Raubbau und Missmanagement war die Palmölproduktion in den Hauptproduktionsländern Malaysia und Indonesien in den letzten Jahren rückläufig. Internationale Palmölkonzerne wie Golden Veroleum (GVL), eine Tochter des singapurischen Unternehmens Golden Agri Resources, haben nun Liberia als neuen Hoffnungsmarkt für sich entdeckt.

Vor fünf Jahren unterzeichnete die Regierung in Monrovia mit GVL ein Abkommen über 220.000 Hektar Land, jedoch unter der Voraussetzung, dass die örtlichen Dorfbewohner dem Anbau von Ölpalmen zustimmen. Doch diese wehrten sich oft vehement gegen die Rodung ihrer Wälder und die Enteignung der Felder, die oft die Lebensgrundlage der Menschen bildeten. Immer häufiger kam es zu Protesten und Übergriffe auf Produktionsstätten von GVL.

Nach dem Ausbruch von Ebola Anfang 2014 mussten viele Hilfsorganisationen das Land verlassen, und die Wirtschaft drohte völlig zusammenzubrechen. In dieser chaotischen Zeit verdoppelte GVL laut der Antikorruptions-organisation Global Witness die Anzahl ihrer Plantagen.

Zwischen April und Dezember wurden laut Global Witness 5.358 Hektar Land von Golden Veroleum für die Palmölproduktion gerodet - doppelt so viel wie in den gesamten drei Jahren davor. Trotz Versammlungsverbots wurden Treffen mit Hunderten Dorfbewohnern organisiert, um sie zum Unterzeichnen von Verträgen zu überreden. Die meisten können weder lesen noch schreiben und Hilfsorganisationen, die ihnen zuvor bei Verträgen beratend zur Seite gestanden waren, mussten das Land aus Angst vor der Seuche verlassen.

Vollständiger Bericht: news ORF.at



21.07.2015

Hapag-Lloyd verbessert Service-Angebot zwischen Westafrika und Nordeuropa

Ab August bietet Hapag-Lloyd seinen Kunden einen deutlich verbesserten Service zwischen Westafrika und Nordeuropa. Der neue West Africa Express Service (WAX) zeichnet sich durch schnelle Transitzeiten aus, zum Beispiel von Antwerpen nach Dakar innerhalb von nur 13 Tagen oder von Abidjan nach Antwerpen in nur 11 Tagen.

Der verbesserte Dienst ist der einzige direkte Vollcontainerservice zwischen Hamburg und den Nachbarländern nach Westafrika. Zudem wird Hapag-Lloyd den neuen Dienst eigenständig durchführen. Das ermöglicht eine zuverlässige Anbindung bedeutender Umschlaghäfen an das globale Servicenetzwerk von Hapag-Lloyd. Die künftige Hafenfolge des WAX lautet: Antwerpen – Hamburg – Algeciras – Dakar – Tema –  Abidjan –  Antwerpen.

"In den vergangenen Jahren sind wir auf den Strecken von und nach Westafrika, dank steigender Im- und Exportmengen und zunehmender Investitionen in diesen Markt, kontinuierlich gewachsen. Zudem verzeichnen wir eine erhöhte Nachfrage nach westafrikanischen Produkten in wichtigen Märkten. Wir sind überzeugt davon, dass Hapag-Lloyd seinen Kunden mit diesem neuen Dienst ein ausgezeichnetes und wettbewerbsfähiges Produkt anbietet", sagt Michael Pradel, Managing Director Region Europe bei Hapag-Lloyd.

Die erste Abfahrt des neuen Dienstes findet am 10. August von Antwerpen statt, gefolgt von Hamburg  am 12. August.

Quelle: HapagLloyd


16.07.2015

Misereor warnt vor Export von billigen Milchpulver nach  Westafrika

Immer mehr Milchbauern könnten in Existenznöte geraten. Viele von ihnen würden dann versuchen über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten.

Durch die Konkurrenz westlicher Lebensmittel-konzerne geraten nach Erkenntnissen des katholischen Hilfswerks Misereor immer mehr Milchbauern im westlichen Afrika in Existenznöte. Wilhelm Thees, Agrarexperte bei dem Aachener Werk für Entwicklungszusammenarbeit, nannte am Mittwoch als Beispiele hierfür die Geschäftspraktiken der Molkereiunternehmen Danone (Frankreich) und Arla Foods (Dänemark) in Burkina Faso. Während Danone dort vor zwei Jahren eine regionale Unternehmensgruppe des Milch- und Saftsektors aufgekauft habe, sondiere Arla derzeit den Markt bezüglich künftiger Aktivitäten.

Wie René Millogo von der Misereor-Partnerorganisation PASMEP (Plate-forme d'Actions à la Sécurisations des Ménages Pastoraux) anlässlich eines Besuchs bei Misereor in Aachen berichtete, besteht das grösste Problem darin, dass die europäischen Firmen insbesondere Milchpulver in Burkina Faso zu einem weit niedrigeren Preis vertreiben können, als es heimischen Erzeugern möglich ist, ihre Milch zu produzieren. PASMEP unterstützt nomadisch lebende Viehhirten, sogenannte Pastoralisten. Insbesondere deren Frauen seien auf den Verkauf der Milch als Einnahmequelle angewiesen.

In Burkina Faso lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung von der Tierhaltung. Zunehmende Konflikte um das von den Viehhirten genutzte Land, wachsende Probleme mit durch den Klimawandel verschärfter Trockenheit sowie eine weitere Landflucht und Urbanisierung machten die Gesamtsituation besonders schwierig, sagte Thees. "Der Verband der Kleinmolkereien in Burkina Faso betrachtet den Wegfall der Milchquote und den damit einhergehenden Preisverfall am europäischen Milchmarkt mit Sorge."

Misereor schliesst sich den Forderungen der Pastoralistenverbände an, die dafür eintreten, dass in Burkina Faso, aber auch in anderen westafrikanischen Staaten der Milchsektor nicht nur besser geschützt, sondern auch bei der Förderung gleichbehandelt wird. Die Verbände zeigen sich überzeugt, dass sie den Markt mit Milch in guter Qualität und zu akzeptablen Preisen versorgen könnten. Sie fordern die Regierung auf, 25 Prozent der Gelder, die heute für den Import von Milchprodukten ausgegeben werden, in die Förderung der heimischen Milchwirtschaft zu investieren.


Côte d'Ivoire 23.04.2015

China schenkt Côte d'Ivoire Stadion für 60.000 Zuschauer

China schenkt der Côte d'Ivoire  zum Afrika-Cup im Jahr 2021 ein nagelneues Stadion mit 60.000 Sitzplätzen. Das Stadion, geeignet für Sportveranstaltungen auf hohem Niveau, für Fussball- und Rugbyspiele, werde ab Januar 2016 im Norden der Metropole Abidjan gebaut, erklärte die ivorische Regierung. Es sei ein Geschenk der Volksrepublik China, die Côte d'Ivoire  stelle nur das Grundstück, erläuterte das Sportministerium am Donnerstag. Das Land richtet den Afrika-Cup 2021 aus.

Chinesische Unternehmen sind in der Côte d'Ivoire zunehmend präsent. Sie bauen derzeit etwa den grössten Staudamm des Landes in Soubre im Süden und eine Autobahn von Abidjan bis an die Grenze zu Ghana.


Senegal 20.04.2015

Senegal Airlines wird verstaatlicht

Senegal Airlines soll verstaatlicht werden, zudem hat eine arabische Fluglinie Interesse an einer Beteiligung angemeldet. Grund ist eine mögliche bevorstehende Pleite.

Nach der Verstaatlichung werde ein Minderheitsanteil von 49 Prozent verkauft, die Regierung werde gemeinsam mit einigen privaten senegalesischen Investoren die restlichen 51 Prozent halten, erklärte Amadou Hott, Chef des staatlichen Fonds. Derzeit hält der Staat nur 35 Prozent der Airline, meldet Bloomberg. Der Rest gehört privaten Investoren. Die Regierung in Dakar hatte ein Jahr nach einem Rettungsplan für die schwächelnde Airline gesucht. Präsident Macky Sall hatte erklärt, dass die Fluglinie neue Jets und neue Manager brauche, um wieder profitabel zu werden.

Offenbar hat eine Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Interesse, sich an der afrikanischen Fluglinie zu beteiligen, erklärte Hott weiter. Namen nannte er allerdings nicht. Man werde sich auf jeden Fall von einem Teil der Mitarbeiter trennen müssen, um Kosten zu sparen. Senegal Airlines ist der Nachfolger von Air Senegal, die 2009 pleite ging. Die Airline besitzt einen Airbus A320 mit 136 Sitzen in Business- und Economy-Class und eine Bombardier Dash 8. Senegal Airlines fliegt damit 13 Ziele in Westafrika an.