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Wirtschaft    Wirtschaftsnews 2016

Wirtschaftsnews Westafrika 2016


Côte d’Ivoire 28.01.2016

Telekommunikation: Maroc Telecom gewinnt Lizenz für Côte d’Ivoire

Die Gesellschaft Maroc Telecom hat eine Telekomlizenz für Côte d’Ivoire gewonnen und zunächst eine Installationsgebühr von US-$ 82,54 Mrd. bezahlt, wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt. Die Nachricht sei nach einem Treffen des Präsidenten Alassane Ouattara mit dem Geschäftsführer der Firma, Abdeslam Ahizoune, in Abidjan vermeldet worden. Durch die Lizenz könne Maroc Telecom nun in 3G und 4G-Technologie in dem westafrikanischen Land investieren. Die Telekommunikationsmarkt Côte d’Ivoires verfüge über 22 Mio. Kunden und sei gegenwärtig von Orange aus Frankreich und MTN aus Südafrika dominiert.


Côte d’Ivoire 11.03.2016

Côte d’Ivoire baut Öko-Tourismus aus

Die Regierung der Côte d’Ivoire will den Tourismus im Land massiv vorantreiben und setzt in diesem Bereich vor allem auf ökologische Aspekte. Ein entsprechendes Programm stellte Tourismusminister Roger Kacou am gestrigen Donnerstag im Rahmen eines Wirtschaftsgespräches beim Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft vor. Mit dem höchsten Biodiversitätsgrad Westafrikas bietet die Côte d’Ivoire ideale Bedingungen für den Ausbau von Öko-Tourismus.

Im Fokus der aktuellen Pläne steht der Ausbau der acht Nationalparks des westafrikanischen Landes. So sucht das Ecolodge Project im Nationalpark Comoé momentan nach Investoren für ein Hoteldorf mit 25 Bungalows. Comoé liegt im Nordosten des Landes und beherbergt bereits eine deutsche wissenschaftliche Forschungsstation. Zudem zeichnet sich Comoé durch eine besonders hohe Biodiversitätsrate aus. Eine Flugverbindung zwischen der Hauptstadt Abidjan und dem Nationalpark existiert bereits. Nach Fertigstellung der Hotel-Anlage könnten auch Shuttle-Busse zwischen Abidjan und Comoé eingerichtet werden.

Auch über den Tourismus hinaus bietet die Côte d’Ivoire eine Vielzahl an Investitionsmöglichkeiten und Chancen für deutsche Unternehmen. Die wirtschaftsfreundliche Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, in vielen Bereichen die aktuelle Dominanz vor allem französischer Unternehmen zu durchbrechen. Zudem hat das Land ein stabil hohes Wachstum von fast zehn Prozent und ihm werden sehr gute Perspektiven gegeben. Ausschreibungen und Kooperationsmöglichkeiten im Tourismussektor, vor allem im Kontext der Nationalparks, werden auf www.oipr.ci veröffentlicht.


Côte d’Ivoire 04.04.2016

Kirène baut Mineralwasserfabrik

Der senegalesische Getränkehersteller Kirène will eine Getränkefabrik aufbauen, berichtet Germany Trade and Invest (GTAI) im März. Erstmals investiere die senegalesische Groupe Kirène in Côte d'Ivoire. Etwa 60 Kilometer von Abidjan entfernt in der Industriezone Bonoua wolle der Getränkehersteller eine Wasser- und Saftfabrik für €23 Mio. errichten. Das Projekt werde realisiert mit Unterstützung der International Finance Corporation (IFC). In Senegal dominiere Kirène den Mineralwassermarkt und stellt auch Limonaden unter dem Namen "Minute Maid" und die Milchsorte "Candia" her. Der Markt für Mineralwasser wächst nach dem Bericht von GTAI in Westafrika überdurchschnittlich stark. In Côte d'Ivoire dominierten lange Zeit importierte französische Mineralwasser wie Evian. Durch die Einführung von PET-Flaschen sei jedoch auch die Produktion vor Ort eine kostengünstige Alternative geworden. Zu den lokalen Produkten zählten Céleste (produziert von Ciprem-Ci seit 2005), Olgane (Continental Beverage Company seit 2006) und Awa (Solibra seit 1994).


Côte d’Ivoire 18.07.2016

Bis zum 30. Juni sind 1.394.982 Tonnen Kakao in den Häfen gelagert

Bis zum Stichtag 30. Juni sind nach einem Reuters-Bericht 1.394.982 Tonnen Kakao in den Häfen gelagert und dies liegt unter dem Vorjahreswert von 1.548.523 Tonnen, berichtet Reuters im Juli. Exporteure hätten die Menge kürzlich auf 1.412.000 Tonnen geschätzt. Die jetzt unterhalb liegende Zahl gehe auf die Daten des Kaffee- und Kakaorat (frz. Conseil Café Cacao) zurück.


Côte d’Ivoire 29.08.2016

Leichte Regenfälle stimmen Bauern grösstenteils optimistisch

Leichte Regenfälle in der Hauptanbauregion des weltgrössten Kakao-Produzenten Côte d'Ivoire haben Farmer zu Optimismus stimuliert, in anderen Teilen herrscht Angst, dass die Pflanzen von Parasiten befallen werden könnten, berichtet Reuters im August. Die Bauern sagten, dass der leichte Regenfall das Wachstum der Bohnen beflügele. Andere Bauern bemängelten, dass es nicht genug Sonnenschein gebe, dies steigere die Gefahr von Parasitenbefall.



Ghana 03.03.2016

Kakao-Board bestreitet Import von Kakao in der 2014/15-Saison

Das ghanaische Kakao-Board hat die Einfuhr von Kakao aus dem benachbarten Côte d’Ivoire in der 2014/15-Saison bestritten, berichtet die Webseite GhanaWeb unter Berufung auf Ghana COCOBOD. Demnach habe die Firma Barry Callebaut lediglich die Menge von 15.000 Bohnen aus Côte d’Ivoire eingeführt. Diese Bohnen habe man gekauft, weil es kleinere Bohnen und von niedriger Qualität seien. Dies hätte hinter dem Import gestanden, während man alle grösseren Bohnen von besserer Qualität aus einheimischer Produktion exportiert habe. In Ghana seien nur ungefähr 10 bis 15 Prozent der Ernte kleine Bohnen und 90 bis 85 Prozent seien qualitativ hochwertige Bohnen, die auf den internationalen Märkten verkauft würden. COCOBOD wollte Gerüchte entgegen treten, dass Ghana eine zu geringe Ernte an Kakao habe und das Defizit durch Importe aus Côte d’Ivoire ausgeglichen werde. Bei dem Import habe es sich nur um einen Import für das Segment des Marktes für kostengünstigen Kakao gehandelt.



Guinea 08.02.2016

Deutschland unterstützt Wiederaufbau nach Ebola

Deutschland unterstützt Westafrika beim Wiederaufbau nach der Ebola-Epidemie. Die Stärkung der Gesundheitssysteme und die wirtschaftliche und soziale Erholung in der von Ebola betroffenen Region waren Themen der Reise von Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, nach Guinea und Sierra Leone.

„Die Erfolge in der Bekämpfung der Ebola-Epidemie müssen jetzt genutzt werden, um die Gesundheitssysteme nachhaltig zu stabilisieren. Dazu sind genug Gesundheitsstationen und ausgebildete Fachkräfte notwendig. Deswegen unterstützen wir unter anderem Guinea und Sierra Leone mit dem Sonderprogramm Gesundheit in Afrika. Damit werden Gesundheitszentren ausgerüstet, Personal ausgebildet und der Zugang zur medizinischen Versorgung verbessert", sagte Silberhorn während der Reise. Das Programm hat einen Umfang von 205 Millionen Euro für den Zeitraum von zwei Jahren. Der regionale Schwerpunkt liegt auf den westafrikanischen Ländern, die von Ebola direkt betroffen sind, ihren Nachbarländern sowie Ländern mit sehr schwach ausgeprägten Gesundheitssystemen. Die Projekte in Guinea haben einen Umfang von 47 Millionen Euro für den Zeitraum von zwei Jahren. 32 Millionen Euro gehen in die Stärkung des Gesundheitssystems, 15 Millionen Euro unterstützen Grundbildung.

In Sierra Leone werden Projekte mit einem Umfang von rund 60 Millionen Euro in den Jahren 2015 und 2016 unterstützt. Rund die Hälfte der Mittel ist für die Stärkung des Gesundheitsbereichs vorgesehen. Etwa 30 Millionen Euro werden Vorhaben der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und Jugendbeschäftigung fördern.

Neben dem Staatspräsidenten von Guinea, Alpha Condé, und dem Aussenminister von Sierra Leone, Samura Kamara, traf Staatssekretär Silberhorn mit weiteren Ministern und Vertretern internationaler Organisationen zusammen, um den Wiederaufbau nach der Ebola-Epidemie zu koordinieren.



Liberia 23.07.2016

Liberia ist offiziell als 163. Mitglied in die WTO aufgenommen

Liberia ist als 163. Mitglied in die Welthandelsorganisation (engl. WTO) aufgenommen worden, informiert die WTO auf ihrer Webseite. 2015 hatte die WTO Kasachstan aufgenommen. Die WTO-Mitglieder kommen auf mehr als 90 Prozent des Welthandelsvolumens. Algerien ist gegenwärtig nicht WTO-Mitglied und verhandelt seit langer Zeit mit der Organisation. Für Liberia ist die Mitgliedschaft ein internationaler Erfolg.


Liberia 16.08.2016

Kanadische Firm bohrt wieder nach Öl

Die Kanadische Firma Canadian Overseas Petroleum hat bekannt gegeben, dass sie wieder in Liberia in Mesurado-1 nach Öl suchen wird, wie Agence Press Africaine (APA) im August informiert. Demnach werde die kanadische Firma Ende 2016 oder Anfang 2017 mit den Bohrungen wieder beginnen. ExxonMobil und andere Öl-Gesellschaften hatten ihre Aktivitäten in dem westafrikanischen Land eingestellt, nachdem die Ebola-Epedemie ausgebrochen war.



Niger 04.04.2016

Bevölkerung wächst jährlich um 3,9 Prozent

"Wer viele Kinder hat, hat viele arme Menschen, wird gerne im westafrikanischen Niger gesagt", schreibt der Standard aus Wien. Arme würden dort aber bedeuten: „Viele Arbeitskräfte, die auf den Feldern mithelfen, auf jüngere Geschwister aufpassen oder am Strassenrand Telefonkarten, abgepacktes Trinkwasser oder Datteln verkaufen.“ Es sei ein Grund, weshalb der Sahel-Staat Spitzenreiter in Sachen Geburtenrate sei. Jede Frau bringe im Schnitt 7,6 Kinder auf die Welt. In Städten wie Niamey, Zinder und Maradi liege diese zwar etwas niedriger. Auf dem Land, wo 80 Prozent der Bevölkerung lebten, könnten es aber auch acht bis neun Kinder sein. "2012 gab es einen Zensus, der festgestellt hat: Das Land wächst jährlich um 3,9 Prozent und gehört damit zu jenen, die weltweit am stärksten wachsen. Gleichzeitig ist es Schlusslicht im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen", fasst Hassane Boukar die Entwicklung zusammen. Er ist Mitglied im Journalistennetzwerk Alternative Espaces Citoyens und versuche so nüchtern wie möglich zu klingen. Dabei würden die Zahlen jede Menge Sprengstoff bergen. Denn ausser der Bevölkerung wachse so gut wie nichts in dem Land, in dem noch vor 49 Jahren 3,5 Millionen Menschen lebten. Heute sind es zwischen 18 und 20 Mio.



Nigeria 02.08.2016

Nigeria im Jahr 2025 unter den 25 grössten Volkswirtschaften

Nigeria wird nach einer Studie von BMI Research im Jahr 2025 auf Platz 21 der grössten Volkswirtschaften der Welt liegen. Das BIP soll dann doppelt so gross wie das der Republik Südafrika sein. Derzeit ist Nigeria auf Platz 32 der weltweit größten Volkswirtschaften. Südafrika wird aber auch 2025 ein höheres Pro-Kopf-Einkommen (aktuelle 5.164 US-Dollar pro Kopf) als Nigeria (aktuell 1.865 US-Dollar) haben. In diesem Jahre werden jedoch sowohl die Volkswirtschaft Nigeria (BMI-Prognose: -0,8 Prozent) als auch die Südafrikas (-0,5 Prozent) einen Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung verzeichnen.


Nigeria 29.08.2016

FAO-Programm braucht weitere Gelder

Nach der ersten humanitären Hilfe im Nordosten Nigerias braucht die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) dringend weitere finanzielle Mittel, um die dortige Landwirtschaft wiederzubeleben, berichtet die Webseite Topagrar.com im August. Wie die FAO mitteilte, will sie Saatgut und Düngemittel bereitstellen sowie Bewässerungsanlagen für die kommende Trockenzeit aufbauen. Dafür würden bis zu 10 Mio. US-$ (€9 Mio.) benötigt. Die Landwirtschaftspakete enthalten den Angaben zufolge regional angepasste Sorten von Hirse, Sorghum und von Hülsenfrüchten. In den letzten drei bis vier Jahren sei der Ackerbau, die handwerkliche Fischerei und die Aquakultur sowie Tierproduktion wegen des Konfliktes um die Terrorgruppe Boko Haram nicht möglich gewesen, sagte der stellvertretende FAO-Generaldirektor Bukar Tijani. Der Zustrom der Flüchtenden habe die ohnehin prekäre Ernährungssituation in der Region noch verschärft. Die Wiederaufnahme der landwirtschaftlichen Tätigkeiten in diesen Bereichen habe grösste Priorität. Insgesamt geht es laut FAO um die Versorgung von bis zu 385 000 Menschen. Die UN-Organisation beklagt, dass ihre Hilfsaktionen in Nigeria durch die fehlenden Mittel stark eingeschränkt seien. Bis heute habe sie nur 4,9 Mio. US-$ (€4,4 Mio.) erhalten, von denen fast 20 Prozent vom eigenen Sonderfonds für Not- und Rehabilitationsmassnahmen gekommen seien. Das FAO-Programm im Nordosten von Nigeria werde von Japan, Belgien, der Europäischen Kommission und dem Katastrophenhilfefonds der Vereinten Nationen (CERF) gefördert. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission €9 Mio. an humanitärer Soforthilfe für Nigeria angekündigt.


Nigeria 04.09.2016

Regierung will sich Geld im Ausland leihen

Die nigerianische Regierung hat einem Plan zugestimmt, in den nächsten drei Jahren mehr aus dem Ausland zu leihen, berichtet Reuters im September. Bereits dieses Jahr gebe die Regierung 30 Mrd. US-$ aus, um die Wirtschaft zu stimulieren. Die Finanzministerin Kemi Adeosun erklärte, dass wenn Nigeria weiterhin wirtschaftlich vom Ölpreis abhängig bleibe und dieser unter 50 US-$ pro Barrel liegen werde, die nigerianische Wirtschaft nicht wachsen könne. Daher verhandele die Regierung bereits mit der Weltbank, der chinesischen Eximbank, der Entwicklungsbank Japans und der afrikanischen Entwicklungsbank (African Development Bank – ADB). Geplant sei eine Schuldenaufnahme von 10 Mrd. US-$ auf den Finanzmärkten. Der mittelfristige Schuldenplan für 2016 bis 2020 werde dem Parlament zur Beratung in Kürze vorgelegt.


Nigeria 04.10.2016

Nigeria gibt 2,4 Mrd. US-$ für die Belebung der Wirtschaft aus

Nigeria hat 2,4 Mrd. US-$ für die Belebung der Wirtschaft in diesem Jahr ausgegeben, wie Präsident Muhammadu Buhari nach einer Reuters-Meldung von Anfang Oktober erklärt hat. "Ich glaube, dass dieser Abschwung nicht lange dauern wird", erklärte Buhari anlässlich des nigerianischen Unabhängigkeitstages. Ferner gehe Buhari davon aus, dass viele arbeitslose oder entlassene Arbeiter in den nächsten Monaten wieder eingestellt werden würden. Buhari sagte auch, dass die Ölproduktion kurzfristig von 2,2 Mio. Barrel pro Tag auf eine Mio. Barrel pro Tag gefallen ist. Die Regierung plane ferner die Reparatur von vier Raffinerien, da Nigeria bislang Benzin importieren müsse.



Senegal 03.02.2016

Investitionspotenzial im Senegal

Auch wenn es afrikanische Staaten mit deutlich höherem Wirtschaftswachstum gibt, sollten deutsche Unternehmen ihr Augenmerk verstärkt auf den Senegal richten. Darin waren sich die Teilnehmer des Wirtschaftsgespräches des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft mit Senegals Handelsminister Alioune Sarr einig. Bislang konzentrierten sich ausländische Investoren auf den Tourismus, die Landwirtschaft, den Bausektor, den Bergbau und den Telekommunikationsbereich. Deutsche Unternehmen könnten besonders im relativ neuen Öl- und Gassektor künftig eine wichtige Rolle spielen.

In jedem Fall lohnt es sich, die Investitionsmöglichkeiten und Kooperationen zu prüfen. Denn die senegalesische Wirtschaft ist fest in den regionalen westafrikanischen Wirtschaftsraum eingebunden, wie zum Beispiel durch ECOWAS, und erreicht hierdurch ein grosses Wachstums- und Investitionspotenzial. Im Jahr 2015 erreichte Senegal nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds ein Wachstum von 5 Prozent und in diesem Jahr wird es voraussichtlich sogar um knapp 6 Prozent zulegen. Außerdem bietet der Senegal ein stabiles politisches sowie gesellschaftliches Klima und gute Transportinfrastruktur durch einen ausgebauten Hafen mit vergleichsweise geringen Gebühren sowie Investitionen in den Ausbau des Strassen- und Schienennetzes.

Bislang sind deutsche Unternehmen im Senegal verhalten aktiv. Das hängt auch mit der fehlenden Aufmerksamkeit zusammen, die sich in Afrika meist nur auf die Länder mit Krisen richtet, die jedoch im Senegal Mangelware sind. Senegal erlebte in seiner über fünfzigjährigen Geschichte bisher keinen gewaltsamen Machtwechsel und gilt daher als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas.

Kooperationsmöglichkeiten zwischen deutschen und senegalesischen Unternehmen sahen Minister Sarr und MdB Charles Huber vor allem im Bereich der Klein- und Mittelständischen Unternehmen. Diese sind im Senegal zurzeit für knapp die Hälfte des nationalen Wirtschaftswachstums verantwortlich. Zahlreiche Unternehmen konnten im Anschluss an das Wirtschaftsgespräch Anfragen für relevante Kontakte im Senegal vereinbaren.





Quelle: Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V








Wirtschaftsticker 2016



28.12.2016

UAL fährt auch ab Hamburg nach Westafrika

Die Reederei United American Lines (UAL) bietet künftig regelmässige Abfahrten von Hamburg nach Westafrika. Das teilt D. Oltmann Logistik aus Bremen als Generalagent der Reederei für Deutschland jetzt mit. Der Service läuft zusätzlich zu den Abfahrten von Antwerpen und Aberdeen nach Westafrika.


12.2016

Fünf Westafrikanische Staaten reduzieren Schwefel-Höchstwert für Diesel.

In vielen afrikanischen Ländern sind die Standards für Treibstoffe wesentlich tiefer als etwa in Europa. Nun haben fünf Länder die Werte angepasst. Ölhändler mit Sitz in der Schweiz nutzen derzeit gemäss Public Eye die hohen erlaubten Schwellenwerte in Afrika aus und haben daraus ein lukratives Geschäft entwickelt. So sollen sie stark schwefelhaltigen Diesel verkaufen, der wesentlich zur Feinstaubbelastung beitrage. Public Eye geht im Bericht auf die Machenschaften von Vitol oder Trafigura ein. Die Ölhändler gehören zu den umsatzstärksten Schweizer Unternehmen.

Trafigura sorgte etwa vor rund zehn Jahren für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass das Unternehmen grosse Mengen an Giftmüll an der Côte d’Ivoire heimlich entsorgte. Trafigura wurde anschliessend von einem Gericht zu Zahlungen in Höhe von gut 150 Millionen Euro verurteilt.

An einem vom UNO-Umweltprogramm Unep einberufenen Treffen im nigerianischen Abjua haben die fünf westafrikanischen Staaten Nigeria, Benin, Togo, Côte d’Ivoire und Ghana entschieden, die Einfuhr von dreckigem Diesel zu verbieten. Sie reduzieren den zulässigen Höchstwert von Schwefel in dieser Treibstoffart auf 50 ppm (Teile von einer Million). In Europa gilt seit 2009 ein maximal erlaubter Wert von 10 ppm.

Grundlage für die geplante Gesetzesänderung ist ein Bericht der Schweizer Nichtregierungsorganisation Public Eye (ehemals Erklärung von Bern). Sie hatte kritisiert, dass europäische Rohstoffhändler die afrikanischen Märkte mit besonders billigem, aber sehr dreckigem Treibstoff versorgen würden, da die dort erlaubten Grenzwerte viel zu hoch sind. In Nigeria beispielsweise liegt der Wert derzeit bei 3000 ppm, in Togo gar bei 10'000 ppm.

Für die Bewohner der betroffen Metropolen hat der dreckige Treibstoff massive negative gesundheitliche Auswirkungen. Er soll verantwortlich für Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Asthma sein.


12.2016

POL-IZ: 161207.4 Brunsbüttel: Unerlaubte Entsorgung von Lebensmittelresten vor Westafrika

07.12.2016 – 12:30

Brunsbüttel (ots) - Bei einer so genannten MARPOL-Kontrolle haben Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel auf einem Schiff im Elbe-Hafen einige Verstösse festgestellt und den Ersten Offizier gebührenpflichtig verwarnt.

Bei der Sichtung der Papiere des MS "Jag Aabha", Flagge: Indien, entdeckten die Beamten Einträge, die auf insgesamt 18 unerlaubte Entsorgungen von Lebensmittelresten vor der Küste Westafrikas schliessen liessen. Das Schiff befand sich zum Zeitpunkt der Entsorgung nicht auf seinem Kurs, sondern lag vor Anker oder liess sich treiben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erhielt von dem Vorfall Kenntnis. Wegen weiterer Eintragungsmängel im Öltagebuch verwarnten die Polizisten den Chief Officer ausserdem mit 20 Euro.

Merle Neufeld


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Polizeidirektion Itzehoe

Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit

Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe

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Mobil: +49 (0) 171 290 11 07

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Original-Content von: Polizeidirektion Itzehoe


Lomé 10.2016

Kampf Westafrikas gegen die Piraterie

Kriminelle Organisationen haben es auf Schiffe vor Westafrikas Küsten abgesehen. Vor allem auf Tankschiffe mit Gas- und Ölvorräten an Bord. Ein internationaler Gipfel soll nun nach Lösungen für mehr Sicherheit auf See sorgen.

In kleinen Booten und Schnellbooten fahren die Piraten meist nachts oder in den frühen Morgenstunden auf das Meer hinaus. Dort attackieren und entern sie Tanker und Frachter vor der Küste. Zum teil sind die Piraten schwer bewaffnet. Bei den Anrainerstatten im Golf von Guinea wie Togo, Benin und Nigeria hat sich ein westafrikanisches Zentrum der Piraterie entwickelt. In den vergangenen elf Jahren registrierte das Londoner "International Maritime Bureau", eine Abteilung der Internationalen Handelskammer, mehr als 200 Überfälle durch Piraten im Golf von Guinea.

Ein Gipfel der Afrikanischen Union, der vom 10. bis 15. Oktober 2016 in Togos Hauptstadt Lomé stattfindet, soll mehr Sicherheit bringen. Dort soll auch über illegale Fischerei und Menschenhandel gesprochen werden. Illegale Fischerei und Überfischung durch internationale und nationale Fischerei-Unternehmen kosten im Golf von Guinea vielen Küstenbewohnern den Job. Für kriminelle Organisationen wie Waffen-, und Drogenhändler und Piraten ist es daher ein leichtes, die arbeitslosen, meist jungen Menschen anzuwerben.



Bern 09.2016

Minderwertige Treibstoffe in Westafrika

Dir Organisation Public Eye bezichtigt Rohstoffhändler in Europa und den USA, raffiniertes Benzin und Diesel mit minderwertigen Zusatzstoffen zu mischen und gewinnbringend nach Westafrika zu verkaufen.

Public Eye, hat in Bern den Bericht "Dirty Diesel" veröffentlicht. Darin wird unter anderem Rohstoffhändlern in Genf vorgeworfen, die laschen afrikanischen Standards auszunützen, um stark schwefelhaltige Treibstoffe, die in Europa längst nicht mehr zugelassen sind, an westafrikanische Staaten zu verkaufen. Die Treibstoffe sollen vor allem aus europäischen Raffinerien der Region Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen und den USA stammen. Nach dem normalen Verarbeitungsprozess, unter Berücksichtigung europäischer und amerikanischer Schadstoffvorschriften, sollen Benzin und Diesel für westafrikanische Abnehmer mit "Abfall- oder Zwischenprodukten" aus den Raffinerien und der chemischen Industrie auf sogenannte "African Quality" gestreckt werden.

Public Eye hat erklärt, dass das Vorgehen nicht unrechtmässig sei und die Rohstoffunternehmen sich keiner Gesetzesverletzung schuldig machten. Public Eye bezeichnet das Geschäftsmodell allerdings als gesundheitsgefährdend für die Bevölkerung in den betroffenen Ländern. Rohstoffhändler wie Trafigura und Vitol profitierten davon, dass in den westafrikanischen Staaten noch viel höhere Schadstoffwerte bei Treibstoffen toleriert würden als in den Industriestaaten. Während der Schwefelgehalt in Westeuropa auf 10 ppm (parts per million) und den USA 15 ppm beschränkt sei, liege dieser Wert in vielen westafrikanischen Staaten bei 2000 ppm. Bei der Herstellung der Treibstoffe für westafrikanische Länder werde immer darauf geachtet, dass der Schwefelgehalt und der Schadstoffe möglichst nahe am oberen Grenzwert liegen, um die Gewinnmarge hoch zu halten.


Antwerpen 09.2016

Hafen Antwerpen investiert in Westafrika

Die Seehäfen Antwerpen in Belgien und San Pedro in der Côte d'Ivoire wollen die nächsten Jahre stärker kooperieren. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den ivorischen Seehafen weiterzuentwickeln. San Pedro ist derzeit der führende Kakaohafen und soll zu einem Logistik-Hotspot für Güter wie Düngemittel, Cashewnüsse und Kakao an der westafrikanischen Küste ausgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen im nächsten Jahr die Arbeiten für die Konstruktion einer Logistik-Plattform mit dem Namen "San Pedro Logistique" beginnen.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen 5,5 Millionen Euro. Davon sollen Port of Antwerp International, die Beratungs- und Investitionstochter vom Havenbedrijf Antwerpen (HbA) 35 Prozent finanzieren. Eine erste Zusammenarbeit zwischen San Pedro und Antwerpen gibt es seit dem Jahr 2011, seither hat sich der Volumen in San Pedro erhöht. Der Hafen San Pedro schlägt derzeit 4,9 Millionen Tonnen im Jahr um. Aufgrund seiner Lage an der westafrikanischen Küste sowie der Verbindungen zu Liberia, Guinea und Mali sieht der Hafen von Antwerpen in San Pedro enormes Potenzial.