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Wirtschaft    Wirtschaftsnews 2019

Wirtschaftsnews Westafrika 2019



DEG eröffnet Büro in Nigeria

Nigeria gehört zu den grössten afrikanischen Volkswirtschaften. Rund ein Viertel der Wirtschaftsleistung Subsahara-Afrikas entsteht hier. In dem mit 200 Millionen zumeist jungen Menschen bevölkerungsreichsten Land Afrikas hat sich in den letzten Jahren eine wachsende Mittelschicht mit zunehmender Kaufkraft entwickelt. In der Wirtschaftsmetropole Lagos hat die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH nun ein Büro eröffnet, das als Regionalbüro die DEG-Aktivitäten im westafrikanischen Raum gebündelt betreut. Mit diesem Ausbau des Standortes trägt die DEG der strategischen Bedeutung Rechnung, die Nigeria und die Region Westafrika für die weitere Entwicklung des Kontinents haben. "Mit dem Regionalbüro in Lagos setzen wir ein Zeichen für das Potential dieser afrikanischen Schlüsselregion. Als Partner privater Unternehmen wollen wir hier nachhaltige Entwicklung voranbringen. So tragen wir dazu bei, dass qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden, die Perspektiven gerade auch für junge Menschen bieten", betonte DEG-Geschäftsführerin Monika Beck anlässlich der Eröffnung in Lagos. Dr. Stefan Traumann, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Lagos unterstrich: "Das neue Regionalbüro der DEG wird die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland, Nigeria und der Region Westafrika fördern, daher begrüßen wir es sehr, dass die DEG Lagos als Standort für eine eigene Vertretung ausgesucht hat. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, gerade auch in Bezug auf deutsche Unternehmen, die sich hier engagieren möchten." Die DEG bietet insbesondere mittelständischen Unternehmen auf sie zugeschnittene Finanzierungslösungen und Beratung etwa bei der Umsetzung von internationalen Umwelt- und Sozialstandards. In Nigeria beläuft sich das DEG-Portfolio aktuell auf rund 140 Mio. EUR. Eines der finanzierten Unternehmen ist der Gebäckproduzent Beloxxi, ein 1994 gegründetes Familienunternehmen. In Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Kunden Access Bank hat die DEG in Lagos außerdem einen "German Desk - Financial Support and Solutions" eingerichtet, eine zentrale Anlaufstelle für deutsche Mittelständler und ihre lokalen Kunden. Unterstützt von der örtlichen Auslandshandelskammer werden dort seit 2017 Bankdienstleistungen und Finanzierungsmöglichkeiten aus einer Hand angeboten. Das Westafrika-Portfolio der DEG hat ein Volumen von rund 650 Mio. EUR. So hat die DEG kürzlich ihre erste Finanzierung für eine lokale Bank in Côte d'Ivoire, die NSIA Banque Côte d'Ivoire S.A., zugesagt. Die Repräsentanz in Lagos ist der fünfte DEG-Standort in Afrika, wo sie außerdem in Accra (Ghana), Nairobi (Kenia), Johannesburg (Südafrika) und seit 2018 in Abidjan (Côte d'Ivoire) präsent ist. Insgesamt ist die DEG in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa an aktuell 21 Standorten vertreten - inklusive der Zentrale in Köln. Als Tochter der KfW nutzt sie darüber hinaus das Netzwerk der rund 80 Aussenbüros der KfW Bankengruppe mit.


Quelle: DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft newsroom: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11888466-deg-eroeffnet-buero-nigeria


 

Air Burkina soll wieder privat werden

Burkina Faso kaufte seine Nationalfluglinie erst vor zwei Jahren zurück. Neue Jets und mehr Routen sollen Air Burkina nun auf eine erneute Privatisierung vorbereiten.

16 Jahre lang war Air Burkina in privater Hand, nachdem im Jahr 2001 ein Entwicklungsfond die Kontrolle über die zuvor staatliche Airline von Burkina Faso übernommen hatte. Vor zwei Jahren kaufte das Land die Fluglinie dann zurück und plante, ihr eine neue Dynamik zu verleihen. So wurde die damalige Flotte von zwei Regionaljets des Typen Embraer E170 im vergangenen Jahr gegen zwei Exemplare der etwas grösseren Embraer E195 (XT-ABV und XT-ABY) sowie eine E175 (XT-ABZ) ausgetauscht.

Mit den neuen Flugzeugen möchte Air Burkina nun die Kapazitäten in ihrem bisherigen Streckennetz ausbauen, schreibt das Portal African Aerospace. Bisher fliegt die Airline ausschliesslich regionale Ziele in Westafrika an. Dort möchte sie sich ab der zweiten Jahreshälfte 2019 weitere Destinationen suchen. Jedoch soll mit der im Kongo gelegenen Hafenstadt Pointe-Noire auch ein in Zentralafrika gelegenes Ziele erstmals dazukommen.

Staatlich, privat, staatlich und wieder privat

Langfristig möchte Burkina Faso die Airline auch wieder in private Hand übergeben, sobald sich Air Burkina ein sicheres monetäres Standbein aufgebaut hat. «Wir wollen die finanzielle Situation des Unternehmens als Ziel Nummer eins festigen und etablieren», sagt ein Manager dazu gegenüber dem Portal. Eine erneute Privatisierung werde derzeit überprüft, noch in diesem Jahr sollen erste Details dazu genannt werden. Zudem ist es geplant, dass die Airline bis zum Jahr 2023 zwischen fünf und sechs Flugzeuge besitzt.


Quelle: www.aerotelegraph.com



Voith erhält Modernisierungsauftrag für togolesisches Wasserkraftwerk Nangbeto

Der Technologiekonzern Voith hat einen umfangreichen Modernisierungsauftrag für das westafrikanische Wasserkraftwerk Nangbeto erhalten. Auftraggeber ist die Communauté Électrique du Bénin (CEB), ein staatliches Joint Venture zwischen Togo und Benin. Das Kraftwerk Nangbeto ist seit 35 Jahren an der Grenze der beiden Länder in Betrieb. Ziel der Modernisierungsarbeiten ist es, den weiteren Betrieb der Anlage für die nächsten 30 Jahre zu sichern. Voith ist bei diesem Projekt Generalunternehmer. Das Auftragsvolumen beträgt 22 Million Euro.

Zum Auftragsumfang gehören unter anderem die Überholung der Generatoren, die Kavitationsprüfung der Turbinen, der Austausch der Turbinenschaufeln sowie die Modernisierung des Kühlsystems. Darüber hinaus wird die Automatisierungs- und Kommunikationsinfrastruktur überholt. Eine Wasseraufbereitungsanlage wird zudem die umliegenden Gemeinden mit frischem Wasser versorgen. Um einen reibungslosen Betrieb für die kommenden 30 Jahre sicherzustellen, ist auch die Modernisierung der Versorgungsgebäude und der Schaltanlagen geplant. Die Arbeiten sollen bis Herbst 2022 abgeschlossen sein und werden im laufenden Betrieb durchgeführt. Das heißt, es wird immer mindestens eine der beiden 32,5-Megawatt starken Maschinensätze am Netz sein.

Die Bauarbeiten vor Ort werden vollständig von lokalen Unternehmen durchgeführt, sodass während der Projektlaufzeit zusätzliche Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Zudem nutzt der Kraftwerksbetreiber CEB das Schulungsangebot von Voith, um seine Mitarbeiter auf die fachmännische Bedienung der Anlage nach der umfangreichen Modernisierung vorzubereiten.

„Nangbeto ist aktuell das einzige Kraftwerk, das Togo und Benin gleichzeitig mit erneuerbarer Energie versorgt. Wir sind stolz darauf, diese Anlage fit für die Zukunft zu machen", erklärt Heike Bergmann, Senior Vice President Sales Africa bei Voith Hydro. „Das Projekt und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern sind für uns eine gute Basis für weitere Modernisierungsprojekte in Zentral- und Westafrika. Insgesamt verfügt der afrikanische Kontinent über ein enormes, bisher nicht ausgeschöpftes Wasserkraftpotenzial. Dieses wollen wir nutzen, um die regionale Stromversorgung nachhaltig auszubauen."


Quelle: https://www.pressebox.de/inaktiv/voith-paper-holding-gmbh-co-kg






Wirtschaftsticker 2019



Franc und frei

www.sueddeutsche.de 01.08.2019


Afrikanisches Gewand made in Germany

www.dw.com 03.07.2019


Fairtrade erhöht Mindestpreis für Kakao um 20 Prozent

FinanzNachrichten.de 28.01.2019


Das neue Paradies für Piraten liegt in Westafrika

welt.de 27.01.2019