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République du Benin

Geografie



Fläche und Grenzen:

Benin umfasst eine Fläche von insgesamt 112.622 km². 30% des Landes sind bewaldetes Gebiet. 4% des Landes werden als Wiesen- oder Weideland genutzt. 12% des Landes werden als Ackerland oder Felder genutzt, besonders zum Anbau von Baumwolle, Erdnüssen, Kaffee und Ölpalmen.


Benin besitzt mit insgesamt vier Staaten eine gemeinsame Grenze. Nigeria mit einer Länge von rund 775 km, Niger mit einer Länge von 265 km, Burkina Faso mit einer Länge von 305 km und Togo mit einer Länge von 645 km..


Küsten:

Benin besitzt eine Küste zum Golf von Guinea mit einer Länge von rund 120 km..


Berge:

Die höchste Erhebung des Landes ist der Mont Sokbaro mit einer Höhe von 658 m. Eine weitere Erhebung ist der Atakora mit einer Höhe von 641 m..


Flüsse:

Der längste Fluss des Landes ist der Ouéme mit einer Länge von rund 400 km..


Seen:

Das Land umfasst zahlreiche kleinere und grössere Seen. Der grösste See ist der Lac Nokoué.





Republik Benin

Benin grenzt im Osten an Nigeria, im Norden an Niger und Burkina Faso sowie im Westen an Togo. Benin erstreckt sich über 700 km von der Bucht von Benin bis zum Niger. Die Küste besteht aus Sandstränden und ist mit Kokospalmen bewachsen. Hinter den Lagunen von Porto Novo, Cotonou, Ouidah und Grand Popo liegt ein Plateau, das zum Atakora-Gebirge hin ansteigt. Im Süden fliesst der Ouémé in die Cotonou-Lagune. Der Mono mündet bei Grand Popo in das Meer und bildet die Grenze zu Togo. Hinter der versumpften, feucht-tropischen Küstenebene erhebt sich ein niedriger Teil der Oberguineaschwelle, der von Baumsavanne bestanden ist und nach Norden zum Niger absinkt. Die Bevölkerung konzentriert sich im Süden des Landes, rund die Hälfte lebt in Städten. Zu über 30% sind die Fon vertreten, gefolgt von den Joruba. Im Norden wohnen Bariba, Fulbe u. a. Stämme.


Geographische Lage:

7°N -12°N / 1°O - 4°O

Fläche:

112.620 qkm

Höchster Punkt:

Mont Sokbaro 658 m

Tiefster Punkt:

Atlantischer Ozean 0 m

Hauptstadt:

Porto Novo

Bevölkerung:  

8,791.832 (Juli 2009)

Bevölkerungsdichte:

78/qkm

Ethnische Zusammensetzung:

Fon 40%, Nago 12%, Adjara 11%

Religion:

Naturreligionen 62%, Christen 23%, Muslime 12%

Währung:

1 CFA Franc = 100 Centimes


Klima:

Im Süden herrscht feuchtheisses Tropenklima mit zwei Regenzeiten (Mai bis Juni und Oktober), im Norden Tropenklima mit einer Regenzeit (Mai bis Oktober). Flora und Fauna: Der Norden ist mit Mischwald und Savanne bedeckt und hat eine artenreiche Tierwelt, darunter Leoparden, Hyänen, Antilopen, Elefanten und Affen.


Sprache:

Amtssprache ist Französisch. Etwa 60 afrikanische Sprachen dienen als Umgangssprachen. Im Süden wird vorwiegend Fon/Yoruba gesprochen, im Norden Bariba und Fulani.


Politisches System:

Präsidialrepublik seit 1991. Verfassung von 1990. Parlament (Assemblée Nationale) mit 83 Abgeordneten, Wahl alle 4 Jahre. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre (einmalige Wiederwahl). Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie). 1991 ging das Land vom Einparteiensystem zur parlamentarischen Demokratie über.


Wirtschaft:

Die Landwirtschaft hat in Benin nach wie vor den grössten wirtschaftlichen Stellenwert. Haupterzeugnisse sind Baumwolle (60%), Erdnüsse, Kaffee sowie Palmöl. Die verarbeitende Industrie beschränkt sich auf die Verarbeitung von Rohstoffen und die Produktion von Verbrauchsgütern. Erdölprodukte aus den Erdölvorkommen vor der Küste bringen dem Land die meisten Devisen. Ein geplantes gemeinschaftliches Wasserkraftprojekt mit dem Nachbarstaat Togo soll Benins Abhängigkeit von importierter Energie, die es hauptsächlich aus Ghana bezieht, verringern.

Das Land gehört zur CFA-Franc-Zone. Das garantiert Benin relative Währungsstabilität und verschafft dem Land Zugang zu französischer Wirtschaftshilfe. Benin ist auch Mitglied der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. Exporte gehen hauptsächlich nach Frankreich und, zu geringeren Anteilen, in die Niederlande, Korea, Japan und Indien. Importe kommen hauptsächlich aus Deutschland und Frankreich. Der Anbau liefert für den Eigenbedarf Maniok, Jamswurzeln, Hirse, Mais, Hülsenfrüchte und Süsskartoffeln. Die Nutzung der Ölpalme deckt die Fettversorgung der Bevölkerung und erbringt wichtige Palmprodukte für den Export.

Weitere Ausfuhrerzeugnisse sind Erdnüsse, Baumwolle, Kaffee sowie Tabak. Die meisten Industriebetriebe verarbeiten landwirtschaftliche Produkte, besonders der Ölpalme. Das Handwerk ist noch stark vertreten und wird neben der Landwirtschaft betrieben. Seit 1984 werden im Küstenbereich Erdöllagerstätten gefördert.


Geschichte:

Ein Königreich Dahomey entstand im 17. Jahrhundert im afrikanischen Binnenland. Die starke zentrale Macht der Könige stützte sich vor allem auf die Armee. Um 1720 dehnte sich das Reich bis zur Küste aus.

Die Grundlage seines grossen Reichtums bildete der Sklavenhandel mit europäischen Ländern (gegen Munition und Waffen). 1852 setzten sich Franzosen in Porto-Novo fest und eroberten bis 1894 trotz heftigen Widerstandes das Land, das 1899 zu einer Teilkolonie Französisch-Westafrikas wurde.


1958 wurde Dahomey autonome Republik innerhalb der Französischen Gemeinschaft. 1960 erhielt es die Unabhängigkeit. Präsident war bis 1963 Hubert Maga.


Einem Volksaufstand im Oktober 1963 folgten unruhige Jahre und Dahomey stand meist unter Militärherrschaft.


Nach einer Periode der Zivilregierung kam 1972 wieder eine Militärjunta an die Macht. 1975 wurde die Republik Dahomey zur Volksrepublik Benin erklärt und die Einheitspartei "Parti de la Revolution Populaire du Benin" (PRPB) gegründet. Das Regime des Präsidenten Kerekou verfolgte einen gemässigten sozialistischen Kurs. 1990 wurde per Referendum ein Präsidialsystem eingeführt. Die Volksrepublik wurde zur Republik.


Seit 1991 kann Benin trotz gelegentlicher Unstimmigkeiten bei Wahlen als Demokratie gelten, 1996 wurden rund 80 zugelassene Parteien gezählt. In den Wahlen vom April 1996 konnte sich wiederum Kérékou mit 52,49% der Stimmen gegen Soglo durchsetzen. 2001 gewann er ein weiteres Mal, wobei es Vorwürfe von Wahlfälschung gab. Ausländische Wahlbeobachter sprachen von Unstimmigkeiten, gingen aber davon aus, dass sich der Wählerwillen im Ergebnis widerspiegelte.


Im März 2003 konnten die Kérékou unterstützenden Parteien die Mehrheit im Parlament gewinnen. Der Verfassung entsprechend, durfte Kérékou 2006 nicht wieder als Präsident antreten. Seit dem 06.04.2006 ist Präsident Thomas Boni Yayi im Amt, der keiner Partei angehört.


Die Präsidentschaftswahlen in Benin 2011 fanden am 13. März 2011 im westafrikanischen Staat Benin statt. Die Wahlen endeten offiziell mit dem Sieg des Amtsinhabers Boni Yayi. Die Opposition sprach von Wahlbetrug. Beobachter der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union bezeichneten die Wahlen jedoch als frei und transparent.

Die Parlamentswahlen in Benin 2011 wurden am 30. April 2011 im westafrikanischen Staat Benin durchgeführt, verschoben vom ursprünglich geplanten 17. April. Gewählt wurden die 83 Mitglieder der Nationalversammlung. Die Wahlen fanden wenige Wochen nach den Präsidentschaftswahlen statt und endeten mit dem Sieg der Partei Forces Cauris pour un Bénin Emergent, die 41 von 83 Sitzen im Parlament errang. Die siegreiche Partei war von Unterstützern des auch in der Präsidentschaftswahl siegreichen vorherigen und jetzigen Präsidenten Yayi Boni gebildet worden. 3,6 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen unter 1600 Kandidaten und 20 Parteien und Koalitionen zu wählen. Die Hauptkontrahenten waren dieselben wie bei der Präsidentschaftswahl: Der den Präsidenten stützende Partei Forces Cauris pour un Bénin Emergent stand nur die Union fait la Nation gegenüber, die als Koalition der Opposition zur Stützung des Präsidentschaftskandidaten Adrien Houngbédji gegen Präsident Yayi Boni gebildet worden war.

Das im Mai 2011 neu gebildete Kabinett wurde im August 2013 durch ein anderes Kabinett ersetzt. 13 der 26 Minister wurden nicht wieder aufgenommen. Am 7. Oktober 2013 wurde das Kabinett um einen Minister für die "Koordination der Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) und der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung" auf nunmehr 27 Minister erweitert.


Die Partei von Benins Staatschef Thomas Boni Yayi war aus der Parlamentswahl 2015 in dem westafrikanischen Land als stärkste Kraft hervorgegangen, hat aber eine absolute Mehrheit klar verfehlt. Die Partei des Staatschefs FCBE hatte bei der Wahl Ende März 33 der 83 Parlamentssitze errungen.

Die wichtigsten Oppositionsparteien UN und PRD kamen demnach auf 13 und zehn Sitze. Benins Opposition ist zersplittert und müsste Bündnisse schliessen, um Boni Yayis Macht zu beschneiden. Bei dem Urnengang in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Staat waren etwa 20 Parteien angetreten.

benin.jpg


Karte von Benin

Nationalhymne in französischer Sprache

Jadis à son appel, nos aïeux sans faiblesse. Ont su avec courage, ardeur, pleins d'allégresse. Livrer au prix du sang des combat éclatants.

Accourez vous aussi, bâtisseurs du présent. Plus forts dans l'unité, chaqu'jour à la tâche. Pour la postérité, construisez sans relâche.


Enfants du Bénin, debout! La liberté d'un cri sonore. Chante aux premiers feux de l'aurore. Enfants du Bénin, debout!


Quand partout souffle un vent de colère et de haine. Béninois, sois fier, et d'une âme sereine. Confiant dans l'avenir, regarde ton drapeau!

Dans le vert tu liras l'espor du renouveau. De tes aïeux le rouge évoque le courage. Des plus riches trésors le jaune est le présage.


Tes monts ensoleillés, tes palmiers, ta verdure. Cher Bénin, partout font ta vive parure. Ton sol offre à chacun la richesse des fruits. Bénin, désormais que tes fils tous unis. D'un fraternel élan partagent l'espérance. De te voir à jamais heureux dans l'abondance.


Die Nationalhymne von Benin ist L'Aube Nouvelle. Sie wurde mit der Unabhängigkeit des Landes 1960 eingeführt. Gilbert Jean Dagnon schrieb und komponierte die Hymne.

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