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Côte d'Ivoire    Auseinandersetzungen 2010/2011   

Côte d'Ivoire 15.12.2011

Ergebnis der Parlamentswahlen

Mit 127 von 254 Sitzen hat die Demokratische Partei (RDR) von Präsident Alassane Ouattara die Parlamentswahlen vom 11.12.2011 deutlich gewonnen. Zweitstärkste Kraft wurde die (PDCI) mit 77 Sitzen. Die Ivorische Volksfront (FPI) seines inhaftierten Rivalen Gbagbo hatte die Parlamentswahlen boykottiert. Sehr viele der unabhängigen Kandidaten waren oder sind ehemalige (FPI) Anhänger. Die unabhängigen erreichten 34 Sitze. Weiter schicken die (UPDCI) 7, (RHDP) 4, die (MFA) 3 und die (UPCI) 1 Abgeordneten in das neu gewählte Parlament. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,56%. Die Wahlen waren relativ friedlich verlaufen, nachdem es im Frühjahr noch Auseinandersetzungen mit über 3000 Toten Personen in dem westafrikanischen Land gab.


Côte d'Ivoire 11.12.2011

Parlamentswahlen haben begonnen

Acht Monate nach dem Ende des blutigen Machtkampfs zwischen Präsident Alassane Ouattara und seinem Vorgänger Laurent Gbagbo haben in Cote d'Ivoire am Sonntag Parlamentswahlen begonnen. Bei dem Urnengang in dem westafrikanischen Land wird mit einem deutlichen Sieg von Ouattaras Demokratischer Partei (RDR) gerechnet, da die Ivorische Volksfront (FPI) seines inhaftierten Rivalen Gbagbo die Abstimmung boykottiert. Zu der Parlamentswahl sind ca. 5,7 Millionen Menschen aufgerufen. Die Wahllokale sollen heute bis 17.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) geöffnet bleiben. Mit der Parlamentswahl will die Cote d'Ivoire die politische Krise überwinden, doch wurde der Wahlkampf erneut von Gewalt überschattet bei der es erneut zu Toten gekommen war. Die Parlamentswahl ist der erste Urnengang seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl Ende November 2010. Gbagbo hatte sich damals geweigert, seine Niederlage anzuerkennen und eine Auseinandersetzung mit über 3000 Toten Personen folgte. Die Parlamentswahl wird von 25.000 ivorischen und 7000 UNO-Soldaten überwacht.


Côte d'Ivoire 30.11.2011

Gbagbo nach Den Haag ausgeliefert

Der ivorische Ex-Präsident Laurent Gbagbo ist an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ausgeliefert worden. Der Politiker aus der Côte d'Ivoire sei auf dem Gelände in Den Haag in Gewahrsam genommen worden, hiess es am Mittwochmorgen aus Kreisen des Gerichts. Nach der Ausstellung eines Haftbefehls am Dienstag wurde noch am Abend die Überstellung des einstigen Staatschefs in die Niederlande veranlasst. Am Dienstagabend hatte der stellvertretende Generalstaatsanwalt der Côte d'Ivoire, Dje Noel, die Auslieferung angekündigt. Gbagbo sei in Korhogo "unter besonderem Geleit" an Bord eines Flugzeuges nach Den Haag gegangen. In Korhogo hatte er seit seiner Gefangennahme im April 2011 unter Hausarrest gestanden. Das Flugzeug landete um kurz vor 04.00 Uhr auf dem Flughafen Rotterdam-Den Haag. Die Maschine rollte anschliessend zu einem Hangar, wo sie von einem Konvoi schwarzer Fahrzeuge empfangen wurde. Gbagbo hatte sich nach der Wahlniederlage monatelang geweigert, seinem gewählten Nachfolger im Präsidentenamt, Alassane Ouattara, die Macht zu übergeben. Bis zur Festnahme Gbagbos im April waren den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen mehr als 3000 Menschen zum Opfer gefallen. Nach UNO-Angaben soll der Ex-Präsident sich für den Tod von mindestens 325 Menschen vor Gericht verantworten.


Côte d'Ivoire 19.08.2011

Anklage gegen Ex-Präsident Gbagbo erhoben

Gegen den Ex-Präsidenten von Cote d'Ivoire Laurent Gbagbo, ist in seinem Heimatland Anklage erhoben worden. Zur Begründung wurden Verbrechen an der Wirtschaft des Landes angeführt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm dabei unter anderem schweren Diebstahl und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Gbagbos Frau Simone ist wegen der gleichen Vergehen angeklagt worden. Das Ehepaar Gbagbo stand seit seiner Festnahme im April 2011 an verschiedenen Orten unter Hausarrest und wurde nun in Untersuchungshaft genommen. Nach den Wahlen im November vergangenen  Jahres hatte Gbagbo sich geweigert die Macht abzutreten. In der Zeit des Machtkampfs soll Gbagbo Hunderte Millionen an Dollar von Staatsgeldern benutzt haben um im Amt zu bleiben. Bei dem Machtkanpf kamen mehrere Tausend Menschen ums Leben. Zeitweise waren ca. 2 Millionen Menschen auf der Flucht.


Côte d'Ivoire 02.06.2011

Neue Regierung vorgestellt

Der neue Präsident Republik Côte d'Ivoire, Alassane Ouattara, hat eine neue Regierung gebildet und in Abidjan vorgestellt. Regierungschef bleibt Guillaume Soro, der zusätzlich das Amt des Verteidigungsministers übernimmt. Von den insgesamt 36 Ministern kommen 14 aus Ouattaras Partei RDR. Die weiteren Minister werden von Parteien wie des  früheren Präsidenten Henri Konan Bedie, von Vertretern der ehemaligen Rebellen der Neuen Kräfte (FN), von Angehörigen anderer kleinerer Parteien und Parteilosen gestellt. Vertreter der Partei von Ex-Präsident Laurent Gbagbo FPI sind nicht im neuen Kabinett vertreten.


Ministerliste

Premierminister und Minister der Verteidigung: Guillaume Soro Kigbafori

Generalstaatsanwalt und Minister für Justiz: Jeannot Kouadio Ahoussou

Innenminister: Hamed Bakayoko

Minister für Auswärtige Angelegenheiten: Daniel Kablan Duncan

Minister für Beschäftigung und Soziales: Gilbert Kafana Kone

Minister für Planung und Entwicklung: Albert Toikeusse Mabri

Minister für Wirtschaft und Finanzen: Charles Koffi Diby

Minister für Industrie: Moussa Dosso

Minister für Wirtschaft und Infrastruktur: Patrick Achi

Minister für Bergbau, Erdöl und Energie: Adama Toungara

Minister für Gesundheit: Prof. Teresa Aya `N-Dri Yoman

Minister für Bildung: Kandia Kamissoko Camara

Minister für öffentlichen Dienst und Verwaltungsreform: Konan Gnamien

Minister für Handwerk und KMU-Förderung: Sidiki Konate

Minister für Hochschulwesen und Forschung: Ibrahima Cisse

Minister für Tier-und Fischerei-Ressourcen: Kobena Kouassi Adjoumani

Minister für Landwirtschaft: Mamadou Coulibaly Sangafowa

Minister für Handel: Dagobert Banzio

Minister für technische Bildung und Berufsbildung: Albert Flinder

Minister für Menschenrechte: Gnenema Coulibaly

Minister für Kultur und Frankophonie: Bandama Maurice Kouadio

Minister für Familie, Frauen und Kinder: Raymonde Goudou Coffe

Minister für Kommunikation: Souleymane Coty Diakite

Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung: Remi Allah Kouadio

Minister für Tourismus: Aké Atchimon

Minister für Bau und Urbanisierung: Mamadou Sanogo

Minister für Sport und Freizeit: Philippe Legris

Minister für Post und Telekommunikation: Bruno Nabagné Kone

Minister für Verkehr: Gaoussou Toure

Minister für Wasser-und Forstwirtschaft: Clement Boueki Nabo

Minister für afrikanische Integration: Adama Bictogo

Minister für Jugendförderung: Alain Michel Lobognon

Minister für Wohnungswesen: Nial Kaba

Minister für Ex-Kämpfer und Opfer von Kriegen: Mathieu Babaud Darret

Minister für Städtebau Sicherheit: Anne Desiree Ouloto

Minister beim Premierminister und der Verteidigung: Paul Koffi Koffi


Côte d'Ivoire 22.05.2011

Amtseinführung von Präsident Ouattara

Am Samstag wurde in einer feierlichen Zeremonie der neue Präsident der Republik Côte d'Ivoire Alassane Ouattara in der Hauptstadt Yamoussoukro in sein Amt eingeführt. Mehrere Staatsoberhäupter aus Afrika, der französische Präsident Nicolas Sarkozy, sowie weitere Vertreter afrikanischer Staaten und der EU waren anwesend. Die Amtseinführung ist ein vorläufiger Schlussstrich unter einen 6 Monate dauernden Machtkampf in dem westafrikanischen Land. Über 3000 Menschen kamen bei den Auseinandersetzungen ums Leben. Ouattara bekräftigte in seine Rede das Land nach jahrelanger Trennung wieder einen zu wollen. Vor seiner Amtseinführung hatte Ouattara sich dafür eingesetzt die begangenen Verbrechen in der Côte d'Ivoire vor dem Internationalen Strafgerichtshof klären zu lassen. Das Land ist immer noch von Gräueltaten, Plünderungen, Gewalt und Massenhaften Vertreibungen der letzten Monaten geprägt.


Côte d'Ivoire 15.05.2011

220 Zivilisten getötet

Milizen des ehemaligen ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo haben nach Angaben der Regierung in Abidjan 220 Zivilisten getötet. Im Südwesten der Côte d'Ivoire haben die Milizionäre sowie angeheuerte liberianische Söldner auf ihrer Flucht  diese entsetzlichen Gräueltaten begangen. Anfang Mai waren  die Milizen von den Truppen des neu gewählten ivorischen Präsidenten Alassane Ouattara aus der Metropole Abidjan vertrieben worden. Diese Erklärung gab am Samstag der Regierungssprecher Patrick Achi im staatlichen Fernsehsender TCI bekannt. "Auf dem Weg in die Richtung der liberianischen Grenze hätten sich diese Mörder ohne Glauben und ohne Gesetz an allen vergangen, was sie begegneten. An Frauen, Männern und Kindern", sagte Achi. Die Zahl der Opfer liege bei 220 Toten und 17 Verletzten. Die meisten der Opfer sind wegen ihrer ethnischen Herkunft angegriffen und getötet worden. Regierungssprecher Achi kündigte eine weitere und stärkere Sicherung der Grenze zu Liberia an, um Milizionäre und Söldner an einer Rückkehr in die Côte d'Ivoire zu hindern. Regierungschef Guillaume Soro hat inzwischen Präsident Ouattara gebeten, wegen dieser Vorfälle mit Liberia auf höchster Ebene zusammenzuarbeiten.


Côte d'Ivoire 01.05.2011

Versöhnungsprozess in der Côte d'Ivoire

Der ehemalige Premierminister Charles Konan Banny soll zum Vorsitzenden der "Kommission für Dialog, Wahrheit und Versöhnung" in der Côte d'Ivoire werden. Die Absicht zur Ernennung von Banny gab Präsident Alassane Ouattara bekannt. Am Sonntag trafen in Abidjan auch der ehemalige UN-Generalsekretär  Kofi Annan, Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu, Nobel und die ehemalige irische UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Mrs. Mary Robinson ein. Der zweitägige Besuch zielt darauf ab, den Versöhnungsprozess in der Côte d'Ivoire zu fördern. Kofi Annan sagte gestern in der Presse: "Die Ivorer haben furchtbar unter dem Konflikt gelitten. Viele Menschen haben noch immer Angst nach Hause zurückzukehren. Es gibt nur eine Côte d'Ivoire und einen Präsidenten. Die Menschen müssen verstehen, dass sie  keine andere Wahl haben, als sich zu versöhnen und zusammenzuleben."


Côte d'Ivoire 11.04.2011

Ex-Präsident Laurent Gbagbo verhaftet

Der blutige Machtkampf in Côte d'Ivoire ist mit der Festnahme des Ex-Präsidenten Laurent Gbagbo vorerst beendet. Französische Truppen und Rebellenverbände des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara, setzten Gbagbo im Präsidentenpalast in Abidjan fest. Er leistete zuletzt keinen Widerstand. Aus Sicherheitsgründen ist Gbagbo ins Golf-Hotel von Abidjan gebracht worden, wo sich neben Ouattaras Regierung auch UN-Blauhelme befinden. Die Vertreter der Vereinten Nationen erklärten sich für den Schutz des Gefangenen Gbagbo für zuständig. Laut der neuen ivorischen Regierung ist er wohlauf und soll vor Gericht gestellt werden. Ouattara hatte angedeutet, dass er an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert werden könnte. Am Montagvormittag rückte eine mehr als 30 Fahrzeuge zählende Panzerkolonne des französischen Expeditionskorps in Abidjan in Richtung Präsidentenpalast vor. 400 schwerbewaffnete französische Soldaten erwiderten vereinzelt Salven aus automatischen Waffen und nahmen etwa 100 feindliche Milizionäre gefangen. Ihr Operationsziel allerdings blieb lange unklar. "Wir wollen ein Blutbad vermeiden", erklärte der Sprecher der französischen Truppen in dem westafrikanischen Land. Mehrere hochrangige Mitstreiter Gbagbos sollen sich jetzt in französischem Militärgewahrsam befinden. Darunter auch Blé Goudé und Pascal Affi NGuessan, Präsident von Gbagbos FPI (Ivorische Volksfront), dieser soll nur knapp der Lynchjustiz entgangen sein. Als sich die Nachricht von Gbagbos Verhaftung in Abidjan verbreitete, kam es zu spontanen Freudenfeiern. Die meisten Ivorer hoffen, dass jetzt endlich Frieden einkehren kann. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton hat die Festnahme des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo in der Côte d'Ivoire begrüsst. Dem Präsidenten Alassane Ouattara, sagte Ashton Unterstützung zu. Gbagbos Festnahme sei ein wichtiger Schritt zur Lösung der andauernden Krise. Für die Zukunft kündigte Ashton die Hilfe der EU beim Wiederaufbau des Landes an.


Côte d'Ivoire 09.04.2011

Gbagbo macht wieder Geländegewinne in der Côte d'Ivoire

Die Truppen des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo in der Côte d'Ivoire scheinen wieder Geländegewinne zu machen. Sie hätten in der Nacht wieder Teile der Wirtschaftsmetropole Abidjan zurückerobert, sagte UN-Untergeneralsekretär Alain Le Roy in New York. Sie stünden nur noch einen Kilometer vom UN-Hauptquartier entfernt. Gbagbos Einheiten setzen nach Le Roys Worten Mörser und andere schwere Waffen ein.


Côte d'Ivoire 08.04.2011

Fernsehansprache von Präsident Alassane Ouattara

Der ivorische Präsident möchte zum Frieden in der Republik Côte d'Ivoire zurückkehren. Die EU bat er um die Aufhebung der Sanktionen. Ex-Präsident Gbagbo wird in seinem Bunker isoliert. Die Metropole Abidjan ist verwüstet und die Regierung des gewählten Präsidenten Alassane Ouattara möchte so schnell wie möglich ein normales politisches und wirtschaftliches Leben wiederherstellen. In einer Fernsehansprache nannte Ouattara die ersten wichtigen Ziele zur schrittweisen Wiederaufnahme wirtschaftlicher Aktivitäten und eine Rückkehr zur Normalität. Gendarmerie und Polizei sollen Sicherheit auf den Strassen wiederherstellen und die Belieferung von Märkten, Geschäften und Krankenhäusern ermöglichen. Die Westafrikanische Zentralbank (BCEAO) soll ihre Arbeit in der Côte d'Ivoire wieder aufnehmen um das Bankensystem funktionsfähig zu machen. Die EU wird gebeten, ihre Sanktionen gegen ivorische Staatsunternehmen und die Häfen von Abidjan und San Pedro aufzuheben, damit auch der Kakaoexport wieder beginnen kann und eine halbe Millionen Tonnen blockierte Ware exportiert wird. Der Sprecher der EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton teilte der Presse mit, dass man in Zusammenarbeit mit der ivorischen Regierung daran arbeite. Ex-Präsident Laurent Gbagbo sitzt im Bunker der sehr weitläufigen Präsidialresidenz im Stadtteil Cocody unter Schutz seiner Garde fest und hält sich für den Präsidenten. Um das Gelände herum ist eine Blockade errichtet worden, um die Bewohner zu schützen. Ouattara rief zur nationalen Einheit und zur Versöhnung auf und versprach Entschädigung für Opfer von Plünderungen sowie die Bestrafung für Täter von Massakern.

Abidjan ist eine weitgehend verwüstete Stadt und in vielen Strassenzügen sind Plünderer unterwegs und zehntausende Menschen tragen noch Waffen. Strom und Wasser gibt es kaum noch und die Lebensmittel werden immer knapper. Hilfe für die Bevölkerung ist hier dringend nötig.


Côte d'Ivoire 03.04.2011

Heftiger Bürgerkrieg mit vielen Toten und schockierender Gewalt

Die UN haben die Truppen des international anerkannten Präsidenten der Côte d'Ivoire, Alassane Ouattara, für zahlreiche Tote verantwortlich gemacht. Aber auch sein Widersacher Gbagbo hat Blut an seinen Fingern kleben. Von 330 Menschen, die Anfang der Woche bei der Stadt Duékoué umgekommen sind, sei "der Grossteil" durch Ouattara-Truppen getötet worden, teilten die UN-Mission in der Côte d'Ivoire (ONUCI) am Samstag mit. Mehr als 100 Menschen sind durch Söldner der Truppen des Ex-Präsidenten Laurent Gbagbo getötet worden, bevor Duékoué an die Ouattara-Anhänger gefallen ist. Nach Angaben der Ouattara Regierung sind "zahlreiche Massengräber" entdeckt worden. Die Gräber wurden im Westen des Landes gefunden. Sie sollen sich in den Orten Toulepleu, Blolequin und Guiglo befinden. Ouattaras Regierung machte "die Söldner und Milizen" von Ouattaras Widersacher Laurent Gbagbo für die Toten verantwortlich. Bei einem Blutbad in der Stadt Duekoue im Westen des afrikanischen Landes wurden nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes (IRK) vermutlich am Dienstag mindestens 800 Menschen getötet. Dies berichtete IRK-Chefin in der Côte d'Ivoire, Dominique Liengme am Samstag. "Ausmass und Brutalität sind schockierend", sagte sie. Am Samstag kam es zu Strassenkämpfen in der Wirtschaftsmetropole Abidjan. Rund um die Gbagbo-Bastionen und den Sitz des Staatsfernsehens waren Schüsse zu hören. Gbago-Anhängern gelang es nach Augen-zeugenberichten, die Kontrolle über den TV-Sender wieder zu übernehmen, die sie am Vortag verloren hatten. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy telefonierte am Freitagabend mit Ouattara. Sarkozy habe betont, dass die Verantwortlichen für Gewaltakte zur Rechenschaft gezogen würden, so das Präsidentenamt in Paris. Es sei Zeit, dass sich das Volk der Côte d'Ivoire „um seinen gewählten Präsidenten schart und eine neue Seite von Frieden, Versöhnung und Entwicklung“ aufschlage.


Côte d'Ivoire 01.04.2011

Heftige Gefechte

In der Wirtschaftsmetropole Abidjan der Republik Côte d'Ivoire kämpfen die Truppen des gewählten Präsidenten Alassane Ouattara und Anhänger des abgewählten Ex-Präsidenten Laurent Gbagbo um wichtige strategische Punkte in der Stadt. Die britische BBC berichtete von heftigen Gefechten in der Nacht zum 1. April in der Nähe der Gbagbo-Residenz. Anhänger Ouattaras sagten, sie hätten die Kontrolle über das staatliche Fernsehen übernommen. Ein UN-Sprecher in Abidjan sagte der BBC, das am Donnerstagabend das Staatsfernsehen unterbrochen wurde.


Côte d'Ivoire 31.03.2011

Regime von Ex-Präsident Gbagbo bricht zusammen

Der noch in der Côte d'Ivoire amtierende Ex- Präsident Laurent Gbagbo stand nach Angaben seiner Gegner am Donnerstagabend vor dem Aus. Der Chef der Regierung von Ouattara, Guillaume  Soro sprach davon, dass der in der Metropole Abidjan isolierte Laurent Gbagbo nur noch wenige Stunden im Amt blieben. "Das Spiel ist aus", sagte Soro am Donnerstag in der Hauptstadt Yamoussoukro. Dem Sender France Info sagte der Chef der Uno in Côte d'Ivoire, Choi Young Jin, 50.000 bewaffnete Polizisten und Gendarme hätten Gbagbo verlassen. Dieser hat zu seinem Schutz nur noch die "Spezialkräfte" um den Präsidentenpalast und seine Residenz postiert. Die Rebellen des gewählten Präsidenten Alassane Ouattara erreichten am Donnerstag Abidjan. UN-Truppen übernahmen am Donnerstagabend die Kontrolle über den Flughafen. Ouattara verhängte derweil  eine Ausgangssperre bis Sonntag früh. Nach Angaben übereinstimmender Quellen sind in Abidjan auch französische Soldaten im Einsatz. Die Soldaten sollen Franzosen vor den Angriffen von Anhängern Gbagbos schützen. Frankreich unterhält seit langer Zeit ein Kontingent von 1000 Soldaten im Land. Ouattaras Unterstützer begannen nach eigenen Angaben damit, den Regierungssitz Abidjan einzukreisen. Die Stadt soll so lange belagert werden, bis Gbagbo sich geschlagen gibt. Soro sagte dem Fernsehsender France 24,  dass mehrere Generäle aus der Truppe von Gbagbo auf Ouattaras Seite übergelaufen sind, und kündigte öffentliche Erklärungen der Deserteure an. Seit dem Start der Offensive vor vier Tagen haben die Kämpfer die Kontrolle über drei Viertel des Landes übernommen.


Côte d'Ivoire 21.03.2011

Massenflucht in Côte d'Ivoire

Aus der Wirtschaftsmetropole Abidjan flohen bisher Tausende von Menschen und stürmten jeden Tag die Überlandbusse um in anderen Landesteilen Zuflucht zu finden. Als folge der Wirtschaftssanktionen werden inzwischen die Lebensmittel knapp. Der britische Sender BBC berichtete, das Tausende von jungen Männern zur Unterstützung Gbabgos in die Armee wollten. Ouattara wird von Rebellen im Norden unterstützt. Nach UN-Angaben sind im Land bereits 500.000 Menschen auf der Flucht. Rund 100.000 flohen bisher über die Grenze nach Liberia. Seit den Wahlen wurden 410 Menschen getötet. Nun wächst auch die Kritik an der etwa 10.000 Mann starken UN-Truppe in der Côte d'Ivoire. So schrieb die Ouattara-freundliche Tageszeitung "Le Patriote": Die UN-Mission befasse sich nur mit der "makabren Aufzählung" der Toten, "macht aber nichts, um die Gewalt zu beenden", obwohl der Schutz der Zivilbevölkerung zu ihrem Mandat gehört. Mit Sicht auf Libyen hiess es: Der Westen verfahre nach zweierlei Mass, "obwohl in der Côte d´Ivoire ein Volk massakriert wird, weil es sich in aller Freiheit einen Präsident gewählt hat."


Côte d'Ivoire 15.03.2011

Kriegsgebiet Abidjan

Bei den schwersten Kämpfen in Abidjan seit den Präsidentschaftswahlen vom November letzten Jahres haben sich Rebellen, die den International anerkannten  Präsidenten der Côte d'Ivoire Alassane Ouattara unterstützen, bis an den Rand des Stadtzentrums vorgekämpft. Wie die Nachrichtenagenturen übereinstimmend meldeten, rückten die sogenannten "Unsichtbaren Kommandos", die in den letzten Wochen die Kontrolle über die Ouattara-Hochburg Abobo am Nordrand der Stadt übernommen hatten, am Montag in andere Stadtviertel vor und starteten in der Nacht mehrere Grossangriffe auf militärische Einrichtungen. Am Wochenende noch hatten Gbagbos Truppen ihre bisher grösste Offensive gegen die Rebellen in Abobo durchgeführt, wurden dann aber zurückgeschlagen. Seitdem hat sich die Lage in Abidjan dramatisch verschärft. Durch die ständigen Kämpfe im Stadteil Abobo hat es dort den Spitznamen "Bagdad" bekommen.


Côte d'Ivoire 05.03.2011

Clinton äußert sich zu Cote d'Ivoire

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat die Gewalt im westafrikanischen Staat Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) verurteilt und den Rücktritt des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo gefordert. Hintergrund ist das Blutbad an 7 Frauen. Nach Berichten aus Abidjan wurden mehr als 20 weitere Frauen schwer verletzt.


Côte d'Ivoire 03.03.2011

7 Tote Demonstrantinnen

In der Côte d'Ivoire sind bei Protesten gegen den abgewählten Präsidenten Laurent Gbago mindestens 7 Frauen erschossen worden. Wie ein Mitarbeiter der Ivorischen Behörden mitteilte, eröffneten Sicherheitskräfte des Ex-Präsidenten, das Feuer auf die Demonstrantinnen im dem Stadtteil Abobo von Abidjan. Sie hatten sich dort versammelt. Nach Augenzeugen berichten sind die Frauen von den Gewehrkugeln "in Stücke zerrissen" worden. Seit Tagen war es in Abobo zu Kämpfen zwischen der Gbagbo-treuen Polizei und FN-Soldaten gekommen, die hinter dem Wahlsieger Alassane Ouattara stehen. Alleine in den letzten 24 Stunden waren in Abobo mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen, sagte der UN-Vertreter Guillaume Nguefa. In den letzten Wochen gab es 200.000 Flüchtlinge aus Abobo.


Côte d'Ivoire 21.01.2011

Fast 29.000 Menschen nach Liberia geflüchtet

In der Côte d'Ivoire sind nach dem Anfang der Krise um die umstrittene Präsidentschaftswahl nach neuen Angaben der UNO fast 29.000 Menschen in das benachbarte Liberia geflüchtet. Die Zahl der Menschen, die bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen seit Mitte Dezember 2010 ums Leben kamen, stieg auf 260. Nach Angaben von Simon Munzu, des Verantwortlichen für Menschenrechte der ONUCI, wurden in der vergangenen Woche 13 Personen von Milizen des eigenmächtig im Amt verbliebenen Präsidenten Laurent Gbagbo getötet. Die Zahl der Vermissten stieg von 61 auf 68.


Côte d'Ivoire 20.01.2011

Weitere 200 UNO Soldaten an die Côte d'Ivoire

Wegen des Machtkampfs in der Cote d'Ivoire  schicken die Vereinten Nationen weitere 2.000 Blauhelmsoldaten in das westafrikanische Land. Mit der Aufstockung wären dann 11.800 UNO-Soldaten stationiert. Unterdessen ist auch der neueste Vermittlungsversuch der  Afrikanischen Union (AU) durch den kenianischen Ministerpräsident Raila Odinga gescheitert. Gbagbo hatte innerhalb der letzten 2 Wochen schon zwei Mal sein Versprechen gebrochen, die Blockade des Luxushotels aufzuheben. Die westafrikanischen Armeen bereiten sich nach Angaben des international anerkannten Gewinners der Präsidentschaftswahlen in der Côte d´Ivoire, Präsident Alassane Ouattara, auf eine Militäraktion zum Sturz des Machthabers Gbagbo vor.


Côte d'Ivoire 04.12.2010

Obama fordert von Gbagbo Abgabe der Macht

US-Präsident Barack Obama hat nach der Präsidentenwahl in der Côte d'Ivoire Amtsinhaber Laurent Gbagbo aufgefordert, seine Niederlage einzugestehen. Wahlbeobachter und die UNO hätten den Sieg des Oppositionskandidaten Alassane Ouattara bestätigt, sagte Obama. "Ich appelliere an alle Seiten, den amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo eingeschlossen, dieses Resultat anzuerkennen und zu respektieren", erklärte Obama. Er gratulierte Ouattara zu seinem Sieg. Auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy beglückwünschte am Abend Ouattara und verlangte von Gbagbo, "den Willen des Volkes zu respektieren". Der Verfassungsrat des Landes hatte gestern Amtsinhaber Gbagbo zum Sieger Wahl erklärt. Er stellte sich damit gegen die unabhängige Wahlkommission (CEI). UNO und EU hatten sich bereits im Laufe des Freitags demonstrativ hinter Ouattara gestellt. Die Wahlkommission hatte Ouattara mit einem Stimmenanteil von 54 Prozent zum Sieger ernannt, Gbagbo erhielt nur 46 Prozent. Dieses Ergebnis erklärte der Verfassungsrat allerdings für ungültig, da es nach Ablauf der vorgeschriebenen Frist verkündet worden sei. Die Wahlkommission wurde aber  an der rechtzeitigen Veröffentlichung des Ergebnisses von Gbagbo-Anhängern gehindert. Der Wahlverlierer Laurent Gbagbo wurde heute erneut zum Präsidenten ernannt. In einer im Fernsehen übertragenen Zeremonie legte Gbagbo seinen Amtseid im Präsidentenpalast von Abidjan ab. Danach legte auch Ouattara seinen Amtseid ab. Regierungschef Guillaume Soro reichte seinen Rücktritt ein und erklärte seine Unterstützung für Ouattara. In der Nacht zum Samstag gab es im Norden und Süden des Regierungssitzes, der Hafenstadt Abidjan, heftige Schusswechsel. Der Vorfall ereignete sich im südlichen Viertel von Port-Bouët, in dem sich ein französischer Armeestützpunkt sowie der Flughafen der Stadt befinden. Im Viertel Koumassi errichteten Jugendliche am Samstagmorgen Barrikaden und zündeten Autoreifen an. Auch auf dem Boulevard Giscard d'Estaing, einer Hauptverkehrsstrasse von Abidjan, wurden Barrikaden errichtet.


Côte d'Ivoire 04.11.2010

Stichwahl in Côte d'Ivoire

Die erste freie Präsidentschaftswahl in der Côte d'Ivoire hat keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht. Wie die Wahlkommission des Landes am Mittwoch abend bekanntgab, erzielt der amtierende Präsident Laurent Gbagbo 38,3 Prozent, und der Oppositionsführer Alassane Ouattara 32,1 Prozent. Expräsident Henri Konan Bédié kam auf 25,2 Prozent der Stimmen. Die Stichwahl ist nun für den 28.November vorgesehen.


Côte d'Ivoire 30.10.2010

Präsidentenwahl in Côte d'Ivoire

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Côte d'Ivoire, das die Bürger des Landes bei einer Präsidentschaftswahl ihren neuen Präsidenten frei wählen können. Mit dem Urnengang am 31. Oktober 2010, kann die Côte d'Ivoire sich von 10 Jahren innenpolitischer Instabilität befreien. Als Aussichtsreichste Kandidaten gelten Präsident Laurent Gbagbo (65), Alassane Ouattara (68) und Expräsident Henri Konan Bédié (75). Insgesamt treten 14 Kandidaten bei dieser Wahl an. Ein Sieg einer dieser Kandidaten würde keine Erneuerung für die Côte d'Ivoire bringen, sondern eher die Gelegenheit sich von dem Bürgerkrieg zu befreien. Für eine junge Generation an Politikern in dem Land stehen diese Politiker nicht. In der Zukunft hofft man aber auf Leute wie den Rebellenchef und amtierenden Premierminister Soro (38). Dieser war aber jetzt noch nicht zur Wahl angetreten.