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République Togolaise

Geografie



Fläche und Grenzen:

Togo umfasst eine Fläche von 56.785 km². 6% des Landes sind bewaldetes Gebiet (tropische Regenwälder und Savannenwälder). 33% des Landes werden als Wiesen- oder Weideland genutzt. 23% des Landes bestehen aus Savanne. 25% des Landes werden als Ackerland oder Felder genutzt, besonders zum Anbau von Kaffee, Tee und Kakao, Baumwolle, Kokosnüssen und Erdnüssen sowie Maniok, Reis, Hirse und Mais.


Togo besitzt mit den folgenden drei Staaten eine gemeinsame Grenze: Benin mit einer Länge von 644 km, Burkina Faso mit einer Länge von 126 km und Ghana mit einer Länge von 877 km.


Küsten:

Togo besitzt eine Küste zum Atlantischen Ozean mit einer Länge von 56 km.


Berge:

Die höchste Erhebung des Landes ist der Mont Agou (Mont Baumann) mit einer Höhe von 986 m. Weitere Erhebungen sind: Der Mont Koronga mit einer Höhe von 789 m  und der Mont Kalankpa mit einer Höhe von 779.


Flüsse:

Der längste Fluss des Landes ist der Mono mit einer Länge von rund 400 km. Weitere Flüsse in dem Land sind: Der Ogou und der Oti.


Seen:

Das Land umfasst einige kleinere Seen. Der grösste See ist der Retenue de Nangbéto.





Republik Togo

Togo grenzt im Norden an Burkina Faso, im Osten an Benin und im Westen an Ghana. Im Süden bildet der Atlantische Ozean eine natürliche Grenze. Das schmale Land steigt hinter den Küstenlagunen und Sumpfebenen zu einem hügeligen Plateau an. Im Norden senkt es sich zu einer grossen Ebene, die vom Fluss Oti bewässert wird. Das Landesinnere ist dicht bewaldet, während sich im Norden und Süden Savanne ausdehnt. Der Fluss Mono mündet im Osten ins Meer. Endlose palmengesäumte Sandstrände sind typisch für den schmalen Küstenstrich zwischen Lomé und Cotonou.


Geographische Lage:

8°00 N / 1°10 O

Zeitzone:

MEZ - 1h

Fläche:

56.785 qkm

Höchster Punkt:

Mont Agou 986 m

Tiefster Punkt:

Atlantischer Ozean 0 m

Längster Fluss:

Mono 400 km

Hauptstadt:

Lome

Bevölkerung:

6,031.808 (Juli 2009)

Bevölkerungsdichte:

106/qkm

Ethnische Zusammensetzung:

Ewe 43%, Kabre 27%, Mina 13%, Gurma 16%

Religion:

Naturreligionen 70%, Christen 20%, Muslime 10%

Währung:

1 CFA Franc = 100 Centimes

Durchschn. Kaufkraft/Jahr:

1.900 EUR


Klima:

Das Klima ist tropisch, im Norden trocken-heiss, im Süden feucht-heiss. Die Regenzeit dauert von April bis Juni bzw. September bis November.


Flora und Fauna:

In den niederen Lagen herrscht Savanne vor, dort leben Antilopen und Elefanten.


Sprache:

Amtssprache ist Französisch. Afrikanische Sprachen wie Kabyé und Ewé dienen als Umgangssprache. Englisch wird nur wenig gesprochen.


Politisches System:

Präsidialrepublik seit 1967. Verfassung von 1993, letzte Änderung 1998. Einkammerparlament mit 81 Mitgliedern. Seit 2000. Unabhängig seit 1960 (ehemaliges französisches Treuhandgebiet).


Wirtschaft:

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft beschäftigt, grösster Devisenbringer sind jedoch die Phosphaterze. Die Bandbreite der landwirtschaftlichen Produktion reicht von Kakao über Kaffee, Baumwolle, Kopra, Erdnüssen, Maniok, Reis und Hirse bis hin zu Mais. Exportiert werden hauptsächlich Baumwolle, Kaffee und Kakao. Die Industrie des Landes konzentriert sich auf die Verarbeitung dieser Erzeugnisse. Wichtigste Handelspartner sind die EU-Länder. Auch zu Côte d'Ivoire und Senegal bestehen gute Handelsbeziehungen. Die Wirtschaft leidet unter niedrigen Warenpreisen und mangelnder Investitionstätigkeit, die durch die andauernden politischen Unruhen hervorgerufen wurde. Die Bedeutung Togos als Export-Drehscheibe für benachbarte Länder ohne Zugang zum Meer hat seit den frühen neunziger Jahren aufgrund der politischen Unruhen abgenommen. Auch der Tourismus hat darunter gelitten. Togo zählt zur französischen Währungszone und ist Mitglied der Wirtschaftsunion ECOWAS. Landwirtschaftliche Produkte: Hirse, Mais, Maniok, Baumwolle, Kaffee, Kakao, Palmkerne, Kopra. Exportgüter: Phosphate, Kaffee, Kakao.


Land:

Hinter einer Nehrungs- und Lagunenküste erhebt sich zwischen einer Fastebene mit Inselbergen im Süden und dem Tafelland der Oti-Ebene im Norden das in Südwest-Nordost-Richtung ziehende Togo-Atakora-Gebirge mit dem Mont Agou (1020 m). Das Klima ist warm und zeigt an der Küste den äquatorialen Typ mit je zwei Regen- und Trockenzeiten, etwa vom 8. Breitengrad nach Norden den sudanesischen Typ mit nur einer Regen- und Trockenzeit. Die Niederschlagsmengen nehmen nach Norden zu ab. Der grösste Teil Togos wird von einer ölpalmenreichen Feuchtsavanne einge-nommen. Das nördliche Togo trägt Trockensavanne. Im Togogebirge gibt es Reste des immergrünen Regenwalds.


Bevölkerung:

Innerhalb der meist sudaniden Bevölkerung lassen sich 40 Stammesgruppen unterscheiden. Als wichtigste sind die Ewe (43%) und die Kabre zu nennen. Etwa 20% der Bevölkerung sind Christen, 10% Moslems (besonders im Norden) und die übrigen Anhänger von Naturreligionen.


Wirtschaft:

64% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Landwirtschaft als Haupterwerbs-quelle baut für den Eigenbedarf Mais, Hirse, Reis, Maniok und Süsskartoffeln an. Die wichtigsten Agrarerzeugnisse für den Export sind Kakao, Kaffee, daneben Kokosnüsse, Baumwolle, Erdnüsse. Die Viehzucht (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen) hat geringere Bedeutung. Infolge von verstärktem Holzeinschlag für die Brennholzgewinnung bedecken die tropischen Regen- und Savannenwälder nur noch 24% der Landesfläche. Die Küstengewässer und Lagunen Togos sind sehr fischreich, doch verhindern veraltete Fangmethoden höhere Erträge. Der Bergbau, der rund die Hälfte der Exporterlöse liefert, beschränkt sich auf den Abbau der grossen Phosphatlager am Togosee und auf den Abbruch von Marmor. Die Industrie verarbeitet besonders Agrarprodukte, daneben gibt es Textil- und Baustoffindustrie.


Geschichte:

1884 wurde Togo deutsches Schutzgebiet unter dem Gouverneur Gustav Nachtigal. In der Zeit der deutschen Herrschaft galt Togo als Musterkolonie, die als Erste seit etwa 1900 wirtschaftliche Rentabilität erreichte. 1920 wurde Togo teils britisches, teils französisches Mandatsgebiet.


Nach dem 2. Weltkrieg bemühten sich die Ewe um politische Vereinigung ihres Volks, drangen jedoch bei den UN nicht durch. In Britisch-Togo ergab eine Volksabstimmung 1956 insgesamt (nicht jedoch im Ewe-Gebiet) eine Mehrheit für den Anschluss an Ghana (damals noch britische Kolonie Goldküste). Frankreich gewährte seinem Mandatsgebiet Französisch-Togo 1955 ein Autonomiestatut. Das britische Gebiet wurde Ghana angegliedert. Im ehemaligen französischen Gebiet übernahm N. Grunitzky die Regierung, wurde jedoch nach der Wahl 1958 durch S. Olympio abgelöst.


Nach der Erklärung der Unabhängigkeit am 27. 4. 1960 kam es zu Spannungen mit Ghana. 1963 wurde Präsident Olympio von meuternden Soldaten erschossen, Grunitzky übernahm wieder die Präsidentschaft, musste aber 1967 dem Armeebefehlshaber G. Eyadema weichen. Er verfolgte innenpolitisch eine repressive Politik. Nach schweren Unruhen wurde 1991 eine Generalamnestie für politische Häftlinge verkündet u. die Einführung eines demokratischen Systems beschlossen. Eyadema musste zahlreiche Machtbefugnisse an eine Übergangsregierung abtreten. Obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung 1992 die Einführung einer neuen Verfassung billigte (präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem), versuchte Eyadema in der Folgezeit mit Hilfe des Militärs, den Demokratisierungsprozess rückgängig zu machen.


Im Januar 1993 kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Armee u. Anhängern der Demokratiebewegung. Bei den von der Opposition boykottierten Präsidentschaftswahlen 1993 wurde Eyadema im Amt bestätigt. Die innenpolitischen Konflikte setzten sich fort.


Nach den umstrittenen Präsidentschaftwahlen 1998 wurde Eyadema zum Wahlsieger erklärt, obwohl die Opposition den Sieg für ihren Kandidaten, den im Exil in Ghana lebenden G. Olympio (Sohn des früheren Präsidenten), reklamierte.


Nach dem Tod von Gnassingbé Eyadéma am 5. Februar 2005 ernannte die Armee des Landes seinen Sohn Faure Gnassingbé, bis dahin Minister für Telekommunikation, zum neuen Präsidenten. Die Afrikanische Union spricht von einem verfassungswidrigen Militärputsch. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS suspendierte am 19. Februar als Reaktion auf die verfassungswidrige Machtergreifung die Mitgliedschaft Togos. Neben weiteren Sanktionen verhängte die ECOWAS unter anderem auch ein Waffenembargo. Am 25. Februar 2005 trat Faure Gnassingbé aufgrund internationalen Druckes und des Widerstandes der Opposition zurück. Die ECOWAS hob daraufhin die Sanktionen auf. Interimistisch wurde der Parlamentspräsident Abass Bonfoh Staatspräsident. Der neue Staatschef sollte innerhalb von 2 Monaten gewählt werden, was am 24. April geschah.


Die Opposition (Spitzenkandidat war der 74-jährige Emmanuel Bob-Akitani) warnte jedoch bereits vor dem Wahltag vor organisiertem Betrug und bezeichnete die Wahlen, unter anderem mit Verweis auf Unregelmässigkeiten bei der Ausstellung von Wahlscheinen, deswegen schon am 23. April als nichtig. Auch ausländische Wahlbeobachter berichteten von massiven Unregelmässigkeiten. Wahlurnen wurden vernichtet.


Am 26. April wurde Faure Gnassingbé mit angeblich 60,22 % der Stimmen zum Wahlsieger erklärt. Auch der Oppositionskandidat Emmanuel Bob-Akitani rief sich aber zum Wahlsieger aus und erkannte das Wahlergebnis nicht an. Vorwürfe wegen Wahlbetrugs erhob auch der Oppositionsführer Gilchrist Olympio, der nicht zur Wahl antreten durfte. Während der Wahlen wurden etliche Wahlkabinen mit Stimmzetteln gestohlen und Oppositionswähler verfolgt. In den der Wahl folgenden Tagen kam es zu Strassenkämpfen mit bis zu etwa 500 Toten und zahlreichen Verletzten, so die der Weltöffentlichkeit berichteten Zahlen. Im Verlauf der Unruhen wurde am 29. April 2005 auch das Goethe-Institut in Lomé nach einer Vorankündigung von (vermutlich Regierungsnahen) Personen beschossen, gestürmt und teilweise in Brand gesteckt. Niemand wurde verletzt. Die Regierung von Togo wirft Deutschland vor, auf der Seite der Opposition zu stehen. Das deutsche Auswärtige Amt verurteilte den Anschlag. Der damalige Bundesaussenminister Fischer forderte ein Ende der antideutschen Hetze. Am 30. April 2005 folgten die ersten Deutschen dem Aufruf des Auswärtigen Amtes, Togo zu verlassen. Am 10. Juni 2005 ernannte Präsident Faure Gnassingbé, der wegen seiner umstrittenen Wahl bis heute von der EU nicht anerkannt wird, den Anführer der gemässigten Oppositionspartei Patriotic Pan-African Party Edem Kodjo zum Premierminister. Kodjo war bereits unter Gnassingbes Vater von 1994 bis 1996 Premierminister, davor von 1978 bis 1984 Generalsekretär der damaligen Organisation für Afrikanische Einheit (OAU), heute Afrikanische Union. Vor der Wahl hatte Kodjo die Einrichtung einer Wahrheits- und Versöhnungskommission nach dem Modell Südafrikas vorgeschlagen.


Bei der Parlamentswahl am  25. Juli 2013 im  hatte sich die Partei von Präsident Faure Gnassingbe laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis klar durchgesetzt. Wie die Wahlkommission in der Hauptstadt Lome bekannt gab, errang sie bei der Abstimmung vom Donnerstag 62 der 91 Mandate. Trotz zufriedenen Äusserungen von Wahlbeobachtern sprach die Opposition von Unregelmässigkeiten. Das wichtigste Oppositionsbündnis "Lasst uns Togo retten" um Spitzenkandidat Jean-Pierre Fabre kam laut Wahlkommission auf 19 Parlamentssitze. Die Einwohner Togos hatten nach zehnmonatiger Verzögerung über ihre künftigen Volksvertreter abgestimmt. Mehr als 20 Parteien bewarben sich um die insgesamt 91 Sitze im Parlament. Von den sechs Millionen Einwohnern des Küstenstaats war gut die Hälfte wahlberechtigt.


Togos langjähriger Staatschef Faure Gnassingbe wurde bei der Wahl am 25.04.2015 für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Gnassingbe hatte 58,75 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die togolesische Wahlkommission mit. Sein wichtigster Herausforderer Jean-Pierre Fabre kam demnach auf 34,95 Prozent der Stimmen. An dem Urnengang hatten sich demnach knapp 60 Prozent der Wahlberichtigten beteiligt. Wahlbeobachter der Afrikanischen Union (AU) hatten die Wahl als frei und transparent bezeichnet. Die Opposition warf dem Regierungslager hingegen Manipulationen vor. Das kleine westafrikanische Land Togo wird seit Jahrzehnten von der Familie Gnassingbe regiert. Von 1967 bis zu seinem Tod im Jahr 2005 war General Gnassingbe Eyadema Präsident, dann brachte die Armee seinen Sohn Faure an die Macht. Dieser wurde bei zwei von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahlen in den Jahren 2005 und 2010 im Amt bestätigt. Ein Gesetzentwurf zur Begrenzung der Präsidentschaft auf maximal zwei fünfjährige Amtszeiten war im Juni 2014 vom Parlament abgelehnt worden.


Karte von Togo

Essen und Trinken in Togo


Rezepte


Okrasuppe mit Fisch

(4 Portionen)


Zutaten

250 g Okraschoten, frisch

3 bis 4 Peperoni, mild

1 afrikanische Aubergine (grün / auch andere Aubergine möglich)

250 g geräuscherter Fisch (oder Fischfilet)

4 Tomaten

1 grosse Zwiebel, gehackt

2 kleine Zwiebel, gehackt

Salz

Pfeffer

Chilipulver


Zubereitung

Okraschoten waschen, Stilansätze entfernen und zerkleinern. Tomaten waschen, Stilansätze entfernen und fein würfeln.

Alle Zutaten in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken und kochen lassen bis die Gemüse garsind. Aubergine aus der Suppe herausnehmen (mit Schaumlöffel).

In seperater Schüssel schälen, pürieren und dann in die Suppe geben. Würzen und noch einige Minuten köcheln lassen.

Heiss mit Fladenbrot servieren.

Nationalhymne in französischer Sprache

Salut à toi pays de nos aïeux, Toi qui les rendait forts, Paisibles et joyeux, Cultivant vertu, vaillance, la prospérité, Que viennent les tyrans, Ton cœur soupire vers la liberté, Togo debout, luttons sans défaillance, Vainquons ou mourrons, mais dans la dignité, Grand Dieu, toi seul nous a exaltés, Du Togo pour la prospérité, Togolais viens, bâtissons la cité.


Dans l'unité nous voulons te servir, C'est bien là de nos cœurs,le plus ardent désir, Clamons fort notre devise, Que rien ne peut ternir. Seul artisan de ton bonheur, ainsi que de ton avenir, brisons partout les chaînes de la traîtrise, Et nous te jurons toujours fidélité, Et aimer servir, se dépasser, Faire encore de toi sans nous lasser, Togo chéri,l'or de l'humanité.


Salut, Salut à l'Univers entier, Unissons nos efforts sur l'immense chantier, D'où naîtra toute nouvelle, La Grande Humanité, Partout au lieu de la misère, apportons la félicité. Chassons du monde la haine rebelle, Finis l'esclavage et la Captivité, A l'étoile de la liberté, Renouons la solidarité, Des Nations dans la fraternité.


Deutsche Übersetzung

Heil dir, Land unserer Vorfahren,Heil denen, die es stark, friedvoll und glücklich machen, Menschen, die für die Nachwelt Tugend und Tapferkeit erlangten. Auch unter den Tyrannen strebt ihr Herz nach Freiheit. Togo empor! Lasst uns standhaft kämpfen. Sieg oder Tod, bewahrt Würde, Allmächtiger Gott, von dir allein kommt Togos Fruchtbarkeit. Menschen Togos, erhebt euch! Lasst uns die Nation erbauen.


Vereint dir zu dienen ist unser brennendster Herzenswunsch. Lasst uns unser Motto hinausrufen,

Dass es nicht verborgen bleibt, Wir, die einzigen Erbauer des Glücks und der Zukunft, Lasst uns alle Ketten und Verrat zerbrechen, Und wir schwören dir für immer Glaube, Liebe, Dienst und Treue, Dass du, geliebtes Togo, ein goldenes Vorbild der Menschlichkeit wirst.


Salut à toi, pays de nos aïeux ist seit 1960 die Nationalhymne von Togo. Alex Casimir-Dosseh hat das Stück komponiert. Zwischen 1979 und 1992 hatte das Land eine andere Nationalhymne.

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Französisch-Togoland

Französisch-Togoland (französisch: Togoland français) war als Folge des Ersten Weltkrieges entstandenes französisches Mandatsgebiet des Völkerbundes bzw. der Vereinten Nationen in Westafrika. 1960 entstand aus diesem Gebiet die Republik Togo.

Am 26. August 1914, unmittelbar nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, rückten britische und französische Truppen in die deutsche Kolonie Togo ein. Nach fünf Tagen kapitulierte die deutsche Polizeitruppe, die hier stationiert war. 1916 wurde Togo in eine britische und eine französische Verwaltungszone aufgeteilt und nach Kriegsende formal zu einem Mandatsgebiet des gerade gegründeten Völkerbundes erklärt, das aber aus verwaltungstechnischen Gründen in einen britischen und einen französischen Teil geteilt blieb. Der französische Teil war dabei erheblich grösser (etwa 2/3 der ursprünglichen Kolonie) und umfasste das gesamte Küstengebiet sowie das Eisenbahnnetz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Teile zu Treuhandgebieten der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, also der Vereinten Nationen, erklärt, ohne dass sich an der geteilten Verwaltung etwas änderte.

1956 wurde Französisch-Togoland zu einer autonomen Republik innerhalb der Union française, verblieb aber unter UN-Treuhandverwaltung. Eine mit allgemeinem Wahlrecht gewählte gesetzgebende Versammlung hatte weitgehende Befugnisse über interne Angelegenheiten der "Republik", daneben gab es ein gewähltes Exekutivorgan, dem ein Premierminister vorstand, der der Legislative verantwortlich war. 1956 wurde dieses System in einer Verfassung festgelegt, die durch ein Referendum bestätigt wurde. Am 10. September 1956 wurde Nicolas Grunitzky Premierminister der "Autonomen Republik Togoland".

Begründet mit Unregelmässigkeiten bei diesem Plebiszit wurde 1958 eine weitere allgemeine Wahl abgehalten, aus der Sylvanus Olympio als Sieger hervorging.

Am 27. April 1960 löste Französisch-Togoland seine verfassungsmässigen Bindungen an Frankreich, entledigte sich seines UN-Treuhandstatus und wurde mit einer provisorischen Verfassung unter dem Präsidenten Olympio unabhängig.

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Karte von Togoland

Britisch-Togoland

Britisch-Togoland war zwischen 1918 und 1957 ein Mandat des Völkerbundes bzw. Treuhandgebiet der Vereinten Nationen in Westafrika.

Entstehung Britisch-Togolandes

Britisch-Togoland entstand als Ergebnis der Aufteilung der ehemaligen deutschen Kolonie Togo im Gefolge des Ersten Weltkrieges. Ende August 1914, wenige Wochen nach dem Ausbruch des Krieges, hatten Frankreich und Grossbritannien diese deutsche Kolonie besetzt, nachdem sie zuvor das Angebot des deutschen Gouverneurs abgelehnt hatten, Togo als neutrales Gebiet zu akzeptieren. Der deutsche Gouverneur hatte für sein Angebot geworben, indem er auf "das schlechte Beispiel für die Eingeborenen" hingewiesen hatte, wenn europäische Soldaten mit einheimischen Hilfstruppen aufeinander schiessen. Französische Truppen waren dennoch in den Norden, britische Truppen in den Süden der deutschen Kolonie einmarschiert. Grosse Teile des Volkes der Ewe, die die Mehrheit in Südtogo stellten, hatten diese Aufteilung begrüsst, da sie nun unter britischer Herrschaft mit ihren Verwandten in der britischen Nachbarkolonie Goldküste vereint waren. Franzosen und Briten einigten sich jedoch auf eine Aufteilung in einen britischen West- und einen französischen Ostteil des Gebietes, wodurch das Volk der Ewe wiederum geteilt wurde, diesmal in einen britischen und einen französischen Teil.

1918 wurde der britische Teil durch Beschluss des Völkerbundes zum "Mandat Britisch-Togoland", das der Goldküste als Trans-Volta-Togo eingegliedert wurde.

Im Mai 1956 kam es zu einer Volksabstimmung in Britisch-Togoland, ob das Gebiet dem gerade entstehenden neuen Staat Ghana zugeschlagen werden solle. Die Mehrheit der Bevölkerung insgesamt sprach sich dafür aus, auch wenn die Mehrheit der Ewe (also die Mehrheit im Süden des Abstimmungsgebietes) dagegen stimmte. Britisch Togoland wurde daraufhin 1957 gemeinsam mit der damaligen britischen Kolonie Goldküste als Teil des neuen Staates Ghana unabhängig, der Ewe-Nationalismus war jedoch lange Zeit ein Problem für den jungen Staat Ghana. So entstanden mehrere Rebellengruppen wie z.B. Togoland Unification Movement (Bewegung zur Vereinigung Togolands) und Ewe Unification Movement (Bewegung zur Vereinigung der Ewe).

Der französische Teil dagegen erlangte 1960 seine Unabhängigkeit unter dem Namen Togo. Das ehemalige Britisch-Togoland deckt sich heute räumlich weitgehend mit der ghanaischen Provinz Volta Region.