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Westafrika News



Mali 16.04.2018

Blauhelme schlagen Angriff zurück und töten 15 Rebellen

Bei einem Angriff auf einen UNO-Stützpunkt im malischen Timbuktu am Wochenende waren nach Angaben der französischen Streitkräfte rund 15 Angreifer getötet worden. Einige der Aufständischen waren ausserhalb der Militärbasis getötet worden, sagte ein Sprecher der französischen Armee am Sonntag. Einigen von ihnen war es auch gelungen, als Blauhelmsoldaten verkleidet auf das Militärgelände in der Nähe des Flughafens von Timbuktu vorzudringen. Ihr Ziel, maximalen Schaden anzurichten, hätten sie aber verfehlt, sagte der Sprecher.

Bei dem gross angelegten und rund vier Stunden andauernden Angriff war nach UNO-Angaben ein Blauhelmsoldat getötet worden. Sieben Blauhelmsoldaten sowie zwei Zivilisten wurden verletzt. Die französische Armee erklärte, sieben ihrer Soldaten waren verletzt worden. Die malischen Behörden hatten zunächst von dutzenden verletzten französischen Soldaten gesprochen. Die Vereinten Nationen haben 13.000 Soldaten und Polizisten in Mali stationiert, viele von ihnen im unruhigen Norden des afrikanischen Krisenstaates.


Sierra Leone

05.04.2018

Ex-Juntachef Bio gewinnt Präsidentenwahl

Im westafrikanischen Sierra Leone hat der Oppositionskandidat Julius Maada Bio nach Angaben der Wahlkommission die Präsidentschaftswahl gewonnen. Bio hat 51,8 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission am Mittwoch mit. Der Kandidat der Regierungspartei, Samura Kamara, kam demnach auf 48,2 Prozent. Das offizielle Ergebnis der Wahl vom 31. März hatte sich wegen eines Streits über die Methode zur Stimmauszählung verzögert.

Bereits vor Verkündung des Wahlergebnisses hatten Kamara-Anhänger am Mittwoch in der Hauptstadt Freetown demonstriert, Plakate von Bio abgerissen und den Vorwurf einer "ausländischen Einmischung" in die Wahl erhoben, wie ein AFP-Reporter berichtete. Sicherheitskräfte riegelten die Zentrale von Bios Partei SLPP ab, wo sich hunderte Anhänger des Oppositionskandidaten versammelt hatten. Sie feierten bereits vor Verkündung des offiziellen Ergebnisses den Wahlsieg Bios.

Julius Maada Bio hatte bereits die erste Wahlrunde knapp gewonnen. Bio hatte im Januar 1996 mit einem Putsch den damaligen Militärmachthaber Valentine Strasser gestürzt und bis zur ersten freien Wahl in Sierra Leone wenige Monate später vorübergehend die Regierungsgeschäfte übernommen. Bei der Präsidentschaftswahl 2012 war er Amtsinhaber Ernest Koroma unterlegen. Dieser durfte nun nach zwei Mandaten nicht mehr antreten. Der bisherige Aussenminister Kamara gilt seit Jahrzehnten als politischer Strippenzieher des westafrikanischen Landes.

Es war die erste Präsidentenwahl in Sierra Leone nach der verheerenden Ebola-Epidemie, bei der fast 4.000 Menschen starben. Die Wirtschaft brach in den Jahren von 2014 bis 2016 um ein Viertel ein. Die Stärkung der Wirtschaft und Wiederaufbaumassnahmen nach einem Erdrutsch mit rund 1.000 Toten in der Hauptstadt Freetown zählen zu den vorrangigen Aufgaben des neu gewählten Präsidenten.


Burkina Faso

03.03.2017

Terrorattacke in der Hauptstadt Ouagadougou

Zu den tödlichen Angriffen auf das Armeehauptquartier im westafrikanischen Burkina Faso sowie auf die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou hat sich die Jihadistengruppe JNIM bekannt. Dabei sei es um Vergeltung für den französischen Militäreinsatz im Nachbarland Mali gegangen, hiess es in einer Erklärung der "Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime" (Jama?a al-Nusrat al-Islam wa al-Muslimin), die die private mauretanische Agentur Al-Akhbar am Samstag verbreitete.

Die Angriffe waren die "Antwort" auf den Tod mehrerer JNIM-Anführer bei einem französischen Militäreinsatz im Norden Malis vor zwei Wochen, zitierte Al-Akhbar aus der Erklärung. Die JNIM wird von dem malischen Touareg Iyad Ag Ghaly angeführt. Die Angreifer in Ouagadougou hatten am Freitag das Armeehauptquartier sowie die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou attackiert. Dabei wurden acht Sicherheitskräfte sowie acht Angreifer getötet.

Augenzeugen berichteten von bewaffneten Männern, die im Zentrum der Stadt aus einem Auto gesprungen seien und das Feuer auf Passanten eröffnet hätten. Dann waren sie Richtung französische Botschaft gestürmt. Zeitgleich war auch eine Autobombe vor dem Hauptquartier der Armee und dem benachbarten französischen Kulturzentrum explodiert.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron war fortlaufend über das Geschehen informiert, hiess es aus dem Elysée-Palast in Paris. Die französischen Staatsbürger in Ouagadougou wurden von der Botschaft gebeten, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Das Auswärtige Amt in Berlin forderte deutsche Reisende auf, "Bewegungen in Ouagadougou vorerst zu vermeiden, in sicheren Unterkünften zu bleiben", die örtlichen Medien zu verfolgen und Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.


25.01.2018

Mindestens 22 Tote nach Explosion und Kämpfen

Bei der Explosion eines Sprengsatzes und bei Kämpfen mit mutmasslichen islamistischen Terroristen sind in Mali insgesamt 22 Menschen getötet worden. In der zentralen Region Mopti fuhr am Donnerstag ein von der Grenze zu Burkina Faso kommendes Fahrzeug in der Nähe des Ortes Boni auf einen Sprengsatz. Dabei starben 13 Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie ein Militärsprecher erklärte. Wenige Stunden zuvor sei es bei Youwaro in der gleichen Region auch zu Kämpfen mit Islamisten gekommen, fügte der Sprecher hinzu. Dabei sind zwei Soldaten und sieben Angreifer getötet worden. Vor allem die Sahara-Gebiete im Norden Malis dienen Milizen und islamistischen Extremisten, die mit Al-Kaida in Verbindung stehen, als Rückzugsgebiet. Zuletzt kam es jedoch immer häufiger auch zu Anschlägen und Angriffen im Zentrum des Landes.


Liberia 22.01.2018

George Weah als Liberias Präsident vereidigt

Der ehemalige Fussballstar George Weah ist als Liberias neuer Präsident vereidigt worden. An der Zeremonie in einem Stadion nahe der Hauptstadt Monrovia nahmen neben zahlreichen afrikanischen Staatsoberhäuptern auch Freunde und frühere Mannschaftskollegen des 51-Jährigen teil. Für Liberia ist es die erste Amtsübergabe zwischen zwei demokratische gewählten Regierungschefs seit 1944.

Vor dem Stadion bildete sich eine kilometerlange Schlange. Die wartenden Menschen sangen, tanzten und schwenkten die liberianische Flagge. Weah folgt auf Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf, die zwölf Jahre an der Spitze des Landes stand. Der einstige Weltfussballer hatte im Dezember die Stichwahl gegen Vizepräsident Joseph Boakai klar gewonnen. Weah hat versprochen, die Schaffung von Wohlstand und Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt seiner Präsidentschaft zu stellen.

In Liberia wütete zwischen den Jahren 1989 und 2003 Bürgerkriege mit 250.000 Toten. Liberia gehört zu den ärmsten Länder der Welt, es belegt auf dem Entwicklungsindex der UNO Platz 177 von 188.


Liberia 31.12.2017

Neuer Präsident will Lebensstandard der Bevölkerung anheben

Der designierte liberianische Präsident George Weah hat bei seiner ersten öffentlichen Erklärung seit seiner Wahl der Bevölkerung des westafrikanischen Landes eine Verbesserung des Lebensstandards versprochen. Er werde an die "Fortschritte" seiner Vorgängerin, der scheidenden Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, anknüpfen, sagte Weah am Samstag bei einer Pressekonferenz. "Ich erkläre heute, dass die Verbesserung des Lebens der Liberianer eine aussergewöhnliche Mission ist", sagte Weah. Die künftigen Kabinettsmitglieder "werden sich ganz für die Idee aufopfern, für die Mittellosen und für einen sozialen Wandel zu arbeiten".

Der ehemalige Fussballstar war als klarer Sieger aus der Stichwahl am Dienstag hervorgegangen. Schon in der ersten Wahlrunde am 10. Oktober hatte der frühere Weltfussballer Weah, der in den 1990er-Jahren mit Paris Saint-Germain und dem AC Mailand Erfolge feierte, weit vorn gelegen. Der für sechs Jahre gewählte Präsident wird am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin und Friedensnobelpreisträgerin Johnson Sirleaf antreten, die nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren durfte. Das kriegszerstörte Land im Westen Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Durch die schwere Ebola-Epidemie zwischen den Jahren 2014 und 2016 war die Wirtschaft des Landes zusätzlich belastet worden.


Mali 31.12.2017

Präsident Keita ernennt neue Regierung

In Mali hat Präsident Ibrahim Boubacar Keita eine neue Regierungsmannschaft ernannt. 36 Minister wurden in einem am Sonntag veröffentlichten Dekret unter Regierungschef Soumeylou Boubeye Maiga eingesetzt. Der 63-jährige Maiga ist Keitas fünfter Regierungschef seit 2013. Vor wenigen Tagen waren Regierungschef Abdoulaye Idrissa Maiga und sein gesamtes Kabinett überraschend zurückgetreten. Zu den Gründen für den Rückzug Maigas, der erst im April sein Amt angetreten hatte, wurden keine Angaben gemacht. Beobachter gehen aber davon aus, dass sich Keita mit der neuen Regierung für den bevorstehenden Wahlkampf besser aufstellen will. Der Rücktritt des Kabinetts war sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Mali erfolgt, bei der sich Keita der Wiederwahl stellen will.


Liberia 28.12.2017

Ex-Fussballstar Weah wird neuer Präsident

Aus der Präsidentschaftsstichwahl in Liberia ist der ehemalige Fussballstar George Weah als klarer Sieger hervorgegangen. Wie die Wahlkommission am Donnerstag nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, kam Weah auf 61,5 Prozent. Auf seinen Kontrahenten, den Vizepräsidenten Joseph Boakai von der regierenden Einheitspartei (UP) entfielen 38,5 Prozent.

Zu der Stichwahl waren am Dienstag rund 2,1 Millionen Menschen aufgerufen gewesen. Schon in der ersten Wahlrunde am 10. Oktober hatte der frühere Weltfussballer Weah mit rund 38 Prozent der Stimmen vorn gelegen, Boakai kam auf knapp 29 Prozent.  

Wegen "massiver Unregelmässigkeiten" legte Boakais UP Widerspruch gegen den Wahlgang ein. Die Klagen wurden aber abgewiesen. Wegen der juristischen Auseinandersetzungen wurde die ursprünglich für den 7. November geplante Stichwahl auf den 26. Dezember verschoben. Der 51-jährige Weah hatte sich 2005 vergeblich um das Präsidentenamt beworben und 2011 vergeblich um das Amt des Vizepräsidenten. Seit 2014 ist der einstige Stürmer Senator. George Weah feierte in den 1990er-Jahren mit Paris Saint-Germain und dem AC Mailand grosse Erfolge. Insbesondere bei jungen Wählern geniesst er grosse Sympathien.

Der 73-jährige Vizepräsident Boakai galt als Kandidat der Kontinuität. Der für sechs Jahre gewählte Präsident wird am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf antreten, die nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren durfte. Das kriegszerstörte Land im Westen Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Die schwere Ebola-Epidemie zwischen 2014 und 2016 hat die Wirtschaft zusätzlich belastet.


Mali 07.11.2017

Zwölf Menschen bei zwei Anschlägen in Mali getötet

In Mali sind bei zwei Anschlägen zwölf Menschen getötet worden, die meisten davon Zivilisten. Ein Bus war am Montag in der Nähe des nördlichen Orts Ansongo über einen Sprengsatz gefahren. Dabei waren fünf Menschen, darunter ein Mädchen, ums Leben gekommen, sagte die UN-Friedensmission in Mali am Dienstag. Vier weitere Zivilisten waren verletzt worden. Vier für die Mission arbeitende Menschen sind zudem in der Nähe von Sevare im Zentrum des Landes bei einem Überfall getötet worden. Mitglieder der Nationalgarde, die den Konvoi begleiteten, töteten demnach zwei der Angreifer, zudem war ein Nationalgardist seinen Verletzungen erlegen.

Der Leiter der UN-Mission, Mahamat Saleh Annadif, verurteilte die Angriffe aufs Schärfste. Es war zunächst unklar, wer dahinter steckte. Im Zentrum und Norden des westafrikanischen Landes sind neben Milizen auch islamistische Terroristen aktiv, die mit Al-Kaida in Verbindung stehen.


Liberia 10.10.2017

Wahlen in Liberia

Bei der Wahl am heutigen Dienstag sind rund 2,2 Millionen Liberianer aufgerufen, ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten zu wählen. "Die Wahlen werden zeigen, dass Liberia unumkehrbar den Weg eingeschlagen hat, den Frieden zu bewahren und seine junge Demokratie zu festigen", sagte die nach zwei Perioden aus dem Amt scheidende Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf. Die 72-Jährige war 2011 für ihre Arbeit zur Befriedung des von 14 Jahren Bürgerkrieg zerrütteten Landes mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Johnson-Sirleaf hat erfolgreich die Demokratie in Liberia gefestigt, doch die Wirtschaft liegt brach. Das liegt unter anderem an der verheerenden Ebola-Epidemie, der von 2013 bis 2015 mehr als 4.000 Liberianer zum Opfer fielen. Das öffentliche Leben des Landes stand zeitweise still, das Land wurde um Jahre zurückgeworfen. Zudem brachen noch die Preise von Gummi und Eisenerz ein, den wichtigsten Exportprodukten Liberias.

Nur drei von den insgesamt 20 Präsidentschaftskandidaten werden ernsthafte Chancen eingeräumt. Vizepräsident Joseph Boakai von der regierenden Partei für Einheit (UP) tritt mit Amtsbonus und reichlich Erfahrung an, ist mit 72 Jahren allerdings nicht mehr der Jüngste.

Die grösste Oppositionspartei, die Koalition für Demokratischen Wechsel (CDC), schickt den populären früheren Fussballstar George Weah ins Rennen. Der 51-jährige Senator war bei den Wahlen 2005 Johnson-Sirleaf unterlegen. Er hat den Kampf gegen die Korruption zu seinem wichtigsten Wahlkampfthema gemacht.

Für die Liberalen (LP) tritt Charles Brumskine an. Der 66-jährige Anwalt und Ökonom kandidierte bereits 2005 und 2011 bei den Wahlen.



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