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République du Sénégal

Geografie



Fläche und Grenzen:

Der Senegal umfasst eine Fläche von insgesamt 196.712 km². 50% des Landes sind bewaldetes Gebiet. 15% des Landes werden als Wiesen- oder Weideland genutzt. 18% des Landes werden als Ackerland oder Felder genutzt, besonders zum Anbau von Hirse, Mais, Erdnüssen, Obst und Gemüse.


Der Senegal besitzt mit den folgenden fünf Staaten eine gemeinsame Grenze: Gambia mit einer Länge von rund 740 km, Guinea mit einer Länge von rund 330 km, Guinea-Bissau mit einer Länge von rund 340 km, Mali mit einer Länge von rund 420 km, und Mauretanien mit einer Länge von rund 820 km.


Küsten:

Der Senegal besitzt eine Küste zur See mit einer Länge von rund 530 km.


Berge:

Die höchste Erhebung des Landes ist der Nepen Diakha mit einer Höhe von 581 m. Er befindet sich in den Ausläufern des guineischen Berglandes Fouta Djalon im äussersten Südosten des Landes.


Flüsse:

Der längste Fluss des Landes ist der gleichnamige Senegal, der aber nur zum Teil in dem Land fliesst und eine gesamte Länge von rund 1.635 km besitzt. Er mündet bei Saint Louis im Norden des Landes in den Atlantik. Weitere Flüsse sind: der Gambia mit einer Gesamtlänge von etwa 1100 km, er wird  aber grösstenteils von dem Land Gambia umschlossen, der Saloum     und der Casamance.


Seen:

Das Land umfasst kaum Seen. Es gibt aber den Lac de Guier mit einer Fläche von rund 20 km².


Inseln:

Dem Land ist neben einigen weiteren winzigen Inseln die Île de Gorée mit einer Fläche von 0,36 km² vorgelagert.





Republik Senegal

Senegal grenzt im Süden an Guinea und Guinea-Bissau, im Osten an Mali, im Norden an Mauretanien und umschliesst Gambia vollständig. Im Westen liegt der Atlantische Ozean. Der grösste Teil des Landes liegt weniger als 100 m ü. d. M., Ausnahmen sind die Fouta-Djallon-Ausläufer im Südwesten und die Bambouk-Berge an der malischen Grenze. An der Küste zwischen Dakar und Saint-Louis gibt es Wanderdünen. Südlich von Dakar münden einige Flüsse in den Atlantik. Im Norden, südlich des Senegalbeckens, liegt die unfruchtbare Fouta Ferlo, eine trockene Sahelebene mit spärlicher Vegetation.


Geographische Lage:

12°N - 17°N / 12°W - 18°W

Zeitzone:

MEZ - 1h

Fläche:

196.722 qkm

Höchster Punkt:

Futa Jalon 581 m

Tiefster Punkt:

 Atlantischer Ozean 0 m

Längster Fluss:

Senegal 1633 km (Anteil Senegal)

Hauptstadt:

Dakar

Bevölkerung:

13,711.597 (Juli 2009)

Bevölkerungsdichte:

68/qkm

Ethnische Zusammensetzung:

Wolof 43%, Pular 24%, Serer 15%

Religion:

Muslime 92%, Naturreligionen 6%, Christen 2%

Währung:

1 CFA Franc = 100 Centimes

Durchschn. Kaufkraft/Jahr:

1.800 EUR


Klima: Subtropisches Klima, die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober ohne nächtliche Abkühlung und mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 90 und 100%. In der Trockenzeit beträgt die Luftfeuchtigkeit 60 bis 70%, häufig Sandstürme.


Flora und Fauna:

Die Landschaft wandelt sich von trockener Halbwüste im Norden zu fruchtbarer Savanne und schliesslich zum Regenwald im Süden, wo man an der Küste auch Mangrovensümpfe findet. Die Tierwelt ist vielfältig: Löwen, Affen, Antilopen, Warzenschweine, Flusspferde und Krokodile.


Sprache:

Amtssprachen sind Französisch und Wolof. Senegalo-Guineanisch, Mandé, Ful, Peul, Malinké u. a. als Umgangssprachen.


Politisches System:

Präsidialrepublik seit 1963. Verfassung von 1963. Einkammerparlament mit 140 Abgeordneten.


Wirtschaft:

Erdnüsse erbringen die grössten Exporteinkünfte des Landes. Die Wirtschaftslage des Landes hängt daher stark von der Erdnussernte und den Weltmarktpreisen ab. In den letzten Jahren liessen beide zu wünschen übrig, und Senegal musste Finanzhilfe aus dem Ausland beantragen, um die notwendigen Lebensmittel importieren zu können. Weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Reis, Zucker und Baumwolle werden erst seit kurzem verstärkt angebaut. Die Fischgründe des Landes sind reichhaltig, allerdings flächenmässig klein. Der Abbau von Mineralien ist gegenwärtig auf Phosphate beschränkt, die chemische Industrie verarbeitet Kalk- und Aluminiumphosphate. Es gibt einige Eisenerzvorkommen, und im Landesinneren vermutet man Erdölvorkommen, nach denen zur Zeit gesucht wird. Nach der Côte d'Ivoire ist Senegal das am weitesten industrialisierte Land Westafrikas. Die bedeutendsten Industriezweige sind die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Phosphaten, die Textilindustrie, der Schiffbau, der Bau von Lastkraftwagen sowie die Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten, Lebensmitteln, Druckereierzeugnissen, Düngemitteln, Farben und Zement. Senegal ist Mitglied der CFA-Franc-Zone. Frankreich ist der grösste Handelspartner, gefolgt von der Côte d'Ivoire, Indien und Italien. Der Tourismus ist von zunehmender Bedeutung. Landwirtschaftliche Produkte: Hirse, Reis, Mais, Maniok, Baumwolle, Erdnüsse, Viehzucht.  


Land:

Senegal ist ein flaches Senkungsgebiet, das landeinwärts wenig ansteigt und im Südosten 400 m Höhe erreicht. Bei Cap Vert bilden vulkanische Gesteine (Basalt) eine Steilküste. Senegal liegt im Bereich wechselfeuchten Tropenklimas im Süden und tropischen Trockenklimas im Norden. Die Länge der Trockenzeit wächst von Süden nach Norden, die Niederschlagsmenge nimmt ab, und entsprechend wandelt sich das Vegetationsbild von der Feuchtsavanne im Süden zur Trocken- und Dornsavanne im Norden.


Bevölkerung:

Die Bevölkerung gehört überwiegend islamischen westafrikanischen Stämmen an. Daneben gibt es rund 200 000 Nichtafrikaner, besonders Franzosen und Vorderasiaten.


Wirtschaft:

Die Landwirtschaft liefert in erster Linie Erdnüsse sowie Palmprodukte, Baumwolle, Hirse, Bohnen, Maniok, Reis, Kartoffeln und Mais. Erdnüsse und Erdnussprodukte sind mit über 12% am Gesamtausfuhrwert beteiligt. Die Viehzucht (Rinder, Schafe, Ziegen, Geflügel) hat vor allem im Norden Bedeutung. Wichtig ist die Küstenfischerei und die Binnenfischerei am Senegal u. a. Flüssen. Fisch- und Fischereierzeugnisse stellen rund ein Viertel der Gesamtausfuhr. Als bedeutender Bodenschatz kommt Phosphat vor. Andere wichtige Bodenschätze sind Aluminiumphosphat, Blei, Zink und Kupfer. Die im Ausbau begriffene Industrie liefert Agrar- und Fischfangprodukte und neben Kunstdünger, Erdölprodukten und Zement auch Fertigwaren in Form von Textilien, Leder- und Kunststoffartikeln, Pharmazeutika, Metallwaren.


Geschichte:

Das heutige Staatsgebiet gehörte im Mittelalter als Einflusszone zunächst zum Königreich Ghana, dann zu Mali. Bald nach der Blütezeit des Mali-Reichs Ende des 14. Jahrhunderts entdeckten portugiesische Seeleute die senegalesische Küste. Im 16. Jahrhundert folgten den Portugiesen Niederländer, später auch Franzosen als Händler. 1659 wurde die Handelsniederlassung Saint-Louis gegründet. Der Besitz Senegals wechselte mehrmals, bis Frankreich sich 1791 endgültig gegen seine Rivalen behaupten konnte. Unter Gouverneur L. Faidherbe erlebte Senegal seit 1854 eine weitere Ausdehnung.


1857 wurde Dakar gegründet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Senegal zu Franösisch-Westafrika. 1958 erhielt es Autonomie und 1960 die Unabhängigkeit. Der führende Politiker des unabhängigen Senegal war L. S. Senghor (1960-1980 Staatspräsident). Er trieb eine Aussenpolitik der gemässigten Blockfreiheit in enger Zusammenarbeit mit Frankreich. Ihm folgte A. Diouf. 1982-1989 hatten sich die beiden Staaten Senegal und Gambia unter dem Namen Senegambia zu einer Konföderation zusammengeschlossen. 1983, 1988 und 1993 wurde Diouf durch Direktwahl im Präsidentenamt bestätigt.


Im März 2000 unterlag Präsident Diouf bei dem Kandidaten der Opposition Abdoulaye Wade, (PDS). Abdoulaye Wade ernannte Moustapha Niasse (AFP) zum neuen Regierungschef. Eine aus sieben Parteien bestehende Regierungskoalition wurde gebildet. Im Januar 2001 wurde die Verfassung per Referendum geändert. Die Amtszeit des Präsidenten wurde auf maximal zwei Mandate à 5 Jahre begrenzt. Die Bürgerrechte, insbesondere die der Frauen, wurden gestärkt.


Macky Sall gewinnt die Präsidentenstichwahl im März 2012. Der 50-jährige Sall war von 2001 bis 2003 Bergbauminister, dann bis 2004 Innenminister und bis 2007 Regierungschef. Nach seinem Bruch mit Wade gründete er seine eigene politische Partei. Macky Sall erhielt nach dem offiziellen Ergebnis 65,8 Prozent der Stimmen und Staatschef Abdoulaye Wade kam auf 34,2 Prozent.


Karte von Senegal

Die senegalesische Passagierfähre überlebten "Le Joola" kenterte am 26. September 2002 vor der Küste Gambias. Das Unglück forderte offiziell 1863 Todesopfer, dabei überlebten nur 65 Menschen.


Zum Zeitpunkt des Unglückes befanden sich viele Studenten aus der Casamance an Bord, die zum Semesterbeginn nach Dakar wollten. Ihr Tod hat bis heute spürbare Auswirkungen auf die weiteren Entwicklung ihrer Herkunftsregion. Der Untergang führte zu einer politischen Krise in Senegal und zur Entlassung der Regierung durch Präsident Abdoulaye Wade.


Die "Le Joola" wurde nach dem hauptsächlich in der Casamance ansässigen Volksstamm der Joola (auch "Djola") benannt. Sie war die wichtigste Fähre zwischen der Stadt Ziguinchor in Casamance und der senegalesischen Hauptstadt Dakar.


Das 2087 BRT grosse Schiff wurde 1990 in Dienst gestellt.  Die "Le Joola" war bei der Neuen Germersheimer Schiffswerft vom Stapel gelaufen. Es war für die Binnenschiffahrt bis ca.50 Seemeilen vor der Küste vorgesehen. Das Schiff war 79,5 Meter lang, 12,5 Meter breit und für 550 Passagiere, dreizehn Fahrzeuge und 250 Tonnen Fracht ausgelegt. Drei Jahre nach dem Untergang der Passagierfähre, am 11. November 2005, wurde mit der "Willis" erneut eine reguläre Schiffsverbindung zwischen Dakar und der Casamance in Betrieb genommen.


Gemessen an der Anzahl der Todesopfern war der Untergang der "Le Joola" die zweitgrösste Schiffskatastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg. Nur die Kollision der philippinischen Fähre Doña Paz mit dem Tanker Vector am 20. Dezember 1987 forderte mit insgesamt 4.386 Todesopfern eine höhere Anzahl an Opfer.


Nationalhymne in französischer Sprache


Pincez tous vos koras, frappez les balafons, Le Lion rouge a rugi Le Dompteur de la Brousse, d'un bond s'est élancé dissipant les ténébres, Soleil sur nos terreurs Soleil sur notre espoir. Debout frères voici.


l'Afrique rassemblée, Fibres de mon c'ur vert, épaule countre épaule Mes plus que fréres O Sénégalais, debout! Unissons la mer et les sources, Unissons la Steppe et la forêt, Salut Afrique mère. Salut Afrique mère.


Sénégal, toi le fils de l'écume du Lion, Toi surgi de la nuit au galop des chevaux, Rends-nous, oh' rends-nous l' honneur de nos Ancêtres, Splendides comme ébene et forts comme le muscle, Nous disons droits-l'épée n'a pas une bavure.


Sénégal, nous faisons nôtre ton grand dessein. Rassembler les poussins à l'abri des milans, Pour en faire, de l'Est à l'Ouest, du Nord au Sud, Dressé, un même peuple, un peuple sans couture, Mais un peuple tourné vers tous les vents du monde.


Sénégal, comme toi, comme tous nos héros, Nous serons durs sans haine et les deux bras ouverts, L'épée, nous la mettrons dans la paix du fourreau, Car le travail sera notre arme et la parole. Le Bantou est un frère, et l'Arabe et le Blanc.


Mais que si l'ennemi incendie nos Frontières, Nous serons tous dressés et les armes au poing. Un Peuple dans sa foi défiant tous les malheurs, Les jeunes et les vieux, les hommes et les femmes. La Mort, oui! Nous disons la Mort, mais pas la honte.


"Pincez Tous vos Koras, Frappez les Balafons" (Nehmt eure Koras, schlagt die Marimbas) ist seit 1960 die Nationalhymne des Senegal. Den Text verfasste Léopold Sédar Senghor (1906-2001), der erste Präsident des Landes. Die Musik stammt von Herbert Pepper.


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Schiffs-Katastrophe im Senegal


Der Untergang der "Le Joola" im Jahr 2002

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