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Wirtschaft    Wirtschaftsnews 2022

Wirtschaftsnews Westafrika 2022



Google-Verbindung von Westafrika nach Europa wird gebaut

19.03.2022

Googles Seekabel Equiano ist in Togo angekommen. Das Kabel soll noch in diesem Jahr in Nigeria, Namibia und Südafrika landen und Afrika über Portugal mit Europa verbinden. Das Projekt gehört Google.

"Unsere Vision ist es, ein digitales Zentrum zu werden, und wir brauchen Konnektivität", sagte die togolesische Ministerin für Post und digitale Wirtschaft, Cina Lawson, in einem Interview am 15. März. "Wir werden durch dieses Kabel eine Menge Kapazität haben. Wir werden in der Lage sein, Kapazitäten an andere Länder weiterzugeben."

Durch die Erhöhung der Datenrate hofft Togo auch, Rechenzentren und andere Unternehmen anzuziehen und zum Wachstum der Start-up-Industrie des Landes beizutragen, sagte Lawson. Togo ist ein Logistikzentrum in Westafrika mit einem grossen Hafen. Mit dem Programm Togo Digital 2025 will man durch verbesserte Konnektivität die wirtschaftliche Entwicklung fördern.

Das Equiano-Kabel wurde nach Olaudah Equiano benannt, einem in Nigeria geborenen Schriftsteller und Kämpfer für das Verbot des Sklavenhandels, der selbst als Junge versklavt wurde. Google hatte das Kabel zuerst im Jahr 2019 angekündigt.



Afrika kann und will mehr Gas nach Deutschland und Europa liefern

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.  Pressemitteilung 03.03.2022


Berlin – „Deutschland und Europa müssen jetzt schnell nachholen, was sie in den letzten 20 Jahren verpasst haben – eine Diversifizierung ihrer Erdgaslieferanten. Wirtschaftsminister Habeck ist dafür bis in die USA gereist, um dort verflüssigtes Erdgas (LNG) einzukaufen. Er sollte aber auch nach Afrika reisen, denn kurzfristig können und wollen afrikanische Länder wie Algerien, Ägypten, Nigeria und Angola Gas nach Europa liefern, um unsere Abhängigkeit von russischen Importen zu verringern“, erklärt Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika Verein der deutschen Wirtschaft. „Algerien liefert bereits zuverlässig Erdgas nach Südeuropa und hat in den letzten Tagen angekündigt, die Liefermenge kurzfristig auch erhöhen zu können. Über die 750 Kilometer lange Medgaz-Pipeline, die gerade erweitert wird, fließt das algerische Gas unter dem Mittelmeer bereits in die EU“, so Liebing. „Auch Ägypten, Nigeria und Angola sind Produzenten von LNG und wären in der Lage, mehr verflüssigtes Erdgas nach Europa zu exportieren. Dafür braucht es auch gar keine LNG-Terminals in Deutschland, denn es gibt schon jetzt insgesamt 20 solcher Terminals in Europa. Zusammen könnten diese vier afrikanischen Länder einen signifikanten Beitrag zur Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas mit Erdgas leisten und uns unabhängiger von Importen aus Russland machen. Es braucht nur den politischen Willen, jetzt mit diesen Ländern entsprechende Verträge zu schließen“, sagt der Vorsitzende des Afrika-Vereins. „Gleichzeitig könnte Europa so den afrikanischen Ländern wirtschaftlich zur Seite stehen, die von Folgen des Kriegs in der Ukraine schwer getroffen sind. So ist Ägypten zum Beispiel einer der größten Weizenimporteure der Welt und auf Lieferungen aus der Ukraine zur Versorgung seiner Bevölkerung angewiesen. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges für Afrika könnte Europa durch den Kauf von Gas zumindest ein wenig abfedern“, schlägt Liebing vor. Langfristig können auch Länder wie Ghana, Libyen, Mosambik, Senegal und Tansania Europa mit verflüssigtem Erdgas versorgen, wenn die entsprechende Infrastruktur auf beiden Seiten des Mittelmeers ertüchtigt wird. Diese könnte dann genutzt werden, um grünen Wasserstoff aus Afrika nach Europa zu transportieren. Dafür bietet Afrika noch viel größere Möglichkeiten. Deutschland und die EU müssen deshalb endlich ihre Hausaufgaben machen. Sonst bleiben wir bei der Versorgung in Krisen weiter verwundbar, und die Europäer können weder vom Erdgas noch vom Wasserstoff aus Afrika profitieren“, schließt Stefan Liebing.


Pressekontakt:Daniel El-Noshokaty

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

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Bundesregierung muss ihren Blick nach Afrika richten

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.  Pressemitteilung 21.01.2022


Berlin – „Die neue Bundesregierung hat sich für diese Legislaturperiode sehr ambitionierte Ziele gesetzt. Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit wird sich zeigen, ob sie diese auch umsetzen kann,“ sagt Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft und erklärt weiter „Deutschland hat seit Beginn des Jahres die G7-Präsidentschaft inne. Das ist eine Chance, zentrale Themen der Zukunftsgestaltung auf die internationale Tagesordnung zu setzen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Kontinent.“ „Bundeskanzler Scholz hat zum heutigen Auftakt der ersten Klausurtagung seiner Regierung erklärt, dass er sowohl etwas für eine koordinierte, abgestimmte Politik zur Bekämpfung des Klimawandels wie auch für Fragen der globalen Gesundheit im Hinblick auf die Coronapandemie tun will. Unserer Meinung nach kann das nur gelingen, wenn die Bundesregierung den Blick verstärkt nach Afrika richtet. Denn Afrika ist mit seinen immensen Möglichkeiten im Bereich der Erneuerbaren Energien und einer Industrialisierung, die erst am Anfang steht, ein zentraler Akteur bei der angestrebten Dekarbonisierung der Wirtschaft“, mahnt Liebing an. „Wir brauchen eine Klimapartnerschaft mit Afrika mit dem Ziel eines schnellen Ausbaus der Kapazitäten erneuerbarer Energien und der Produktion von Wasserstoff sowie des Aufbaus klimaneutraler industrieller Wertschöpfung auf dem Kontinent. Das setzt voraus, das privatwirtschaftliche Investitionen in diesen Bereichen durch Garantieinstrumente und staatliche Förderung massiv stimuliert werden.“ „Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze hat zudem zutreffend festgestellt, dass die Pandemie nur dann besiegt werden kann, wenn auch die Menschen in Afrika geimpft seien. Darum sollte Deutschland seine G7-Präsidentschaft dazu nutzen, nicht nur das internationale Impfstoffprogramm Covax mit finanziellen Mitteln für 2022 auszustatten, sondern auch die offensichtlichen Defizite der Initiative anzugehen. Dazu zählen vor allem die immensen Probleme bei der Lagerung und beim Transport der Impfstoffe nach Afrika und in die ländlichen Regionen des Kontinents,“ so der Vorsitzende des Afrika-Vereins. „Es ist unseres Erachtens falsch, ausschließlich auf Covax zu setzen. Wir brauchen die bilaterale Kooperation mit direkten Impfstofflieferungen und logistischer Unterstützung. Die deutsche Privatwirtschaft könnte hier Partner sein,“ so Liebing. „Die Ankündigung von Ministerin Schulze, lokale Impfstoffproduktion in Afrika voranzutreiben, ist sehr zu begrüßen. Auch hier ist die Privatwirtschaft an partnerschaftlicher Zusammenarbeit sehr interessiert.“


Pressekontakt: Daniel El-Noshokaty

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

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el-noshokaty@afrikaverein.de

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