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Federal Republic of Nigeria

Geografie



Fläche und Grenzen:

Nigeria umfasst eine Fläche von insgesamt 923.768 km². 10% des Landes sind bewaldetes Gebiet. 44% des Landes werden als Wiesen- oder Weideland genutzt. 36% des Landes werden als Ackerland oder Felder genutzt, besonders zum Anbau von Erdnüssen, Kakao, Ölpalmen, Kautschuk und Baumwolle.

Nigeria besitzt mit den folgenden vier Staaten eine gemeinsame Grenze: Benin mit einer Länge von 773 km, Kamerun mit einer Länge von 1.690 km, Tschad mit einer Länge von 87 km und Niger mit einer Länge von 1.497 km.


Küsten:

Nigeria besitzt eine Küste zum Atlantischen Ozean mit einer Länge von 853 km.


Berge:

Der höchste Berg des Landes ist der Chappal Waddi mit einer Höhe von 2.419 m. Weitere hohe Berge sind: Der Dimlang mit einer Höhe von 2.042 m, der Sara Peak mit einer Höhe von 1.690 m und der Mount Kagora mit einer Höhe von 1.635 m.


Flüsse:

Der längste Fluss des Landes ist der Niger mit einer Gesamtlänge von 4.181 km. Weitere Flüsse in dem Land sind: der  Benua, der Kaduna, der Hadejia,  der Cross, der Ogun, und der Oshun.


Seen:

Der grösste See des Landes ist der Tschadsee, der sich im Ländereck von Tschad, Nigeria, Niger und Kamerun befindet und dessen Fläche nicht genau anzugeben ist, da sie jahreszeitlich bedingt variiert, und zudem in längeren Zeiträumen betrachtet zunehmend schrumpft. Der Tschadsee ist extrem flach (im Süden nur 3 m, im Norden 7 m), und seine Grösse war damit schon immer extremen Schwankungen unterworfen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Tschadsee vor etwa 30.000 Jahren noch eine Fläche von 370.000 km² hatte und damit der damals grösste See der Erde war. Seitdem findet eine stetige Verlandung statt. Weitere grössere Seen sind: das Kainji- Reservoir und das Tisa- Reservoir.





Bundesrepublik Nigeria

Nigeria grenzt im Norden an Niger, im Nordosten an den Tschad, im Osten an Kamerun und im Westen an Benin. Im Süden liegt der Golf von Guinea, einschl. der Bucht von Benin und des Golfs von Biafra. Landschaft und Vegetation sind sehr unterschiedlich. Die Küstenregion ist flach mit Lagunen, Sandstränden und Mangroven-Sümpfen sowie Regenwäldern mit bis zu 30 m hohen Palmen. Von hier aus geht die Landschaft in Savanne und offene Waldgebiete über, die zum zentralen Plateau von Jos ansteigen (2000 m). Der Norden, der südliche Ausläufer der Sahara, besteht aus Wüste und Halbwüste.


Geographische Lage:

4°N -14°N / 3°O - 15°O

Zeitzone:

MEZ

Fläche:

923.768 qkm

Höchster Punkt:

Chappal Waddi 2419 m

Tiefster Punkt:

Atlantischer Ozean 0 m

Längster Fluss:

Niger 4200 km (Anteil Nigeria)

Hauptstadt:

Abuja

Bevölkerung:

149,229.090 (Juli 2009)

Bevölkerungsdichte:

162/qkm

Ethnische Zusammensetzung:

Hausa u. Fulani 29%, Yoruba 21%, Ibo 18%

Religion:

Muslime 50%, Christen 40%, Naturreligionen 10%

Währung:

1 Naira = 100 Kobo

Durchschn. Kaufkraft/Jahr:

1.100 EUR


Klima:

Tropisches feucht-heisses Klima im Süden (im Norden eher trocken) ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Im Süden dauert die Regenzeit von Mai bis Anfang November. Trockener Wüstenwind (Harmattan) in den Monaten Dezember bis Februar.


Flora und Fauna:

Die Vegetation in Nigeria ist äusserst vielfältig. Im Küstenstreifen und bis weit in das Nigerdelta hinein wachsen Mangroven und tropischer Regenwald. Im Südosten ist der Regenwald bereits vollständig durch Palmenwälder ersetzt worden. Die Tierwelt ist in den stark besiedelten Regionen des Südens und mittleren Nordens erheblich dezimiert.


Sprache:

Amtssprache ist Englisch. Die drei nigerianischen Hauptsprachen sind Yoruba, Ibo/Igbo und Hausa, daneben werden 400 andere Sprachen gesprochen.


Politisches System:

Präsidiale Bundesrepublik (im Commonwealth) seit 1979 (von 1995 bis 1999 von der Mitgliedschaft suspendiert). Neue Verfassung von 1999. Zweikammerparlament: House of Representatives mit 360, Senate mit 190 Mitgliedern. Präsident: Goodluck Jonathan, seit 2010. Unabhängig seit 1960 (ehemalige britische Kolonie).


Wirtschaft:

Nigeria ist ein OPEC-Land. Der Erdölexport, der 90% der Deviseneinnahmen erbringt, ist von entscheidender Bedeutung für die nigerianische Wirtschaft. Nigeria verfügt ferner über grosse, z. T. noch nicht ausgebeutete, Kohle-, Erdgas- und Mineralvorkommen. 64% der Erwerbstätigen sind noch immer in der Landwirtschaft beschäftigt, die Abwanderung in die Städte hat jedoch in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Regierung versucht, der Landflucht entgegenzuwirken und den Lebensstandard der Landbevölkerung zu heben. Die Wirtschaftspolitik zielt darauf ab, die Abhängigkeit von den Erdöleinnahmen zu verringern und die Produktivität der Landwirtschaft zu verbessern, die in den letzten Jahren unter der Dürre und der geringen Investitionstätigkeit litt. Obwohl Nigeria früher Selbstversorger war, muss das Land heute Nahrungsmittel importieren. Hauptexportgüter im Agrarbereich sind Erdnüsse, Kakao und Palmenöl. Die weltweite Rezession Anfang der achtziger Jahre hat sich lähmend auf die gut entwickelte Fertigungswirtschaft ausgewirkt. Einige Branchen hatten angesichts der Devisenknappheit auch mit Ersatzteilmangel zu kämpfen. Die Inflationsrate ist nach wie vor hoch (1992 bei 45%). Die politischen Unruhen und Streiks und die in Frage gestellte Demokratisierung des Landes haben die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich beein-trächtigt. Hauptbezugsgebiete sind Grossbritannien, Deutschland, Frankreich und die USA. Die wichtigsten Absatzgebiete sind die USA (40%), Spanien und Deutschland. Mais, Hirse, Reis, Maniok, Bananen, Zitrusfrüchte, Gemüse, Kakao, Erdnüsse, Palmkerne und Palmöl, Kautschuk, Kokosnüsse, Tabak, Baumwolle, Viehzucht, Forstwirtschaft, Fischfang. Gewinnung von Steinkohle, Erdöl, Ergas, Columbit, Zinn, Gold. Textil-, Lebensmittelindustrie, Erdölraffinerien, Metall-Holzverarbeitung, Kraftfahrzeugmontage. Exportgüter: Erdöl, Kakao, Erdnüsse, Zinn. Die Landwirtschaft liefert für den Export Erdnüsse und Erdnussöl, Kakao, Kautschuk und Palmprodukte. Die Viehzucht (Rinderhaltung) ist auf den Norden beschränkt. Nigeria war eines der wichtigsten afrikanischen Ausfuhrländer für Edelhölzer. Die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder hat zu einem Ausfuhrverbot für Edelhölzer geführt. Die Industrialisierung ist im Aufbau begriffen. Schwerpunkt ist die Verarbeitung von Agrarprodukten. In der Textilindustrie wird vor allem Baumwolle verarbeitet. Besondere Bedeutung für die weitere Industrialisierung hat die Förderung der reichen Erdölvorräte (Erdöl erbringt 94% des gesamten Ausfuhrwerts). Nigeria verfügt auch über reiche Vorkommen von Erdgas, Steinkohle, Zinn, Kolumbit, Eisen und Zirkon. Wichtig für die Energieerzeugung ist der 1969 fertig gestellte Kainji-Staudamm am Niger.


Land:

Der am Golf von Guinea gelegene Staat erstreckt sich vom tropisch feuchtheissen Süden mit äquatorialen Regenwäldern über Feucht- und Trockensavannengebiete bis in die Dornbusch-savannen der Sahelzone im Norden. Von der versumpften Küstenebene steigt das Land nach Norden zu einer 300-500 m hohen und von dichten Regenwäldern bestandenen Hügel- und Tafellandzone an, die jenseits der breiten Talungen des Niger und Benue allmählich zu den weiten Hochflächen des Nordnigerianischen Plateaus (Bauchiplateau 2010 m) überleitet, das den Zentralraum des Landes einnimmt und Savannen sowie durch Rodung entstandene Sekundärwälder trägt.


Bevölkerung:

Nigeria gilt als der bevölkeungsreichste Staat Afrikas. Am stärksten besiedelt sind der Südwesten zwischen der Golfküste und dem Yorubaland sowie der Südosten. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt auf dem Land. Rund 40% der Nigerianer wohnen in Städten, die jedoch vielfach in ihrem Charakter mehr einem Grossdorf ähneln. In ethnischer Sicht ist Nigeria ein Vielvölkerstaat, in dem mehr als 400 verschiedene Stämme und Sprachgruppen leben. Die bedeutendsten Völker sind die im Norden ansässigen Haussa, die Yoruba im Südwesten, die Ibo im Südosten und die Fulbe. Im Norden ist der Islam vorherrschend, dem etwa die Hälfte aller Nigerianer angehört. Gut ein Drittel der Bevölkerung sind Christen, die vor allem im dicht besiedelten Süden leben. Die Spannungen zwischen Nord- und Südnigerianern sind z. T. religiös begründet: Christliche Missionen konnten nur in den südlichen, nichtislamischen Regionen wirken, hier erhielten fast alle Kinder eine Grundschulausbildung. Aus diesem Kulturgefälle resultiert auch ein soziales und wirtschaftliches von Süden nach Norden. Die Analphabetenquote beträgt noch über 40%.


Geschichte:

In vorkolonialer Zeit gründeten u. a. die Yoruba, Hausa und Nupe politisch und kulturell bedeutende Staaten auf dem Gebiet des heutigen Nigeria. 1804 rief der islamische Gelehrte Usman dan Fodio einen "Heiligen Krieg" aus, der zur Errichtung des Fulbe-Reichs von Sokoto führte. Dieses griff erobernd nach Osten und Südwesten aus, bis es 1903 von den Briten unterworfen wurde. Nachdem verschiedene europäische Staaten seit 1500 Sklaven- und anderen Handel in Nigeria getrieben hatten, setzten sich die Briten seit 1861 an der Küste fest.


1914 wurde eine einheitliche britische Kolonialverwaltung für Nigeria geschaffen. Moderne politische Bewegungen der Afrikaner entstanden schon seit 1920. Sie formierten sich nach 1945 zum Nationalkongress für Nigeria und Kamerun (NCNC) und zur Action Group. England gewährte stufenweise Verfassungsreformen, steigerte den Anteil der Afrikaner an Regierung und Verwaltung und sicherte die föderative Struktur Nigerias.


Am 1. 10. 1960 wurde Nigeria unabhängig, drei Jahre später Republik. Das in Nigeria parla-mentarisch-demokratische Regierungssystem, in dem die Konservativen des Nordens (Northern People's Congress, NPC) das Übergewicht hatten, verlor durch Korruption und Wahlfälschungen rasch sein Ansehen. Die soziale Spannung zwischen den breiten Volksmassen und einer dünnen Amts- und Bildungselite entlud sich zum Teil in Stammes- und Parteikonflikten.


1966 versuchten jüngere Offiziere einen Staatsstreich, setzten sich jedoch nicht völlig durch. Mehrere führende Politiker wurden ermordet (A. Bello, T. Abubakar u. a.). Die Regierung wurde 1966 von einer Gruppe von Offizieren und zivilen Beamten unter Leitung Y. Gowons übernommen. Die Abspaltung der Ostregion (Biafra) am 30. 5. 1967 führte zu einem dreijährigen Bürgerkrieg, in dem die Zentralregierung von Grossbritannien und der damaligen UdSSR (Russland) Militärhilfe erhielt. Auch die meisten afrikanischen Staaten unterstützten den Anspruch Nigerias, die Einheit des Staates zu erhalten. Nach dem Bürgerkrieg stieg Nigerias Bedeutung als Führungsmacht in Schwarzafrika aufgrund seiner sehr hohen Bevölkerungszahl und seines Wirtschaftswachs-tums, aber die sozialen Gegensätze wuchsen trotz der grossen Einnahmen aus dem Erdölexport.


1975 wurde Gowon gestürzt. General Murtala Ramat Mohammed verfügte im Rahmen eines "korrektiven Regimes" die Massensäuberung der Verwaltung und verkündete ein Neun-Punkte-Programm zur Demokratisierung des Landes, das nach seiner Ermordung durch Putschisten im Januar 1976 von seinem Nachfolger General O. Obasanjo weiterverfolgt wurde.


Nach Zulassung von Parteien und der Verkündung einer neuen Verfassung 1978 fanden 1979 allgemeine Wahlen statt, bei denen die National Party of Nigeria (NPN) knapp siegte. Staatspräsident wurde A. S. Shagari, unter dem Nigeria eine Politik enger Zusammenarbeit mit den westlichen Industriestaaten verfolgte. Shagari wurde 1983 mit grosser Mehrheit wieder gewählt, aber noch im selben Jahr vom Militär gestürzt, das die Verfassung suspendierte.


Ein weiterer Putsch brachte 1985 General I. Babangida an die Macht. 1991 wurde Abuja zur neuen Hauptstadt proklamiert. 1992 fanden Parlamentswahlen statt, aus denen die "Social Democratic Party" als Siegerin hervorging. Die Befugnisse des Parlaments blieben jedoch eng begrenzt. Die von blutigen Unruhen überschatteten Präsidentschaftswahlen im Juni 1993 liess Babangida annullieren. Im August 1993 trat er zurück und übertrug die Macht auf eine Interimsregierung, deren politische Legitimation jedoch zweifelhaft blieb. Im November 1993 übernahm wieder das Militär die Regierungsgewalt. Neuer Machthaber wurde General S. Abacha, der diktatorisch regierte, und dessen Repressionspolitik mit der Hinrichtung des Schriftstellers und Umweltschützers Ken Saro-Wiwa und acht weiterer Regimekritiker im November 1995 einen Höhepunkt erreichte. Das Verhalten der nigerianischen Regierung rief internationale Proteste hervor.


Nach Abachas Tod 1998 übernahm General Abdulsalam Abubakar die Staatsführung, der die Rückkehr zu einem zivilen Regierungssystem einleitete. Bei Parlamentswahlen im Februar 1999 konnte die People's Democratic Party (PDP) die absolute Mehrheit erringen. Im selben Monat stattfindende Präsidentschaftswahlen gewann der frühere Militärherrscher O. Obasanjo als Kandidat der PDP. Nigeria spielt eine aktive Rolle in der innerafrikanischen Politik (z. B. Engagement im liberianischen Bürgerkrieg). Olusegun Obasanjo wurde als erster Präsident der IV. Republik vereidigt und 2003 in umstrittenen Wahlen für eine zweite Amtszeit bestätigt.


Die IV. Republik war durch eine aktive Aussenpolitik in der Lage, die Schäden der Abacha-Diktatur zu beseitigen (etwa durch die Wiederaufnahme ins Commonwealth), sah sich jedoch starken innenpolitischen Unruhen ausgesetzt, die bis heute andauern. Gemäss der nach amerikanischem Vorbild entworfenen Verfassung von 1989, die jedoch erst am 17. Mai 1999 in Kraft trat, verfügt Nigeria über ein präsidiales Regierungssystem mit einem Senat (109 Abgeordnete) und einem Repräsentantenhaus (360 Abgeordnete). Darüber hinaus gewährleistet die Verfassung ein Mehrparteiensystem und alle vier Jahre stattfindende Wahlen.


Der seit dem 29. Mai 2007 amtierende Präsident Umaru Yar'Adua verfügt über weitreichende Vollmachten und ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef und Oberbefehlshaber der Armee. Das Amt des Vizepräsidenten, der im Falle des Todes oder des Rücktritts des Präsidenten ohne Wahl an dessen Stelle tritt, hat Goodluck Jonathan inne. Die letzten Wahlen, bei denen Umaru Yar'Adua mit 70 % der Stimmen zum Präsidenten gewählt wurde, fanden im April 2007 statt.


Im November 2009 erkrankte Umaru Yar'Adua an Perikarditis (Herzbeutelentzündung) und wurde in Saudi-Arabien behandelt. Die Amtsgeschäfte wurden in dieser Zeit durch Vizepräsident Goodluck Jonathan. Die Mutmassungen über die Amtsunfähigkeit des Präsidenten führten zu einer innen-politischen Krise.Das nigerianische Parlament ernannte Jonathan am 9. Februar 2010 zum amtierenden Präsidenten und bereits am 17. März löste dieser die Regierung auf. Kurz nach dem Tod Yar'Aduas am 5. Mai 2010 wurde Jonathan als Präsident vereidigt. Die Parlamentswahlen wurden am 09.04.2011 und die Präsidentenwahlen am 16.04.2011 durchgeführt.


Präsident Goodluck Jonathan war am 19. April 2011 zum Sieger der Präsidentenwahlen in Nigeria erklärt worden. Nach dem offiziellen Endergebnis erhielt Jonathan knapp 22,5 Millionen Stimmen. Sein grösster Herausforderer, der ehemalige Militärmachthaber Muhammadu Buhari, konnte nach Angaben der Unabhängigen Wahlkommission gut 12,2 Millionen Stimmen verbuchen. Insgesamt hatten nach Angaben der Wahlkommission fast 34,5 Millionen der mehr als 73 Millionen registrierten Wähler im bevölkerungsreichsten Land Afrikas ihre Stimme abgegeben. Internationale Wahlbeobachter hatten von freien, fairen und ordnungsgemässen Wahlen gesprochen.


Die Präsidentschaftswahl in Nigeria 2015 fand am 28. und 29. März statt. Die Wahl war zunächst für den 14. Februar 2015 vorgesehen gewesen, wurde aber aufgrund der Sicherheitslage und der Bedrohung durch Boko Haram um sechs Wochen verschoben. Der Oppositionskandidat Muhammadu Buhari gewann die Präsidentenwahlen. Der bisherige Staatschef Goodluck Jonathan war der erste Amtsinhaber seit der Rückkehr zur Demokratie 1999, der abgewählt wurde. Die Opposition gab bekannt, dass Jonathan in einem Telefonat den Buharis Sieg anerkannt hatte. Die Unabhängige Nationale Wahlkommission erklärte schliesslich, Buhari habe 2,57 Millionen Stimmen mehr erzielt als Amtsinhaber Goodluck Jonathan und sei mit 53,95 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten Nigerias gewählt worden. Nach dem ersten demokratischen Machtwechsel in Nigeria hat der künftige Präsident Muhammadu Buhari die friedliche Wahl als "historisch" bezeichnet.


Karte von Nigeria

Essen und Trinken in Nigeria


Rezepte


Moi Moi Bohnen-Eier-Küchlein

(20 Portionen)


Zutaten

500 g Bohnen (Schwarzaugenbohnen)

2 Zwiebeln

1 Dose Corned Beef

100 ml Öl

1 TL Chilipulver

1 TL Salz

1 TL Thymian

1 TL Curry

100 g Tomatenmark

5 Eier, hartkochen, vierteln


Zubereitung

Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Bohnen anderntags pellen, indem man diese zwischen den Händen reibt. Entpellte Bohnen und die kleingeschnittene Zwiebel pürieren. Öl sowie die Gewürze und das kleingehackte Corned beef unterrühren. Aus Alufolie rechteckige Tüten falten (10x15 cm). Diese mit der Bohnenmasse füllen. Dazu ein gevierteltes Ei geben. Gut verschliessen. In einen Topf setzen. Wasser in den Topf geben, aber die Taschen nicht bedecken. Wasser zum Kochen bringen und im geschlossenen Topf ca. 1,5 Stunden leise garen lassen. Dann ist das Bohnenküchlein fertig. Dazu passt Curryreis, Hähnchenschenkel oder Tomatensosse.



Pfeffersuppe mit Mungbohnen

Verfeinert mit Tamarinde  

(4 Portionen)


Zutaten

2 EL Mungbohnen (kleine grüne Bohnen)

1 Zwiebel, gehackt

1 große Tomate, fein gewürfelt

3 Knoblauchzehen, mit Salz zerdrückt

2 EL Kokusnuss, gerieben

3 Chilischoten, ohne Samen fein gehackt

1 EL Tamarinde

2 El Petersilie, gehackt

1 EL Koriander, gehackt ( 1 TL getrocknet)

1 TlL Kümmelsamen, zerdrückt

1 TL Senfkörner, zerdrückt

Salz

Öl


Zubereitung

250 ml Wasser und Tamarinde in einem Topf 20 Minuten kochen lassen. Nach dem Abkühlen mit Gabel pürieren und Samen, harte Stellen entferne. Durch ein Sieb geben und Flüssigkeit beiseite stellen. Die gewaschenen Bohnen mit 500 ml wasser in einen Topf geben bis sie nach cirka 20 Minuten gar gekocht sind. Öl in einem weiteren Topf erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten, Gewürze, Knoblauchpaste und Kräuter dazugeben und kurz andünsten, bis reichlich Flüssigkeit verdampft ist. Tomate und Kokusnus unterheben und erneut dünsten, bis viel Flüssigkeit verdampft ist. Chilis, Bohnen und Tamarinde mit deren Flüssigkeit hinzugeben und nochmals 5 Minuten kochen lassen. Heiss mit Fladenbrot servieren.



Apapafubu Erdnussuppe  

(4 Portionen)


Zutaten

4 Tomaten

1,5 l Wasser

2 EL Tomatenmark

200 g Erdnussbutter

3 Zwiebeln, gehackt

500 g geräucherte Makrelen

4 Okras

3 Chilis, gehackt


Zubereitung

Den Fisch in kleine Stücke zerteilen. Tomaten vierteln und Okras kleinschneiden. Wasser zum Kochen bringen. Zwiebeln, Tomaten, Okras und Chilis hineingeben und aufkochen. Mit Muskat und Salz würzen. Bei verringerter Hitze 10 Minuten köcheln. Die Erdnussbutter mit heissem Wasser verrühren, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Erdnussbrei und Tomatenmark in die kochende Suppe geben, gut durchrühren. Nach 20 Minuten den Fisch hinzu fügen und unter ständigem Rühren garen. Wenn sich das Erdnussöl absetzt, die Suppe servieren. Dazu passt: Weissbrot oder Fufu. Tipp: Für dieses Gericht wird ein grosser Kochtopf benötigt, da die Erdnussbutter beim Kochen kräftig schäumt. Die Suppe muss ausgiebig gar gekocht werden, zur besseren Bekömmlichkeit.



Currysauce

(4 Portionen)


Zutaten

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Worcestersauce

1 Tasse Mayonnaise

2 EL Currypulver

3 EL Chillisauce


Zubereitung

Zwiebel raffeln, Knoblauch dazupressen, mit den übrigen Zutaten gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sosse kalt stellen. Servieren zu: Salat, Blumenkohl, oder andere Gemüsesorten.



Auberginenpaste

(4 Portionen)


Zutaten

1 grosse Aubergine

1 Knoblauchzehe (klein)

1 EL Petersilie, gehackt

1 TL gemahlene Sesamkörner

1/2 TL Salz

1 EL Zitronensaft


Zubereitung

Die Aubergine schälen, in Salzwasser 10 bis 15 Minuten kochen. Mit einem Holzlöffel zerdrücken. Die Knoblauchzehe dazupressen, die übrigen Zutaten zugeben und zu einer Paste verarbeiten. Dazu passt ein arabisches Fladenbrot.



Ziegen-Pfeffersuppe

(4 Portionen)


Zutaten

500 g Ziegenfleisch / ersatzweise Lamm

500 g Yamswurzel

2 unreife Kochbananen

2 gehackte Zwiebeln

2 gehackte Chilis

Zitronengras

geriebener Muskat


Zubereitung

Die Yamswurzel und Kochbananen in fingerdicke Stücke schneiden. Das Fleisch, die Zwiebeln und Chilis mit einer Prise Salz in reichlich Wasser bei mittlerer Hitze 30 Min. köcheln lassen. Anschliessend Yamswurzel und Kochbananen zufügen und erneut 30 Min. köcheln. Das Ganze dann mit Zitronengras und Muskat abschmecken und heiss servieren.

Nationalhymne in englischer Sprache

Arise, O compatriots, Nigeria's call obeyto serve our fatherland with love and strength and faith. The labor of our heroes past shall never be in vain to serve with heart and might one nation bound in freedom, peace and unity.


Oh God of creation, direct our noble cause,Guide our leaders right,

Help our Youth the truth to know. In love and honesty to grow and living just and true Great lofty heights attain to build a nation where peace and justice shall reign.


Deutsche Übersetzung

Erhebt euch, Landsleute, folgt Nigerias Ruf unserem Vaterland zu dienen mit Liebe, Stärke und Zuversicht. Die Mühe unserer vergangenen Helden soll niemals vergeblich sein zu dienen mit Herz und Kraft einer Nation, vereinigt in Freiheit, Frieden und Einigkeit.


Oh Schöpfer Gott, leite unser erhabenes Anliegen, lenke unsere Führer richtig hilf unserer Jugend die Wahrheit zu erkennen, in Liebe und Ehrlichkeit heranzuwachsen und gerecht und treu zu leben, grosse erhabene Höhen erlangen um eine Nation zu errichten, in der Frieden und Gerechtigkeit regieren.


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Natur und Landschaft in Nigeria

Nigeria liegt am Golf von Guinea und wird durch den von Nordwesten hereinströmenden Niger und dem grössten Nebenfluss, den Benue, in verschiedene Landschaftschaften aufgeteilt.

Die Küste  ist von Mangrovenwäldern, Lagunen, und Sumpfgebieten durchsetzt. An den Flanken des weitgefächerten Nigerdeltas erstreckt sich das bis zu 150 km breite Küstentiefland, das bis vor wenigen Jahrzehnten noch aus Regenwald bestand. Heute sind die tropischen Edelhölzer weitgehend abgeholzt und durch Palmenwälder ersetzt.

Landeinwärts schliessen sich mit dem Yorubaplateau, den Udi Hills und den Oban Hills 300-500 m hohe, savannenbedeckte Hügellandschaften an. An der nördlichen Vereinigung von Niger und Benue igeht die Landschaft in das über 1000 m hohe Nordnigerianische Plateau überl. In seinem Zentrum erhebt sich das Jos- oder Bauchiplateau (bis 1781 m).

In Richtung Nordwesten fällt das zentrale gelegene Hochland zur Ebene von Sokoto ab, so das grosse Sandflächen bereits die Nähe zur Sahara erkennen lassen. In Richtung Nordosten geht es in die Landschaft Bornu zu den Ufern des verlandeten Tschadsees über. Die Dornbuschsteppe im Norden wird durch Sümpfe und Schilfdickicht abgelöst.

An der östlichen Landesgrenze, mit dem Shebshigebirge (bis 2042 m), gehen die Ausläufer des kamerunischen Hochlands von Adamaoua nach Nigeria über.



Ländliches Nigeria Fotos

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Protektorat Nordnigeria

Das Protektorat Nordnigeria (engl. Northern Nigeria Protectorate) war von 1900 bis 1914 ein britisches Protektorat in Westafrika. Zusammen mit dem Protektorat Südnigeria bildete es die Grundlage der ehemaligen Kolonie Nigeria.

Das Protektorat Südnigeria wurde 1900 aus Territorien der Handelsgesellschaft Royal Niger Company gebildet. Dadurch grenzte sich die britische Kolonialverwaltung gegen deutsche und französische Interessen ab und beschränkte die Macht der traditionellen Kalifate Sokoto und Bornu. Diese wurden 1903 bzw. 1906 endgültig besiegt. 1914 vereinigte sich das Protektorat Nordnigeria mit dem Protektorat Südnigeria zu einer einzigen Kolonie, deren Gebiete jedoch de facto bis 1946 getrennt verwaltet wurden.

Nordnigeria wurde bis 1900 von einem Hochkommissar verwaltet, danach von einem Gouverneur. Hochkommissare des Protektorats Südnigeria waren 1900–1906 Sir Frederick Lugard, der 1906–1907 von Sir William Wallace (Gouverneur) vertreten wurde, und 1907–1908 Edouard Percy Cranwill Girouard. Gouverneure waren 1908–1909 wiederum Edouard Percy Cranwill Girouard, 1909–1912 Henry Hesketh Joudou Bell und 1912–1914 wiederum Sir Frederick Lugard, der zugleich das Amt des Gouverneurs von Südnigeria innehatte.