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Ethnie Liberia



Kru

Die Kru sind ein westafrikanisches Volk, das in Liberia, Cote d'Ivoire, Sierra Leone und Guinea ansässig ist. Die Kru sprechen eine eigene Sprache, die zur Gruppe der Kru-Sprachen in der Sprachfamilie der Niger-Kongo-Sprachen gehört. Die Kru-Sprachen sind nach dem Volk der Kru benannt. In Liberia leben ca. 244.000 Kru, in Cote d'Ivoire ca. 50.000, in Ghana etwa 21.000, in Sierra Leone etwa 11.000 und in Guinea etwa 3.800 Kru. Die Kru sind Küstenbewohner, ihren Lebensunterhalt verdienen viele Kru durch Fischfang und Verarbeitung sowie durch Bootsbau und Holzverarbeitung.


Die Kru wurden schon im 19. Jahrhundert von europäischen Schiffen als Seeleute angeheuert. Sie waren deshalb auch schon früh europäischen Einflüssen ausgesetzt. Das englische Wort Crew soll von der Bezeichnung für das Volk der Kru zum Synonym für die Besatzung eines Schiffes geworden sein.


Bassa

Die Bassa sind das zweitgrösste Volk Liberias und leben in Grand Bassa, in der Region Rivercess, sowie in den Montserrado-Bezirken. Insgesamt leben in Liberia 350.000 Bassa (Volkszählung 1991). Es gibt aber auch 5.000 Bassa in Sierra Leone. Sie sprechen die Sprache Bassa, eine Kru-Sprache, und haben ihre eigene Schrift entwickelt, genannt "Bassa" oder "Vah", welches sich im 19. Jahrhundert entwickelt hat. Traditionell haben die Bassa ihre eigene westafrikanische Religion, doch seit dem 18. Jahrhundert praktizieren sie auch das Christentum.


Die Bassa (neben den Dei, Bassa, Kru, Krahn und Grebo), auch bezeichnet als Kwa-Sprecher, können ihre historischen Wurzeln bis nach Ägypten zurückführen. Als das Adbassa-Reich im 6. Jahrhundert zusammenbrach, migrierten sie von Ägypten nach Bassari, welches Teile des heutigen Senegal, Kongo, Sierra Leone, Liberia, Togo und Kamerun mit einbeschloss. Das Adbassa-Reich residierte drei Jahrhunderte neben den Reichen Bornu, den Hausastaaten und den Yoruba-Königreichen.


Kpelle

Die Kpelle (Kpèlé, französisch Guerzé) sind eine Ethnie in Westafrika, die hauptsächlich in Liberia sowie im Südwesten Guineas (Region Waldguinea) ansässig ist. In Liberia gibt es etwa 300.000 Kpelle, in Guinea 100.000. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung Liberias liegt bei ca. 20%.


Ihre Sprache ist eine Mande-Sprache und wird ebenfalls Kpelle genannt. Sie unterteilt sich in guineisches (nördliches) und liberianisches (südliches) Kpelle. Es gibt unter den Kpelle sowohl Christen als auch Anhänger traditioneller Religionen. Insbesondere in Guinea sind sie Muslime. Die guineischen Kpelle werden von den liberianischen auch "französische Kpelle" genannt.


Wichtigstes Nahrungsmittel der Kpelle ist Reis, der in Brandrodungswirtschaft angebaut und einmal jährlich geerntet wird. Zweitwichtigstes Nahrungsmittel ist Maniok. Es werden auch andere Feldfrüchte angebaut sowie Fischerei, Jagd und Sammlerei betrieben. Viehzucht ist hingegen eher selten. In den Dörfern wird Handwerk betrieben. Seit den 1960er Jahren existiert auch der Anbau von Cash Crops wie Zuckerrohr, Kakao und Kaffee in kleinen Umfang. Viele Kpelle arbeiten heute auch als Lohnarbeiter in Kautschukplantagen und Eisenerzminen.


Vai

Die Vai sind eine Ethnie in den westafrikanischen Ländern Liberia und Sierra Leone. Ihre Bevölkerungszahl wird auf ca. 200.000 geschätzt.


Die Vai sind für ihr Silbenschriftsystem (Vai-Schrift) bekannt, die in den 1820ern entwickelt wurde und im Laufe des 19. Jahrhunderts weite Verbreitung fand, bis ihre Bedeutung im 20. Jahrhundert sank. Die Sprache der Vai ist die Mande-Sprache Vai.



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