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Wissen    Personen Westafrika    

Bekannte Personen Westafrikas



Burkina Faso


Joseph Ki-Zerbo (geb. 1922)

Für seine Arbeit als Historiker und seine Analysen der Probleme des afrikanischen Kontinents wurde er 1997 mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt.


Bernard Lédéa Ouédraogo (geb. 1930)

Zur Unterstützung der Landbevölkerung begründete er u.a. die Naam-Bewegung (landwirtschaftliche Entwicklungsförderung auf der Basis von Selbsthilfe) in Burkina Faso und wurde 1987 in die globale UN-Ehrenliste für Umweltkämpfer aufgenommen. 1989 wurde er mit dem "Africa Prize for Leadership for the Sustainable End of Hunger" sowie 1990 mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt.


Thomas Sankara (1949 bis 1987)

Der sozialistisch orientierte und in einem Militärputsch ermordete Politiker galt als "Che Guevara Afrikas". Er gab dem Land den Namen Burkina Faso ("Land der Aufrichtigen"), von ihm stammt auch die neue Nationalflagge sowie der Text der Nationalhymne. Während seiner Regierungszeit bemühte er sich u.a., den Status der Frauen im Land zu verbessern, so verbot er die Beschneidung der Mädchen, wendete sich gegen die Polygamie und propagierte Verhütung. Mehr ›››



Côte d'Ivoire


Didier Yves Drogba Tébily (geb. 1978 in Abidjan)

Drogba ist einer der herausragenden Fussballspieler des Landes und ist Mitglied der Nationalmannschaft der Côte d'Ivoire. Er spielte bei UC Le Mans, EA Guingamp, Olympique Marseille und zuletzt beim FC Chelsea. An der WM 2010 in Südafrika konnte er verletzungsbedingt nicht teilnehmen.

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Tiken Jah Fakoly (geb. 23. Juni 1968 in Odienné)

Reggaemusiker und politisch stark u.a. gegen Unterdrückung, Machtmissbrauch und Korruption engagiert. Wegen seines Engagements erhielt er Morddrohungen und war zunehmend Repressalien ausgesetzt, so dass er 2002 die Côte d'Ivoire verliess, wo er mittlerweile sogar zum Staatsfeind erklärt wurde. Er lebt seitdem in Mali, von wo er immer wieder zu Konzertreisen, auch nach Europa, aufbricht und als Idol der Jugend, besonders in Westafrika und Frankreich, gefeiert wird. Mehr ›››



Ghana


Nana Kwame Abrokwa (geb. 1968)

Der als Nana oder auch Darkman Nana bekannte deutsche Rapper machte sich auch als DJ einen Namen.


Kofi Atta Annan (geb. 1938)

Der 1938 im heute ghanaischen Kumasi geborene Annan amtierte von 1997 bis 2006 als siebter Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN). Im Jahre 2001 wurde er für seine Politik mit dem Friedensnobelpreis geehrt.


Norbert Elias (1897-1990)

Einer der einflussreichsten Soziologen des 20. Jahrhunderts, arbeitete von 1962 bis 1964 als Soziologieprofessor an der University of Ghana in Accra.


Jerry John Rawlings (geb. 1947)

Der auch als J.J. (Junior Jesus) bekannt gewordene Politiker amtierte von 1981 bis 2001 als Präsident Ghanas. Sein hohes politisches Amt erreichte und sicherte er über mehrere Putsche. Rawlings widmete sich während seiner Regierungszeit vor allem wirtschaftlichen Fragen und gab seinem Lande 1992 eine neue Verfassung. 1993 wurde er in Tokyo mit dem Afrikapreis der Organisation "The Hunger project" ausgezeichnet.


Anthony Yeboah (geb. 1966)

Der 1966 in Kumasi geborene frühere ghanaische Fussballspieler spielte u.a. in der deutschen Bundesliga, in der er 1993 und 1994 auch Torschützenkönig wurde. Seit 2008 ist er Präsident beim Ghana Premier League-Team Bechem Chelsea.



Guinea


Sona Diabaté (geb. 1959)

Die bekannte Sängerin Sona Diabaté war zunächst bei Afrikas erster Frauen-Band, den Amazones de Guinée, aktiv, bevor im Jahre 1996 ihr Song "Garé-Garé den 3. Platz der European Worldmusic Charts erreichen konnte.


Jean Claude Diallo (1945-2008)

1945 kam in Guineas Hauptstadt Conakry der renommierte Psychologe Diallo zur Welt, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Minister der Republik Guinea amtieren konnte. Er war zudem Integrationsdezernent von Frankfurt/Main und Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen.


Mory Kanté (geb. 1950)

Der guineische Griot-Musiker erreichte 1988 mit der Single Yéké yéké einen Hit, der auch in ganz Europa bekannt wurde. So gelang es ihm, in Deutschland und der Schweiz sogar bis auf den 2. Platz der Singlecharts vorzurücken.


Katoucha Niane (1960-2008)

Das französische Model Katoucha Niane kam 1960 in Conakry zur Welt. Die Karriere der zu den ersten schwarzen Topmodels gehörenden Frau brachte sie auch in die Nähe zu Yves Saint Laurent, als dessen Muse sie auftrat. Niane verstarb im Alter von 47 Jahren, als sie höchstwahrscheinlich auf dem Wege zu ihrem Hausboot in der Seine ertrank.


Ahmed Sékou Touré (1922-1984)

Ahmed Touré, von 1958 bis 1984 erster Präsident und Diktator Guineas, amtierte zunächst als Bürgermeister von Conakry, bevor er mit Erreichen der Unabhängigkeit seines Landes auch dessen Oberhaupt wurde. Touré war Verfechter eines panafrikanischen Sozialismus' und unterstützte die Befreiungsbewegungen im südlichen Afrika. Allerdings etablierte er in Guinea während seiner Regierungszeit auch eine der brutalsten Diktaturen Afrikas. Folterungen und Ermorderungen von Dissidenten waren an der Tagesordnung. Tausende Menschen verliessen das Land.



Kap Verde


Mayra Andrade (geb. 1985)

Die auf Kuba geborene kap-verdische Sängerin gab im Jahre 2007 ihr Debütalbum heraus und nannte es Navega. Die vorwiegend auf Kreol singende Künstlerin erhielt dafür den Preis der deutschen Schallplattenkritik und gehört heute zu den bekanntesten Sängerinnen von Kap Verde.


Cesária Évora (1941-2011)

Die 1941 in Mindelo geborene Künstlerin gilt als bekannteste Sängerin der Kap Verdischen Inseln und zugleich als Königin der Morna. Sie wurde als "barfüssige Diva" bezeichnet, weil ohne Schuhe und Strümpfe auftrat. Die Musikerin hat u.a. mit Peter Maffay gesungen und vermittelt mit ihren lyrischen Lieder neben Lebenslust auch Wehmut und Melancholie.



Mali


Modibo Keïta (1915-1977)

Der von 1960 bis 1968 amtierende Staatspräsident von Mali, 1915 in Bamako geboren, proklamierte im Jahre 1960 die Republik Mali. Er wurde ihr erster Präsident. Keïta verfolgte eine sozialistische Politik und setzte sich für eine Einheit der afrikanischen Staaten ein. Indes liess Keïta politische Gegner einsperren. Nach einem Militärputsch gegen ihn wurde er entmachtet. Er starb 1977 unter mysteriösen Umständen, was im Lande Unruhen auslöste.


Salif Keïta (geb. 1946)

Der 1946 in Bamako zur Welt gekommene Sportler gehört zu den erfolgreichsten Fussballern seines Landes. Seit 2005 fungiert er als Präsident der Fédération Malienne de Football. Mehr ›››


Habib Koité (geb. 1958)

Koité ist ein Musiker aus Mali, der 1958 in der senegalesischen Stadt Thiès geboren wurde. Die grössten Erfolge feierte er mit seiner Band Bamada.

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Oumou Sangaré (geb. 1968)

Oumou Sangaré spielt Wassoulou, eine Musikart, die sich von traditionellen Jagdliedern ableitet und von einer Calabash begleitet wird. Sangarés Album "Moussoulou" war ein riesiger Erfolg in Westafrika. Mehr ›››



Mauretanien


Ahmad ibn al-Amin al-Shinqiti (1872-1913)

Der zu Mauretaniens berühmtesten Schriftstellern gehörende Ahmad ibn al-Amin al-Shinqiti verfasste als sein Hauptwerk das geografisch, literarisch und historisch ausgerichtete Kompendium "Al-Wasit fi tarájim udaba al-Shinqit", das einzige arabischsprachige Hauptwerk von einem mauretanischen Schriftsteller über Mauretanien.



Niger


Alfred Dogbé (geb. 1962)

Dogbé, ein nigrischer Novellist und Dramatiker, ist neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Kulturjournalist und Regisseur tätig. In allem, was er tut, gilt Dogbé als scharfsinniger Beobachter der sozialen und politischen Sachverhalte.

 

Boubé Zoumé (1951-1997)

Zoumé, der frühere nigrische Schriftsteller, gehört zu den bedeutendsten Literaten seines Landes. Zu seinen berühmtesten Werken zählt die Gedichtesammlung "Les souffles du cœur".



Nigeria


Sade Adu (geb. 1959)

Sade, eigentlich Helen Folasade Adu, gehört zu den populärsten nigerianisch-britischen Sängerinnen der Welt. Die Soul- und R&B-Sängerin verkaufte bis heute mehr als 50 Millionen Platten. Einer ihrer bekanntesten Hits war "Smooth Operator".


Buchi Emecheta (geb. 1944)

Die 1944 in Lagos geborene nigerianische Schriftstellerin erreichte ihren literarischen Durchbruch mit ihrem Roman The Joys of Motherhood im Jahre 1979. Darin erzählt sie vom Schicksal einer Frau, die am Gegensatz zwischen Tradition und Kolonialismus scheitert.


Jessica McIntyre (geb. 1976)

Die 1976 im nigerianischen Kano geborene britische Schauspielerin lebt derzeit in Deutschland. Zu den bekanntesten Filmen, in denen sie mitwirkte, gehören Wo ist Fred? (2006) und Dunkel (2010).


Ken Saro-Wiwa (1941-1995)

Der nigerianische Menschenrechtsaktivist und Schriftsteller erhielt 1994 den Alternativen Nobelpreis und wurde für den Friedensnobelpreis 1996 nominiert, bevor er zusammen mit 8 Mitstreitern vom Volk der Ogoni 1995 von der Militärjunta unter General Abacha exekutiert wurde.


Wole Soyinka (1934 in Abeokuta)

Akinwande Oluwole Soyinka  ist ein nigerianischer Schriftsteller. Ihm wurde am 16. Oktober 1986 mit der Begründung, er gestalte "in breiter kultureller Perspektive und mit poetischen Obertönen das Drama des menschlichen Seins" als erstem Vertreter afrikanischer Literatur der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.



Senegal


Amadou Bamba (1853-1927)

Der 1927 in M'Backe geborene Begründer der Mouriden-Bruderschaft liegt in Touba bestattet, wo sich über seinem Grab die Grosse Moschee aus dem Jahre 1963 gen Himmel erhebt.


Isaac Forster (1903-1984)

Der senegalesische Jurist aus Dakar amtierte von 1964 bis 1982 als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag.


Youssou N'Dour (geb. 1959)

Ist einer für die Entwicklung der senegalesischen Populärmusik verantwortlich, dann ist das sicherlich Youssou N'Dour, der Sänger und Komponist aus Dakar, der in seinem Land ein Superstar ist. Mehr ›››


Léopold Sédar Senghor (1906-2001)

1906 im senegalesischen Joal kam mit Léopold Sédar Senghor einer der wichtigsten Politiker des Landes zur Welt. Der auch als Dichter aktive Philologe amtierte von 1960 bis 1980 als Präsident des Senegal. Seine Politik war geprägt von einem Kurs der Versöhnung mit den ehemaligen Kolonialmächten.


Patrick Vieira (geb. 1976)

Der französische Fussballspieler aus Dakar kickt derzeit für Manchester City. Der Sohn kapverdischer Eltern gehört zu den berühmtesten Fussballern seines Landes.


Me Abdoulaye Wade (geb. 1926)

Der studierte Jurist und Gründer der Demokratischen Partei Senegals. Ehemaliger Präsident des Senegal. Zu seinen grössten Errungenschaften gehört die Verteidigung des laizistischen Staates gegen die Angriffe von radikalen Islamisten.


Kéba Mbaye (1924-2007)

Der senegalesische Richter und Sportfunktionär war Präsident des Obersten Gerichts des Senegal und zwischen 1987 und 1991 Vizepräsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag.



Togo


Paul Ahyi (1930-2010)

Der 2010 verstorbene togolesische Künstler, Architekt, Bildhauer, Maler und Autor, der auch die togoische Nationalflagge entworfen hat, war vor allem seiner grossen Freiluft-Statuen wegen bekannt. Einen wichtigen Beitrag leistete er auch für das Independence Monument in Togos Hauptstadt Lomé.


Étienne Gnassingbé Eyadéma (1935-2005)

Eyadéma war togoischer Offizier und der Staatspräsident seines Landes und mit einer Regierungszeit von 38 Jahren der dienstälteste Staatschef ganz Afrikas. Als neues Staatsoberhaupt wurde Faure Essozimna Gnassingbé ausgerufen, einer seiner Söhne. Das war nichts weniger als eine Verletzung der togoischen Verfassung. Unter Eyadéma soll es vermehrt zu Menschenrechtsverletzungen gekommen sein. Dazu gehörten politisch motivierte Inhaftierungen sowie willkürliche Verhaftungen und Misshandlungen von Journalisten, Gewerkschaftern und politischen Gegnern. Aufgrund dieser Massnahmen stellte die Europäische Union im Jahre 1993 ihre Zahlung von Entwicklungshilfe für Togo ein und verhängte empfindliche Wirtschaftssanktionen.